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Pionier der Nanowissenschaften

Prof. Dr. Herbert Gleiter (3.v.l.) ist neuer Ehrendoktor der WWU. Mit auf dem Bild die Gratulanten Prof. Dr. Manfred Popp, Prof. Dr. Ursula Nelles und Prof. Dr. Tilmann Kuhn. [Foto: Grewer/ upm]
Prof. Dr. Herbert Gleiter, ehemals geschäftsführender Direktor des Instituts für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe, hat die Ehrendoktorwürde vom Fachbereich Physik der WWU Münster erhalten.
Bei der akademischen Feier im münsterschen Schloss überreichte ihm Prof. Dr. Tilman Kuhn, Prodekan des Fachbereichs Physik, die Ehrendoktorurkunde für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Prof. Kuhn betonte seine Freude, mit Prof. Gleiter einen "Pionier der Nanowissenschaften" auszeichnen zu dürfen. Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Universität Münster, wies auf die Ehre hin, die die Auszeichnung von Prof. Gleiter auch für die Universität bedeutet. Sie betonte die zunehmend wachsende Bedeutung der Nanotechnologie an der WWU. "Ohne die Arbeit von Prof. Gleiter wären die Erfolge in den Nanowissenschaften nicht möglich gewesen", so Prof. Nelles.
Das Neue fasziniert
Prof. Dr. Manfred Popp, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Karlsruhe, hielt die Laudatio auf Prof. Gleiter. Er würdigte seinen früheren Kollegen als einen Mann, den "stets das Neue fasziniert - Themen, mit denen man große Sprünge statt kleine Schritte machen kann". Prof. Gleiter selbst betonte seine Freude, gerade in Münster die Ehrendoktorwürde erhalten zu haben, da er besondere persönliche Beziehungen zum Fachbereich Physik habe. Unter anderem mit münsterschen Kollegen arbeitet Prof. Gleiter an einem aktuellen Forschungsprojekt, das er unter dem Titel "Könnte Nanotechnologie uns helfen, die Quantenmechanik mit der Relativitätstheorie in Einklang zu bringen?" vorstellte.
Zahlreiche Forschungsaktivitäten
Mit Prof. Gleiter, der die Nanowissenschaften maßgeblich mit gestaltet hat, ehrt der Fachbereich Physik den international führenden Physiker auf dem Gebiet der Korngrenzenmaterialien. Prof. Gleiter hat mit seinen kreativen Arbeiten das hohe technologische Potenzial von Nanomaterialien demonstriert und weltweit zahlreiche Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet initiiert. Prof. Gleiter ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen. Unter anderem erhielt er 1988 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, im Jahr 1993 den Max-Planck-Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft sowie 2006 die Humboldt-Medaille der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. 2002 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Darmstadt verliehen.
Harvard
Gleiter, geboren 1938, war - nach seiner Promotion an der Universität Stuttgart im Jahr 1966 - wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen sowie an der Harvard-Universität in Cambridge, USA, bevor er sich 1970 im Fachbereich Werkstoffwissenschaften an der Universität Bochum habilitierte. Nachdem er eine Gastprofessur am Massachusetts Institute of Technology und eine Professur in Bochum innegehabt hatte, war er von 1973 bis 1994 Professor in Saabrücken. 1994 wurde er Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Karlsruhe. Von 1998 bis 2004 war er dort geschäftsführender Direktor des Instituts für Nanotechnologie. Seit dem Jahr 2007 ist er Präsidiumsmitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
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[16.06.2010 | LUH]Die zehnte Auflage des Leonardo-Campus-Run stellte alle Zahlen der vergangenen Jahre in den Schatten: Knapp 3000 Laufbegeisterte, vom Kleinkind bis zum ergrauten Senior, fanden sich am Mittwoch auf dem Campusgelände ein, um in sieben Läufen den Kampf gegen die Uhr aufzunehmen – und vor allem Spaß an der Bewegung zu haben.
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