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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Stöwer läuft neuen Streckenrekord

Start zum 10-km-Rennen

Bestes Wetter und gute Zeiten: Start des Feldes in der 10-km-Kokurrenz beim 13. LSF-Straßenlauf. [Foto: PD]

[09.03.2008 | Münster | ECHO]

Das war so ganz nach dem Geschmack von Michael Holtkötter und seinen Mitstreitern: „Eine tolle Geburtstagsfeier“, freute sich der Münsteraner. Denn am 8. März 1988 wurde sein Verein, die Laufsportfreunde Münster (LSF) gegründet.

Auf den Tag genau 20 Jahre später organisierten der Klub den 13. LSF-Straßenlauf. „Zu einer ordentlichen Feier wünscht man sich nicht nur viele Gäste, sondern auch Sonnenschein“, so der Mit-Erfinder des Wettbewerbs – seine Wünsche wurden erhört: Fast 1800 Anmeldungen, stahlender Himmel und Temperaturen um zwölf Grad bildeten einen angemessenen Rahmen. Da ließen sich die Teilnehmer nicht lumpen und bedankten sich mit spannenden, schnellen Rennen und einem neuen Streckenrekord.

Jan Simon Hamann vom USC Bochum gewann die Männerkonkurrenz über 5 km in einer Zeit von 16:15 Minuten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Steffen Schnieders (16:23) und Benoit Varlet (16:24) zwei Läufer der LSF. Die Frauensiegerin, Nina Schüler vom ESV Münster, wollte eigentlich nur einen anderen Läufer auf der Strecke „begleiten“. Dann merkte sie, dass es sehr gut lief und nutzte die Gunst der Stunde. Nach 17:57 Minuten blieben die Uhren für sie stehen. Auf Platz zwei kam Daniela Lembeck vom LSF in einer Zeit von 18:50 Minuten ein. Dritte wurde die B-Schülerin Agnès Joksch (20:35), ebenfalls LSF.

Das Frauenrennen über 10 km versprach schon vor dem Start beim Blick auf die Starterliste interessant zu werden. Die in Münster wohnende Eva Maria Stöwer (LAC Veltins Hochsauerland), Kristina Bokern (ESV Münster) und Ilona Pfeiffer (LC Solbad Ravensberg) hatten drei hochklassige Frauen gemeldet. Bis zur Fünf-Kilometer-Marke sah es noch nach einem Zweikampf zwischen Stöwer und Bokern aus. Die amtierende Deutsche Marathonmeisterin und Streckenrekordhalterin Pfeiffer hatte schon eine kleine Lücke reißen lassen müssen. Auf den folgenden Kilometern setzte sich Stöwer dann doch von Bokern ab und siegte schließlich in neuer Streckenrekordzeit von 35:18 Minuten. Bokern folgte in 36:11 Minuten vor Pfeiffer in 37:07 Minuten.

Spannend war es auch im Männerrennen. Dort setzte sich mit Thomas Böckenholt (ESV Münster), Christioph Domnick (LC Nordhorn), Pascal Hille (ESV Münster) und Jörg Mentzen (FC Stoppenberg) ein Quartett vom Feld ab. Zur Halbzeit des Laufes sah es nach einen Sieg von Böckenholt aus, der sich ein paar Meter abgesetzt hatte. Doch als es nach weiteren knapp fünf Kilometern auf die Zielgerade ging, kam es zu einer Spurtentscheidung. Domnick, der vor einigen Wochen hier schon den Silvesterlauf gewonnen hatte, setzte sich schließlich knapp gegen Böckenholt durch. Die Siegerzeit war 33:15 Minuten. Böckenholt lief 33:19 Minuten. Pascal Hille wurde schließlich Dritter in 34:35 Minuten.

Ein Zwischenfall auf der Strecke verhinderte noch bessere Siegerzeiten. Ein Pferd war durchgegangen und ließ die Spitzenläufer kurz auf der Stelle verharren. Glücklicherweise verletzte sich niemand schwerwiegend. Ein Läufer stürzte, kam aber mit leichten Schrammen davon.

Der Halbmarathon war eine sichere Beute für Magnus Kreth vom ASV Duisburg. Der schoss schon im Stadion los wie eine Rakete und setzte sich vom Feld ab. Das änderte sich auch in den vier Runden nicht. Stetig vergrößerte er seinen Vorsprung und lief schließlich nach 1:11:42 Stunden ins Ziel. Zweiter wurde Abdellah Saadani vom ESV Münster in 1:16:52 Stunden vor Ingo Assmann (SC Melle) in 1:17:12 Stunden.

Bei den Frauen übernahm Jana Hempelmann vom LSF Münster von Beginn an die Initiative. Auch sie baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus und siegte schließlich in einer Zeit von 1:33:16 Stunden vor Julia Große Leusbrock vom Laufteam Gescher (1:35:08) und Jutta Weßling vom Tri-Run Ibbenbüren (1:36:06).

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