Pinguin-Romanze: Sandy hat einen "Neuen"

Normalerweise lassen sich Pinguine nicht anfassen. Anders Sandy. Sie hat keine Scheu vor Menschen. [Foto: Kutzendörfer]
Elf Jahre dauerte ihre Beziehung. Deutschlandweit haben sie als Paar Schlagzeilen gemacht. Und dann das: Als sich Pfleger Peter Vollbracht im vergangenen Jahr einen Bänderriss zuzog und zwei Monate nicht zur Arbeit in den Allwetterzoo kam, machte Sandy kurzen Prozess und verliebte sich in einen anderen.
Dabei hat die heute zwölfjährige Pinguindame zur Brutzeit immer wieder ein Nest für sie beide gebaut, erzählt Vollbracht. „Sie hat mich als ihren Partner angesehen. Von ihren Artgenossen wollte sie nichts wissen. Sie lief immer hinter mir her und ließ sich von mir auf den Arm nehmen.“ Ein für Pinguine unübliches Verhalten, das dazu führte, dass das ungleiche Paar zu Stars mancher Fernseh-Talk-Show wurde. „Wir waren bei Johannes B. Kerner, bei Günther Jauch und bei Harald Schmidt“, zählt der Tierpfleger auf. Auch Krankenhäuser oder Sonderschulen hat er mit Sandy besucht.
Pinguinmann gefunden
Aber das ist alles Schnee von gestern. Sandy hat einen „Neuen“, einen Pinguinmann. Seit Monaten weicht er nicht von ihrer Seite, erzählt Vollbracht. Längst teilt sich die frisch Verliebe eine Höhle mit ihm. Als Zeichen ihrer Zuneigung legte die in Südafrika beheimatete kleine Frackträgerin, die schon als Zweijährige Nachwuchs hätte haben können, zwei Eier.
Ein Leben lang treu
Der neue Freund ist ein Artgenosse aus Sandys Gehege. Von ihm weiß Vollbracht nicht mehr als seine Chipnummer. „Brillenpinguine bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu“, sagt der Tierpfleger, für den das nicht zu gelten scheint. Er findet es gut, dass sie endlich einen artgerechten Gefährten gefunden hat. „Sandy ist eben ein Tier wie jedes andere auch.“ Wochenlang habe sie auf ihrem Nest gesessen. „Dann haben wir ihr die Eier aber weggenommen, weil sie offensichtlich nicht befruchtet waren.“
Richtiger Macker zur richtigen Zeit
„Ich war der richtige Macker zum richtigen Zeitpunkt“, so Vollbrachts Erklärung für Sandys Schwärmerei. Das Pinguin-Mädchen war im Nürnberger Zoo geschlüpft. Als es mit einem Jahr nach Münster kam und sich ihn ausguckte, sei Brutzeit gewesen, und sie, die Jugendliche, „ziemlich frühreif“.
Eifersüchtig sei er nicht, versichert Vollbracht. Aus Liebe ist schließlich Freundschaft geworden. Nach wie vor lässt sich Sandy auf den Arm nehmen und unter seiner Aufsicht von Zoobesuchern streicheln.
Eifersucht kein Thema
Dass die Eier, die Sandy legte, nicht befruchtet waren, bedauert der Pfleger. „Im August beginnt wieder die Brutzeit. Wir hoffen, dass sie dann befruchtete Eier legt und Mutter wird.“ Kein Problem für ihn? „Nein. Ich hab doch schon eine Frau und zwei Kinder.“
Andrea Kutzendörfer
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- Druckversion
- 1720 Aufrufe
[15.05.2010 | ECHO]Dass ein Zoobesuch in Münster unvergesslich ist, davon berichtet so mancher Tierfan. Ein älterer Herr sowie ein Junge werden dem seit heute Mittag zustimmen - allerdings aus ganz anderen Gründen!
Denn beide machten unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Seitenarm der Aa, auf dem sonst eigentlich nur das Aasee-Boot Prof. Landois unterwegs ist.
Passanten halfen
[15.05.2010 | ECHO]Auf dem grünen Gras werden sich die Spieler des SC Preußen 06 e.V. Münster sicher wie im eigenen Stadion fühlen – solange, bis die Mannschaft von „Zebra Allwetterzoo“ das Feld stürmt. Am Mittwoch, 19. Mai, testen die beliebten Fußballer das neue Afrikapanorama im münsterschen Zoo – und laden ein zu einem tierisch-sportlichen Einweihungsfest.
[12.05.2010 | ECHO]Erst acht Monate alt ist Gürteltier „Norman“. Im Zoo Heidelberg geboren, lebt es nun im Allwetterzoo Münster. Gemeinsam mit Goldenen Löwen- und Zwergseidenäffchen bewohnt es die Südamerika-Anlage im Niederen Affenhaus.
- [01.05.2010 | ECHO]
Eigens für ein Treffen reiste Jacqueline Barnett von der Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU) aus Port Elizabeth, Südafrika, an.
- [30.04.2010 | ECHO]
Das seltene Exponat, es ist nur noch bis zum 17. Mai zu sehen: Die erste Giraffe eines europäischen Tierparks. Gezeigt wird das gute Stück im Westfälischen Pferdemuseum - im Rahmen der Ausstellung "ZooGeschichte(n)".
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:







