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Beziehung frei für den Tagesabschlussgefährten

Frauenversteher Carsten Höfer: Im aktuellen Programm "Tagesabschlussgefährte" setzt er sich mit dem Wesen von Kurzzeit-Beziehungen auseinander. [Foto: Linke]
Vom „Frauenversteher“ zum „Tagesabschlussgefährten“ war´s auf den ersten Blick für Kabarettist Carsten Höfer eigentlich nur ein kleiner Schritt: „Reset – Neustart“. Ganz so einfach war es allerdings nicht.
Denn bevor der münstersche Stand-Up-Comedy-Mann den Inhalt des neuen Programms richtig realisiert hatte, durchlebte er selbst die komplette Palette menschlicher Tragödien.
„Verliebt, verlobt, verheiratet, Kind, Reihenhaus mit Garten, Eheglück, Probleme, Ärger, Frust, Trennung, Anwalt, Scheidung“, blickt er – heute gelassen – zurück. Wen wundert´s da noch, dass seine neuen Bühnenbeiträge stark autobiografisch sind?
Kurzer Scheidungstermin
Eben, niemand. „Die Zeit“, so Höfer, „zwischen Werbeunterbrechungen wird immer kürzer, die statistische Ehedauer wird immer kürzer – aus Lebensabschnitt- werden Tagesabschlussgefährten“, hat er festgestellt. „Ein Scheidungstermin beim Amtsgericht geht schneller als im Mc Drive ein Happy Meal zu bestellen“, meint der selbsternannte Zampano fürs Zwerchfell verschmitzt.
Nerv des Publikums
Und mit seiner Sicht der Dinge trifft er offenbar den Nerv des Publikums: Die Vorpremieren unter anderem in Konstanz, Regensburg und Erlangen fanden nicht nur viel positive Resonanz im scheidungsanfälligen Zuschauervolk, sondern bescherten ihm auch erste überaus positive Kritiken. Ein Auftritt in der Stadthalle Hiltrup vor rund 300 Zuschauern sorgte gar im heimischen Münster für ersten Zuspruch.
Spontane Reaktionen
Rund zwei mal 50 Minuten lang ist das Programm, aber beileibe nicht festgelegt: „Ich möchte vor allem spontan auf Äußerungen aus dem Publikum reagieren“, kündigt Höfer an. Zudem sei die Nummernfolge in der Phase der Vorpremieren absolut noch offen: „Ich entwickele ,Tagesabschlussgefährte´ ständig weiter, manche Gags fliegen sogar raus, und dafür nehme ich dann neue hinein“, erläutert der 38-Jährige, der mittlerweile zahlreiche Engagements im Rundfunk und auch beim Fernsehen verbucht.
TV-Präsenz
So spielte er an der Seite von Mirko Nontschew in allen 13 Folgen der Comedyserie „Mircomania“ mit. 2003 wurde er mit dem Fernsehpreis „Comedy Hot Shot 2003“ ausgezeichnet, anno 2006 moderierte er zusammen mit Gerlinde Jänicke die Serie „Bitte lachen – Die Show“ auf RTL 2. Dennoch blieb der Münsteraner stets der Bühne treu: Am 23./24. November findet jeweils um 20 Uhr die Premiere seines neuen Programms „Tagesabschlussgefährte“ im Kreativhaus statt.
Karten gibt´s im Vorverkauf unter Tel. (0251) 899 009 20 oder im Internet: http://www.carsten-hoefer.de/ und http://www.kreativ-haus.de/.
Wolfram Linke
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