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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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24 Stunden alt und schon ein flotter Feger

Mongolenpony

Traute Zweisamkeit: 24 Stunden alt ist das Mongolenpony-Fohlen und sucht stets Schutz bei seiner Mutter Gaslan. [Foto: Wolfram Linke]

[20.03.2008 | Münster | WLI]

Ein wenig ungelenk stakst das Fohlen schon noch durchs Gehege, "aber wir würden es schon jetzt nicht mehr fangen können", weiß Ferdinand Heinemann, Huftierpfleger im Allwetterzoo Münster, dass der erste Eindruck mal wieder täuscht.

Gerade mal 24 Stunden alt ist das Fohlen, das "Gaslan" jetzt zur Welt brachte. Für das Mongolenpony ist es bereits die zweite Geburt gewesen. "Gaslan" wurde in der Mongolei geboren und lebt seit 2004 im Allwetterzoo" erklärt der Fachmann. Elf Jahre alt ist die nun zweifache Mutter, die sich intensiv um ihr Fohlen kümmert - aufmerksam schützt sie es mit ihrem eigenen Körper, sodass es manchmal schwer wird, einen Blick zu erhaschen. Einen Namen für das Fohlen, so Heinemann, gebe es noch nicht - es bestehe ja auch noch keine absolute Sicherheit, was das Geschlecht angehe. "Zu 99 Prozent ist es aber eine Stute", verrät der Pfleger aus dem Kinder- und Pferdepark des münsterschen Zoos.


Aller Anfang ist schwer: Das Fohlen hat Hunger und sucht bei der Mama nach der entsprechenden Versorgung... Foto: Wolfram Linke

Mutterfreuden

Gaslans Geburt war nur der Auftakt - Frühlingszeit ist im Allwetterzoo auch stets die Zeit vieler Geburten: Eine weitere Mongolenstute, eine Dame aus der Fraktion der Islandponys sowie eine Eselin blicken Mutterfreuden entgegen. "Vor Ostern", so Heinemann, "wird´s allerdings nichts mehr werden". Doch stehen die Geburten unmittelbar bevor - es lohne sich also ein regelmäßiger Besuch, stellte der Tierpfleger mit Blick auf künftig gleich vier Jungtiere im Pferdepark erfreut fest.

Steppenpferd


Das Mongolenpony ist ein primitives Steppenpferd, das im Aussehen stark an die Przewalski-Pferde, die nach ihrem "Wieder"-Entdecker benannt sind, erinnert. Der Kopf ist derb und groß, mit kleinen Augen und kräftigen Kiefern. Der Hals ist kurz, tief angesetzt und weist oft einen starken Unterhals auf. Die Schultern sind kurz und steil - Mongolenponys haben ein Stockmaß von durchschnittlich 1,35 bis 1,45 Meter. Die Beine sind recht robust - vor allem haben die Tiere stahlharte Hufe, die aber nicht unbedingt eine Gefahr darstellen. Mongolenponys gelten eher als ruhig und umgänglich, weisen aber auch eine relative Sturheit auf. Die Tiere erscheinen in allen Farben, wobei Falbe mit Aalstrich und Zebrierung an den Beinen dominieren.

Wolfram Linke

Allwetterzoo Münster

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