Wenn alljährlich bunt kostümierte Narren und Jecken durch Münsters Innenstadt ziehen, dann ist der Alkohol oft der wichtigste Begleiter. Lustig soll er sein, der verrückteste Tag im Jahr. Doch nimmt der Spaß bald ein jähes Ende, wenn zu viel Promille durchs Blut fließen.
Popcorn, Weingummi-Tüten und Bonbons flogen bunt durch die Luft: Der Lindwurm, der Höhepunkt des Karnevals, kroch am Rosenmontag zum 53. Mal durch die Innenstadt Münsters. Rund 80.000 Narren trotzten der klirrenden Kälte und feuerten die Karnevalswagen, Spielmanns- und Fanfarenzüge sowie viele Fußgruppen mit einem lautem „Helau“ an.

Vorfahr für die Narren, denn sie haben am Sonntag (15. Februar) und Rosenmontag (15. Februar) auf den Straßen der Altstadt das Heft in der Hand. So ist vor und nach der Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Markus Lewe ist der Prinzipalmarkt am Sonntag von 9 bis 16 Uhr gesperrt.

„Wir sind noch so klein und lassen das Trinken sein“: Wenn „süße Küken“ so überzeugt im Karneval Position beziehen, ist Jugendschutz alles andere als ein "trockenes" Thema. Darüber freut sich die städtische Drogenhilfe, die für ihre Präventionskampagne "Voll ist out" zum Saison-Höhepunkt 2010 auf aktive Mitstreiter setzt.

Etwas "blaues Blut" geriet jetzt beim DRK-Blutspendedienst in die Beutel: Denn Seine Tollität Prinz Andreas IV. hatte sich vorgenommen, etwas von seinem Lebenssaft zu spenden.

Für Bischof Felix Genn ist es eine Premiere: Zum ersten Mal zelebriert er am Sonntag, 7. Februar, für Münsters Karnevalisten ein feierliches Hochamt im Dom. Am Vortag heißt es beim Prinzenempfang: „Exzellenz trifft Tollität“.

Sie wollten Spaß, und dafür gaben sie – gemäß dem Motto des traditionell ersten Karnevalsumzugs im Münsterland – auch ordentlich Gas: Zwar mit roter Frost-Nase, aber warmem Herzen und vor allem den Sonnenstrahlen, auf die Münsters Stadtprinz Andreas noch hoffen muss für den Rosenmontag, ging es bei den Sprakler Narren heute mit Helau zur Sache.

Eigentlich darf die Generalprobe – zumindest im Theater – nicht allzugut klappen, damit die Premiere gelingt. Aber Karnevalisten sind ja nicht sonderlich abergläubisch und so können sie sich heute Abend über eine tolle Fernsehgala in spe freuen: Westfalen haute „wahrlich auf die Pauke“.

Wegen des Karnevalsumzug in Sprakel am Sonntag, 31. Januar, werden die Stadtbusse der Linie 16 umgeleitet, so teilen die Stadtwerke mit.

„Westfalen haut auf die Pauke“ – und vier echo-Leserinnen und –Leser können dabei sein. Wir haben für den nahezu ausverkauften Termin der Fernseh-Generalprobe am Donnerstag, 28. Januar, um 20 Uhr im Congress-Saal der Halle Münsterland vier Tickets auf dem Schreibtisch parat liegen.
„Da simmer dabei, dat is prima!“ Was die Kölner „Dröpkes“, lautstark unterstützt von vielen Hundert Frauen im Kongress-Saal in der Halle Münsterland da auf der Bühne intonierten, hätte das Motto der inzwischen 14. Damensitzung der Karnevalsgesellschaft Böse Geister sein können: Das nahezu fünfstündige Programm war prima!

Fünf Tage dauert der technische Aufbau im Congress-Saal der Halle Münsterland: Der WDR rückt mit beinahe 100 Mitarbeitern an, damit „Westfalen auf die Pauke hauen“ kann.

Ob er sich die Warnung von Oberbürgermeister Markus Lewe wohl zu Herzen nimmt? Der nämlich riet Prinz Andreas IV. (Koch) heute beim Karnevalsauftakt dringend davon ab, am 14. Februar 2010 das Rathaus zu erobern.

Die fünfte Jahreszeit, sie naht: Am Samstag, 14. November, lädt der Bürgerausschuss Münsterscher Karneval (BMK) zum Start der närrischen Session 2009/2010 ein. Wie es sich gehört mit der Proklamation des Prinzen der Stadt Münster, Andreas IV. (Koch), und des Stadtjugendprinzenpaares, Marleen I. (Waltersmann) und André II. (Wichtrup).

Karnevalsbrauchtum trifft auf Varieté-Theater: Am 5. Februar wird im GOP eine neue Form der Mädchensitzung innerhalb der fünften Jahreszeit veranstaltet. Zu diesem außergewöhnlichen Event laden die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Monasteria Principale e.V. ein – die Türen werden allerdings nur für weibliche Gäste geöffnet.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:








