Informatische Bildung ist Voraussetzung
Mehr als 300 Lehrerinnen und Lehrer für das Schulfach Informatik haben sich beim 7. Informatiktag NRW an der Universität Münster in Workshops fortgebildet und mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Schule die Bedeutung der Bildung im Fachbereich Informatik diskutiert.
Eingeladen hatten die Fachgruppe "Informatische Bildung in NRW" der Gesellschaft für Informatik sowie der Arbeitsbereich Didaktik der Informatik der WWU. "Eine gute Schule benötigt gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, daher haben wir zahlreiche Workshops angeboten. Die Themen umfassten unter anderem den schulischen Einsatz von Robotern und Mobiltelefonen und die Bedeutung der Bioinformatik für die Schule", beschreibt Prof. Dr. Marco Thomas, Leiter des Arbeitsbereichs Didaktik der Informatik, das Fortbildungsangebot der Tagung.
Nur mit Grundkenntnissen
Nur mit Grundkenntnissen aus dem Fachbereich Informatik ist in einer Demokratie eine mündige Nutzung der Informationstechnologien möglich; Informatik in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn muss in NRW daher zu einem Pflichtfach an den Schulen werden - dieser Standpunkt wurde auf der Tagung vertreten und in einer Podiumsdiskussion erörtert. "Die Chancen für ein Pflichtfach Informatik wurden von Politikern eher als gering eingeschätzt. Es ist also engagierten Lehrern zu verdanken, wenn Schüler eine grundlegende informatische Bildung im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Wahlfächern erhalten", so Prof. Thomas.
Grundsätze und Standards
Die Gesellschaft für Informatik wird demnächst "Grundsätze und Standards für die Informatik in der Schule" veröffentlichen. Sie beschreiben ein Minimum an Informatik-Wissen, das jeder Schüler haben sollte. Der nächste NRW-Informatiktag findet im Jahr 2009 an der Universität Dortmund statt.
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