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Tatort Kunst: Verschmitzter Blick und strenge Formen

In der Produzentengalerie SO 66 haben sich Waltraud Kleinsteinberg, Veronika Teigeler und Gertrudis Lux (v.l.) zusammengefunden [Foto: Frobusch]
Spurensuche beim Tatort Kunst: 18 spannende Atelier-Stationen und 18 Frauen, die sich in ihrer Kunst auf die unterschiedlichste Art ausdrücken. Wer sich auf ihre Arbeiten, Objekte, Installationen, Bilder oder Fotografien einlässt, der kann intensive Erfahrungen machen.
Die große Liebe zum Wald und zu den Bäumen spüren. Über den verschmitzten Blick aufs Leben schmunzeln. Über eine Welt nachsinnen, die sich durch den Computer verändert. Die Sehnsucht nach den Enkelkindern teilen. Von Schmerzen ist die Rede, von unbändiger Lebensfreude, vom labilen Gleichgewicht des Lebens. Stille Bilder wiederum lassen Raum für Visionen.
Fantasie von Hermes beflügelt
In der Produzentengalerie SO-66 etwa stellen sich Waltraud Kleinsteinberg, Gertrudis Lux und Veronika Teigeler vor. Die Hermes-Füße auf dem Podest, sie können nicht abheben, denn die Flügel hat Kleinsteinberg in Blei gegossen. Die Fantasie beflügeln, das aber können sie. Wie ihre Pastellbilder „Rot auf Rot“, die räumlichen Assoziationen entspringen. Witzig ihre Lesezeichen aus recycelten Eisstielen.
Den Computer-Kosmos konterkariert Gertrudis Lux. Ihre Tastatur-Bilder folgen dem gängigen Pixel-Raster, gewiss. Wenn da nicht die altbackene Kreuzstich-Beschriftung wäre. Und wer hat schon einmal darüber reflektiert, dass Escape auch Flucht bedeuten kann?
Mit Schein vom Förster
Veronika Teigeler liebt es, durch die Wälder zu streifen. Mit offiziellem Holzsammelschein vom Förster übrigens. Sie findet Stämme, Scheite, Äste, Rinden und erkennt die Schönheit der Formen aus dem Atelier der Natur.
Sie sieht auch die Risse im Holz und sucht die Auseinandersetzung mit dem Material. Auch bildnerisch.
Einige Meter weiter am Hawerkamp 31 stehen die Türen in den Ateliers von Anne Fellenberg, Jutta Engelage, Elke Seppmann mit ihrem Gast Angelika Jelich, Sabine Schmitz und Ulrike Vetter einladend offen. Die Farben im Prozess miteinander entwickeln in den Arbeiten von Anne Fellenberg (Foto links) eine ganz eigene Dynamik. Sie sind nicht im herkömmlichen Sinn schön, sie sind spannend, aggressiv und mitunter streng in ihrer Sprache. Gewollt.
Gewollt auch die Unschärfe in den Pigment-Prints von Jutta Engelage. Die graphisch anmutenden fotografischen Arbeiten nehmen mit an den Strand, wo Gedanken fliegen lernen.
Gleich nebenan folgen auf die ausdrucksstarken Fenster-Bilder vom Elke Seppmann (Foto rechts) lakonische Fuß-Strecken in Öl.
Menschenansammlungen haben sie inspiriert, den ironischen Blick gen Boden zu richten. Am Anfang waren es die Vernissagen, jetzt hat sie sich beim Schützenfest umgesehen.
Ihr Gast Angelika Jelich mag die Fotoverfremdung. Sie fertigt Monotypien in Mischtechnik, verfremdet sie malerisch und bearbeitet sie digital. So zu sehen auch in ihrem naiv-ironischen Königskinder-Kalender, der durch das Jahr 2008 begleiten kann.
Sonntagsausflug für die Kunst
Neugierig geworden? Noch an diesem Sonntag gilt die Einladung des KünstlerinnenForums MünsterLand e.V. von 11 bis 18 Uhr zum Ausflug in das Reich der Kunst. Bruni Frobusch
Zusatzinfos
[12.05.2010 | ECHO]Nein, eine Mumie kann die Ausstellung "Mumien - Münster - Mordgeschichten" im Archäologischen Museum der Universität Münster leider nicht bieten.
[09.05.2010 | ECHO]Im Jahr 2005 verzeichnete das UKM-Institut für Rechtsmedizin 68 körperliche Untersuchungen im Auftrag von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendämtern, in 2009 waren es bereits insgesamt 147.
[23.04.2010 | ECHO]Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des LWL-Landesmuseums. Nach Leihgabe durch die Bundesrepublik an das münstersche Museum ging es 2009 an die Erben zurück – jetzt, ein Jahr später, konnte es zurückgekauft werden.
[22.04.2010 | ECHO]Auf einer Mitgliederversammlung ist der freie Journalist und Autor Dr. Frank Biermann als Vorsitzender des Ver.di Ortsvereins Münster im Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie einstimmig wiedergewählt worden. In ihren Ämtern als Beisitzerinnen Angelika Osthues, Irmgard Torkler und Jun Zhou bestätigt worden.
[17.04.2010 | BRÜ]Münsters „Kulturgebiet 2010“ ist eröffnet: 200 Veranstaltungen wird es im Laufe des Jahres zu erleben geben, laute wie leise, an traditionellen Orten ebenso wie an neu entdeckten. Zum Auftakt des XXL-Kulturprogrammes am Freitag, 16. April, in den Städtischen Bühnen, gab es die Möglichkeit, gleich zwei kontrastreiche Programmpunkte zu erleben.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



