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Im Interview: Gerald Wissel inszeniert mit "Sinn und Sünde" neues Club-Konzept

Spot an: Das neue "Sinn und Suende" am Bahnhof [Foto: Christian Gertz]
In Münster gibt es laut Branchenbuch etwa 120 Möglichkeiten, um abends auszugehen. Seit dem 29. Februar gibt es eine mehr. Für Gastronom Gerald Wissel, der die Branche in Münster gut kennt, ist das kein Problem. "Wenn die Möglichkeit besteht, an so ein Objekt in dieser Lage zu kommen, sollte man zuschlagen", verrät er uns am Eröffnungstag seines neuen Objektes am Bahnhof.
"Sinn und Sünde" heißt das neue Objekt des jungen Gastronomen. Die letzten Handwerker verlassen am Eröffnungsabend in letzter Minute das Gebäude des ehemaligen Metropolis-Kinos, als die ersten Premierengäste an diesem stürmischen Abend mit großen Augen den Saal betreten. Noch riecht es nach Farbe, noch ist nicht alles an seinem Platz. Hektik macht sich breit. Der Chef des 20köpfigen Teams, Gerald Wissel, begrüßt die ersten Gäste per Handschlag. Er ist müde aber glücklich. Bevor er sich zum Duschen verabschiedet, verabreden wir uns zum Interview. "Wenn ich auf dem Video fertig aussehe, machen sich vielleicht einige Freunde Sorgen und es kommt keiner mehr", entschuldigt sich Wissel mit einem gequälten Lächeln im Gesicht.
Die Sorgen sind unberechtigt. Der Standort am Bahnhof ist gut und verspricht viele Gäste. Das behaupten zumindest die zahlreichen Gastronomen, die am Abend ebenfalls anwesend sind. Ahmet Tuna, Verkaufsleiter Gastronomie aus Steinfurt, ist sehr angetan: "Das könnte klappen. Zumindest die Küche ist schon mal sehr gut". Der ehemalige Kinosaal füllt sich rasch. Bis zum Interview fangen wir mit der Videokamera einige Impressionen ein, als uns wenig später Wissel ein zweites Mal begrüßt. Jetzt sieht er doch schon wesentlich entspannter aus.
Mediathek: Eröffnung "Sinn und Sünde" am 29.02.2008
echo: Herr Wissel, sie haben nun schon einige Gastronomie-Objekte in Münster eröffnet. Ist man da immer noch aufgeregt?
Gerald Wissel: Ja, zumal wir erst in letzter Minute fertig geworden sind. Hier flitzen immer noch die Elektriker rum, wenn sie genau hinschauen. Ich habe in den letzten drei Tagen kaum ein Auge zumachen können.
echo: Ist denn nicht alles zu ihrer Zufriedenheit gelaufen?
Gerald Wissel: Nein. Wir hatten viele Probleme mit zahlreichen Abnahmen: Brandschutz, Schallschutz und so weiter. Wir haben hier ja nicht ein Objekt übernommen, sondern eine ganz neue Lokalität eingerichtet. Da gab es viele, viele Probleme und Anlaufschwierigkeiten.
echo:: Wer ist das Zielpublikum?
Gerald Wissel: Jede Altersklasse von 8 bis 78. Wir haben hier eine Erlebnisgastronomie, ein Mix aus Café, Restaurant, Bar und Disco. Mittags geht man ins Café, abends entspannt man ein wenig in netter Atmosphäre bei gutem Essen und guter Musik. Für unsere Veranstaltungen peilen wir ein Zielpublikum von 23 Plus an. Also alles, was älter als 23 ist, kann sich hier im "Sinn und Sünde" am Bahnhof treffen.
echo: Sie haben die alten Kinosäle des Metropolis umgebaut. Wird das, was wir hier bisher sehen, so bleiben?
Gerald Wissel: Nein, das, was sie hier sehen sind etwa 40-60 Prozent des neuen Objektes. Wir hatten zahlreiche Schwierigkeiten und werden noch einige Veränderungen und Umbauten vornehmen.
echo: Herr Wissel, vielen Dank für die ersten Eindrücke und das Gespräch.
Gerald Wissel: Danke Ihnen!
Christian Gertz
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