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Stattwurst für die Wurst im Blumenbeet

Viel Rauch um nichts? echo-muenster fragt: Was wurde aus der Marihuana-Wurst? [Fotomontage: Clauser/Küper]
Es gibt Formulierungen, die lassen einfach aufmerken. Diese Woche war so eine im Polizeibericht zu finden: „Bei der Überprüfung auf dem Bahnsteig ließ der jüngere Mann eine Wurst in ein Blumenbeet fallen.“ Hmm. Was soll denn das bedeuten? Und was mag den jungen Herrn wohl umgetrieben haben?
Die näheren Umstände der nächtlichen Kontrolle auf Münsters Hauptbahnhof erhellen die Sachlage. Der jugendliche Wurstträger und sein kaum älterer Begleiter waren soeben mit dem Zug aus dem niederländischen Enschede angekommen und hatten sich, nun ja, ein bisschen Marihuana aus dem liberalen Nachbarland mitgebracht. 31 Gramm, um genau zu sein. Und den Stoff hatten sie aus Gründen der Tarnung zu einer Wurst in eine Folie gewickelt.
Wenn das keine Bewerbung für die Stattwurst der Woche ist... Da nehmen wir doch gerne Abstand von der Idee, sie Petrus für die weißen Ostern zu verleihen und rücken den echo-Tölpelorden statt dessen raus an die beiden jugendlichen Kiffer, die es sich dann doch etwas zu leicht vorgestellt haben mit dem unauffälligen Verschwindenlassen ihres Einkaufs.
Gänzlich ungeklärt geblieben ist übrigens die Frage, was denn aus dem sekundären Corpus delicti – der Wurst – geworden ist. Wir fragen uns: Gammelt die jetzt bei der Drogenfahndung in der Asservatenkammer herum? Oder haben die beiden Jungs sie wiedergekriegt und ziehen sie sich am Osterwochenende rein?
Stefan Clauser/Wolfgang Halberscheidt
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- [16.05.2010 | ECHO]
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