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Präsidiumsmitglied Krimphove: "Einsatz nicht nachvollziehbar"
Zum Curva-Haus eilten am Sonntagvormittag Georg Krimphove, im Präsidium des SC Preußen für Fan-Belange zuständig, und mit Serge Mbutcho der Chef des vom Klub seit Jahren engagierten Sicherheitsdienstes MS-Security. Beide wurden nicht zum Haus vorgelassen, konnten also den von ihnen beabsichtigen Dialog vor Ort nicht führen.
"Ich bin erschrocken"
Krimphove sagte zu echo-muenster: "Ich habe mich vor Ort beim Einsatzleiter beschwert. Denn mit dieser Aktion, dieser massiven Präsenz und der Art und Weise der Behandlung aller vor Ort wurde die Verhältnismäßigkeit überschritten." Noch nach dem Fußballspiel zeigte sich Krimphove regelrecht getroffen. "Ja, ich bin erschrocken über so ein Vorgehen. Da werden drei oder vier Personen gesucht. Und dafür wird eine Art Sippenhaft verhängt über alle, die im Haus sind. Und allen werden Fesseln angelegt. Wo sind wir denn? Das ist für mich nicht mehr nachvollziehbar."
"Verein steht in der Pflicht"
Es sei, sagte Krimphove weiter, seine feste Absicht, diesen gesamten Komplex und das Vorgehen der Polizei im Präsidium des Vereins noch einmal zur Sprache zu bringen. "Aus meiner Sicht sage ich klar, dass wir vom Verein jetzt in der Pflicht stehen den Fans gegenüber." Er wisse sehr wohl, dass es hier auch um notwendige Differenzierungen den Anhängern gegenüber gehe.
Thomas Austermann
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