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[17.05.2010 | ECHO]

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"Zöglinge einer Lehranstalt" treffen sich wieder

AlumniUM

Willkommen in Münster: Alexandra Rohlmann, Bernadette Spinnen, Prof. Dr. Wolfgang Berens und Elisabeth Vogelsang - Kongressbüro - (v.l.) freuen sich über die Zusammenarbeit. [Foto: Wolfram Linke]

[11.03.2008 | Münster | WLI]

"Auch wenn manche ,Aluminium´ verstehen, der Verein heißt eigentlich ,AlumniUM´ e.V.", musste Prof. Dr. Wolfgang Berens, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Universität und Vorstand des Vereins, denn doch ein wenig schmunzeln.

Zum ersten Mal laden Fakultät und die Stadt Münster ehemalige WiWi-Studierende vom 5. Bis zum 7. September zu einem Wiedersehenstreffen ein. Gegründet 2001, hat AlumniUM derzeit 2066 Mitglieder - rund 50 bis 60 Prozent Eintrittsquote registriere der Verein Laut Behrens bei den aktuellen Abschlussjahrgängen. Nun sei der Verein bemüht, die Jahrgänge aus der "Bindungsdelle" wieder an die Universität Münster heranzuführen. Alexandra Rohlmann, Geschäftsführerin des Vereins, erklärte, die Institution spreche jetzt gezielt die "Ü 50-Generation" aus den Examensjahrgängen zwischen 1970 bis ins Jahr 1990 an, in der die eigenen Kinder sind groß und die Karriere gemacht sei - viele orientieren sich, auch mit Blick auf einen Studienplatz für die eigenen Kinder, wieder in Richtung ihrer ehemaligen Fakultät.

Gemeinsam mit der Stadt

Als die WiWi-Anfrage wegen einer Zusammenarbeit kam, so Münster Marketing-Leiterin Bernadette Spinnen, "haben wir gejubelt". Aus gutem Grund: Verschiedene Zielgruppen können für die Domstadt angesprochen werden, "wir können den ehemaligen Studierenden zeigen wie sich Münster verändert hat, und wir können über dieses Netzwerk andere Entscheider motivieren, etwas für Münster zu tun", zählte sie die Vorteile auf. Im Marketing setze die Stadt eben auch auf die Mundzeugen, verwies sie als Beispiel auf Münster als Kongressstadt. Allerdings werde, so Prof. Berens, gezielt eingeladen - seine Liste "mit über 500 sehr interessanten Ehemaligen" liest sich wie das "Who´s who" der deutschen Wirtschaft - nicht nur die Stadt Münster sieht diese Veranstaltung auch als Chance:

Möglichkeiten

Ein Treffen ehemaliger Wirtschaftswissenschaftler in etablierten Positionen mit jüngeren Absolventen böte für jene etwa auch die Möglichkeit, in den Beruf zu kommen. Für die Fakultät erhofft sich der Dekan unter anderem gastvorträge oder auch Zuwendungen anderer Art. Das Treffen wird den "Zöglingen einer Lehranstalt" - genau das bedeutet "Alumni" (UM = Universität Münster) - deshalb auch recht "schmackhaft" gemacht. Im Veranstaltungskalender findet sich beispielsweise ein exklusives Dinner im Festsaal des Rathauses, in dessen Rahmen Alumni-Mitglied Frank Mattern, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey, die Festrede halten wird.

Termin gezielt gewählt

Führungen durch Münster und die Universität runden das Erlebnisprogramm ab. "Der Termin", so Bernadette Spinnen, "wurde ganz bewusst gewählt, weil an diesem Wochenende die Nacht der Museen und Galerien stattfindet" - ein zusätzliches Highlight für die Ex-Studierenden. Kontakt und Austausch mit anderen Ehemaligen und Professoren stehen dabei aber im Vordergrund. "Rund 200 Gäste", erläuterte Prof. Behrens, "sollen es am Ende werden, die im September ihre ehemaligen Wirkungsstätten wiedersehen".

"Homecoming Event"

Derzeit hat AlumniUM 2066 Mitglieder, der Jahresbeitrag beläuft sich auf 30 Euro. Der Verein hat 352 Mentoren, die als Kontaktpersonen für 287 Organisationen zur Verfügung stehen. Pro Jahr verzeichnet AlumniUM einen Zuwachs von rund 300 Mitgliedern. Die Kontakte Ehemaliger sind rege - einmal im Jahr kommen über 1000 ehemalige Wirtschaftswissenschafts-Studierende zum "Homecoming-Event" von AlumniUM jeweils im November nach Münster.

In den nächsten Tagen werden die Einladungen verschickt, die von Prof. Berens und Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann unterschrieben sind.

Wolfram Linke

AlumniUM

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