Benutzeranmeldung
"Romeo und Julia" eröffnen Ballettschule

Familie Acevedo zog von Kapstadt nach Münster. Die Profi-Tänzer suchten für ihre Kinder ein sicheres Zuhause. [Foto: PR]
Tanya und Julio Acevedo haben auf den Bühnen der Welt getanzt, wurden am Chemnitzer Theater zum Inbegriff von Romeo und Julia und führten in Südafrika erfolgreich eine Ballettschule. Jetzt haben sich die Portugiesin und der Chilene ganz bewusst für Münster entschieden, um hier eine Zukunft für sich, ihre beiden Kinder und Tanzbegeisterte aus Münster aufzubauen.
Sicherheit für die Familie stand im Vordergund
Als sich Julio Acevedo in Kapstadt auf einem Supermarktparkplatz mit seinen Einkaufstüten plötzlich mitten in einer Schießerei wiederfand, beschloss er seiner Familie zuliebe, die dortige, erfolgreiche Ballettschule aufzugeben. „Es wurde in den letzten Jahren immer gefährlicher, in Kapstadt zu leben. Wir wollten vor allem für unsere Kinder eine unbeschwertere Zukunft“, blickt Julio Acevedo zurück. Und so begann er nach einem besseren Platz zum Leben für seine Frau und die beiden Kinder Marcello (8 Jahre) und Mauricio (6 Jahre) zu suchen.
Deutsch und familienfreundlich? Münster!
Die beiden Profi-Tänzer haben vor einigen Jahren bereits an deutschen Theatern gearbeitet und kannten die Sprache und Kultur. Daher durchforsteten sie das Internet nach einer deutschen familienfreundlichen Stadt und stießen auf Münster.

Mit einem strahlenden Lächeln erklärt das Paar, Münster sei für sie Liebe auf den ersten Blick gewesen. Deshalb möchten die Ballett-Lehrer nun auch beruflich hier „sesshaft“ werden: Im April eröffnen sie ihre eigene Tanzschule in der Friedrich-Ebert-Straße 113. Schon jetzt können Tanzinteressierte in den Unterricht von Tanya und Julio im Ballettsaal der TG in der Lotharinger Str. 17 hineinschnuppern. Nähere Informationen gibt es unter www.interdance-ms.de oder unter Tel. 0251/3843368.
Liebe zum Tanz und Wärme
Tanya und Julio Acevedo ist besonders wichtig, „die Liebe zum Tanz“ und „menschliche Wärme“ weiterzugeben: „Wir tanzen nicht nur auf der Bühne mit großer Leidenschaft, sondern unterrichten auch mit Herz und Seele“, sagt die Prima Ballerina. Julio begeistert sich jeden Tag aufs Neue mit seinem südländischen Temperament für seinen Beruf als Ballettmeister, den er selbst eher als Berufung empfindet: „Ich reiße meine Schüler mit und lasse mich andererseits gern von ihnen mitreißen – und das beim klassischen Ballett ebenso wie bei Tango-Argentino- und Salsa-Kursen.“
Auszeichnungen und Stipendien
Die sympathischen Tänzer erhielten Auszeichnungen, Stipendien und überall, wo sie auftraten, frenetischen Applaus. Auch für Stars der Pop-Musik wie DJ Bobo und Dr. Alban tanzten Tanya und Julio bei Bühnen-Shows und in Video-Clips.

Eine Sternstunde in Julios Ballettkarriere war sein Engagement für eine Gala in Norwegen, bei der auch der wohl berühmteste Tänzer der Welt, Michail Barischnikow, auftrat. Am Chemnitzer Theater glänzten Tanya und Julio in der Rolle von Romeo und Julia. Während es in diesem Stück kein Happy End gibt, sind die Tänzer im wirklichen Leben glücklich verheiratet. Sie beteuern bescheiden, „eine ganz normale Familie“ zu sein, die sich nun in Münster ihre private und berufliche Zukunft aufbauen möchte.
Zusatzinfos
[13.05.2010 | ECHO]Nach sieben Jahren Gruppenproduktionen kehrt José Navas nun zu seiner Leidenschaft, dem Solotanz, zurück: In seinem neuen Stück „Miniatures“ offenbart er seine eigene Persönlichkeit mit allen Nuancen und Feinheiten eines erfahrenen Tänzers. Das Pumpenhaus bringt das Werk im Rahmen des „Statements“-Festivals am Sonntag, 23. Mai, auf die Bühne.
[02.05.2010 | ECHO]Keren Levi ist auf dem besten Wege, eine der wichtigen Stimmen der jungen Choreografen-Generation zu werden. Im Rahmen seines „Statements“-Festivals präsentiert das Pumpenhaus am Freitag, 7. Mai, die neueste Produktion der Israelin: In dem Tanzstück „Envelopes“ geht es um Geschwister, Familie und die Verbindung zwischen Bewegung und Klang.
[21.04.2010 | ECHO]Am Anfang war der Körper, dann kam Bewegung in die Glieder. Der kanadische Choreograf Daniel Léveillé besinnt sich in seinem Bühnenstück „Amour, acide et noix“ (Liebe, Acid und Nüsse) auf diese Tanz-Genesis zurück und folgt einem radikalen Reinheitsgebot. Am Mittwoch, 28. April, wird das Werk im Pumpenhaus aufgeführt, im Rahmen des „Statements“-Festivals.
[19.04.2010 | ECHO]Der münstersche Tänzer und Choreograf Günther Rebel gastierte in diesen Tagen beim UNESCO-Tanz-Weltkongress „CID“ in Istanbul als Dozent für einen Tanztheater-Workshop. Dabei tanzte er bei der großen Abschlussvorstellung Ausschnitte aus seinem Soloprogramm – mit Erfolg: Der Präsident von CID-Unesco, Prof. Alkis Raftis, lud ihn zur nächsten Tagung im Juli nach Riga ein.
[18.04.2010 | ECHO]Finsteres Mittelalter? Von wegen: „Showcase Beat Le Mot“ (SCBLM) bringen Licht ins Dunkel der schiefen Geschichtsbilder. Assoziativer Ausgangspunkt ihrer Inszenierung 1534 ist die kurze Regentschaft der Wiedertäufer zu Münster. Wer neugierig ist: Am Freitag, 23., und Samstag, 24. April, wird das Stück im Pumpenhaus auf die Bühne gebracht.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



