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Storys rund um Stars und Sternchen

Er ist der alternative Stadt-Schreiber: Im Pumpenhaus plaudert Adam Riese über Münsters musikalische Szene der Achtziger. [Foto: PR]
Die Achtziger. Das coole, das unterkühlte Jahrzehnt. Einer jener Zeitzeugen, der aus dem Stegreif darüber zu philosophieren versteht, ist Adam Riese, der Szene-Mann. Früher Punk-Sänger, Disc-Jockey, Show-Master in Personalunion.
Was Münster anbelangt, kennt er sie alle – die Musiker, Künstler, Veranstalter, Gruppen. Denn nach dem Abi verlegte der Student sein Wohnzimmer vorwiegend ins Odeon, den einstigen Tanzpalast an der Frauenstraße. Schauplatz für unzählige Konzerte, Partys, Begegnungen – und die daraus resultierenden Geschichten. Fein säuberlich notiert hat er die in einem dem hiesigen Kulturpersonal gewidmeten Internet-Lexikon. Die Überschrift des Portals: „Was macht eigentlich…?“ - eine „Who-is-Who“-Sammlung ganz besonderer Couleur. Unter www.adamriese.info präsentiert der Chronist die Lebensläufe von mittlerweile über 250 Personen, zusätzlich informiert er über Bands, Clubs, Multiplikatoren.
Small-Talk-Idee
Und weil der Experte immer wieder über die alte Dekade berichten muss, will er nun öffentlich ausplaudern, was damals geschah. Den Blick hinter die Kulissen richtet er am 5. Dezember, ab 20 Uhr, im Pumpenhaus.
Rückblende: Es passierte anno 2001, auf einer Grillfete irgendwo im fernen Berlin. Münsteraner und Exil-Westfalen feierten dort fröhlich bis zum frühen Morgen. Das typische Small-Talk-Geplauder, darunter auch die üblichen Erkundigungen, was wer wo in der Heimat mittlerweile treibe.
Riese gehörte zu den Gästen, konnte sämtliche Fragen auf Anhieb beantworten. „Wann lässt Silke Super wieder von sich hören?“, „ist Götz Alsmann nicht weggezogen?“ oder „wie ist Schringo van den Berg inzwischen drauf?“. Kein Problem: Der Entertainer sprudelte auf der Stelle unglaubliches Wissen hervor. Die Idee, sie keimte noch während der Party. „Stell‘ dein Know-how doch ins World Wide Web!“, schlug ihm Zahnarzt Arndt Happe vor, ehedem Gitarrist bei Yvonne Berger, der muckeren Front-Frau aus MS.
Modernes Klick-Werk
So schuf der alternative Stadt-Schreiber eben jenes moderne Klick-Werk. Das Online-Opus gilt inzwischen als schier unerschöpfliche Fundgrube für amüsante Erinnerungen, witzige Bilder, historische Anekdoten.
Nun gibt’s das längst überfällige Klassentreffen - live, für die Interessierten. Die Lesung mitsamt Storys und Fotos – rund um die Welt der lokalen Stars und Sternchen.
Dass Riese spannend erzählt, beweist er nicht nur im Netz. Gemeinsam mit Ko-Autorin Christa Farwick verfasste er „Das Münsterbuch“, zählt obendrein zu den Unerschrockenen, die gerade vor schrägen, schrillen Betrachtungen ihres Heimatortes nicht Halt machen.
Wer an dem Abend zuhören möchte: Das Kartentelefon ist unter der Rufnummer (0251) 23 34 43 erreichbar.
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Wolfgang Halberscheidt
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