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[17.05.2010 | ECHO]

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Stadtteiloffensive Hiltrup: Ideengeber und Plattform

Stadtteiloffensive

Friedrich Meyer zu Berstenhorst, Dieter Tüns und Dr. Horst Born (v.l.) stellten die Ergebnisse des Ideenworkshops der Stadtteiloffensive Hiltrup vor. [Foto: Wolfram Linke]

[08.04.2008 | Münster | WLI]

Es geht voran mit der Statteiloffensive Hiltrup - nachdem der Eintrag im Vereinsregister erfolgt ist, präsentierten die Vorstandsmitglieder Dieter Tüns, Friedrich Meyer zu Berstenhorst und Dr. Horst Born jetzt die Ergebnisse eines Ideenworkshops.

Drei Hauptthemen standen dabei zur Debatte - neben der Verschönerung des Ortsbildes beschäftigten sich die Teilnehmer mit Veranstaltungen und regelmäßigen Aktionen sowie mit der Öffentlichkeitsarbeit, möglichen Vernetzungen und zu guter Letzt mit Senioren-/ Jugendprogrammen. "In erster Linie", so Tüns, "wurden Anregungen gesammelt, was man in Hiltrup realisieren könnte". Die Offensive verstehe sich vor allem als Plattform und Kooperationspartner, will heißen: "Die Stadtteiloffensive ist kein Eventmanager oder gar eine Konkurrenz zu anderen Institutionen", betonte Dr. Born. Vielmehr habe sich der Verein auf die Fahnen geschrieben, Ideen aufzugreifen, Vernetzungen zu schaffen, Anstöße zu geben und Interessen zu bündeln.

Feste Installation

Eine der entwickelten Ideen sei laut Tüns die feste Installation von Plakatwänden, um das wilde Plakatieren einzudämmen. Es gelte, wegen benötigter Flächen dafür Gespräche mit dem Wirtschaftsverbund als Kooperationspartner und mit dem DSM (Deutsche Städte Medien GmbH) zu führen, um dieses Konzept zur Verschönerung des Ortsbildes auf seine Umsetzung hin zu prüfen. Auch die Aufenthaltsqualität und Sauberkeit von Plätzen wurde thematisiert: "Wir wollen Partner für die Plätze in Hiltrup gewinnen. Beispielsweise wäre es denkbar, dass sich das Partnerschaftskomitee Hiltrup-Beaugency um den Beaugency-Platz kümmert", nannte Tüns eine Alternative. Zudem sollen Partner unter anderem für den Platz am Ehrenmal, am Windspiel und vor der Clemenskirche gefunden werden. Hier seien Unternehmen, Vereine, Schulen und Gärtnereien gleichermaßen angesprochen - durch eine Beschilderung könnte dann auf die Patenschaft hingewiesen werden.

Blumenschmuck

Blumenschmuck und Ruheinseln auf der Marktallee - ein Gedanke, der nicht erst seit gestern schwelt: "Für konkrete Vorschläge wollen wir eine örtliche Gärtnerei ansprechen, nicht zuletzt auch um eine einheitliche Gestaltung zu gewährleisten" erläuterte Tüns mit Blick auf die Vergangenheit - die Marktallee war auf Initiative des ehemaligen Gewerbevereins mit Blumenkästen drapiert worden, allerdings war die Bepflanzung am Ende recht unterschiedlich. Ebenfalls noch in der "Erfinderwerkstatt" ist die Beleuchtung zum Advent. Auf jeden Fall, so Tüns, sei mehr als nur der Standard zur Verschönerung in der Vorweihnachtszeit gewünscht. Mögliche Maßnahmen im Vorfeld seien Partnerschaften mit den Stadtwerken - Stichwort Ökostrom - mit Elektrounternehmen, dem Wirtschaftsverbund und den Kirchen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Mit Blick darauf sei ein regelmäßiger Weihnachtsmarkt nicht minder wünschenswert. "Auch hier will die Offensive Ideengeber sein und Konzepte überlegen", betonte Horst Born - wie auch bei anderen Aktionen: Noch nicht von der Liste gestrichen ist etwa das "Brückenfest" rund um die Prinzbrücke, das bereits schon einmal auf dem Planungskalender der Kulturinitiative stand - für die Stadtteiloffensive eine reizvolle Idee, die leicht mit anderen Impulsen kombiniert werden könne: "Himmel- und Erdefest" steht dabei genauso auf dem to do-Zettel wie etwa "Hiltrup multikulturell". Doch Dr. Born bremste die Euphorie: "Eine Realisierung steht noch in den Sternen" - wenn überhaupt, wird 2009 als frühester Zeitpunkt für ein solche Fest anvisiert.

Langsam wachsen

Aktivitäten müssten eben langsam wachsen: Stadtteilführungen, "Hiltrup singt", ein Buchfest oder die "Offene Gartentür" sind auf den Stadtteiloffensivplänen bereits vermerkt. "Die offene Gartentür würde sich an der jährlichen Veranstaltung in Kinderhaus orientieren, bei der Skulpturen in Kleingartenanlagen ausgestellt werden", erklärte Born etwa die "Offene Gartentür". Schließlich gelte es, die Angebote in Hiltrup für alle Generationen zu bündeln, "um so das Miteinander zu fördern", verwies Meyer zu Berstenhorst auf die Arbeit der dritten Gruppe.

"Hiltrup Live"


Mit dem Infopunkt auf der Marktallee sei bereits eine wichtige Anlaufstelle geschaffen worden, und die Broschüre "Hiltrup Live", die überall kostenlos zur Mitnahme ausliege, informiere bereits umfassend über die örtlichen Veranstaltungen. Nun gelte es aber, besonders Jugend- und Seniorenprogramme nicht nur zu aktualisieren, sondern auch unter einem Dach zusammenzufassen. "Ziel", so Meyer zu Berstenhorst, "ist ein regelmäßig wiederkehrendes Printmedium". Die Ideen werden demnächst im Rahmen einer Versammlung - der Verein hat bereits über 100 Mitglieder - noch einmal näher vorgestellt. Tipps, Tricks, Ideen, Anregungen und Angebote werden im Infopunkt entgegen genommen und von dort an die Stadtteiloffensive Hiltrup weitergeleitet. Die Offensive, die auch bereits ein eigenes Logo hat, das die drei Stadtteile (Hiltrup, Amelsbüren, Berg Fidel) im Bezirk symbolisiert, gibt in Kürze zudem eine Broschüre heraus, in der über die Arbeit und Ergebnisse berichtet wird.

Wolfram Linke

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