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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Auch Futsal-Sieger leiden

Futsalspieler Gereon Quick

Weiß blockt ab: Gereon Quick bleibt fair am Ball für den UFC Münster. [Foto: UFC]

[14.11.2007 | Münster | TA]

Für einen UEFA-Cup-Teilnehmer sind westfälische Meisterschaften ein kleiner Aufgalopp in die Spielzeit. Die Futsal-Asse des UFC Münster haben sich jetzt erneut den Titel des Verbandes geholt, weil sie sieben Siege bei sieben Versuchen feierten. Und 98:13 Treffer fabrizierten in der FLVW-Futsal-Liga der Spezialfußballer.


Die von der FIFA und dem Deutschen Fußball-Bund offiziell forcierte Hallensportart mit dem sprungreduzierten Ball und dem grundlegenden Fairplay-Gedanken hat zum dritten Mal Titelkämpfe auf Verbandsebene durchgeführt. Auch in Münster und mit münsterischer Beteiligung. In der acht Mannschaften starken Klasse standen gleich sechs Teams aus der Unistadt.

Zwei Mal UFC

Der UFC hat sich mit seiner Ersten und Zweiten für die Westdeutsche Futsal-Liga qualifiziert, auch Torpedo Münster 06 und Futsal Herford. Germania Mauritz, dem Fustal Club Münster 05 und dem SC Münster United war das nicht vergönnt.
Von Dezember bis März wird in den Partien, die auch in Münster gespielt werden, der westdeutscher Meister ermittelt, der sich für das DFB-Finale qualifiziert. 2006 gewann der UFC die Premiere, kam 2007 nach undankbarer Spielplangestaltung nicht über die Vorrunde hinaus und musste dem FV Eppelborn aus dem Saarland die Trophäe überlassen.

Futsal, abgeleitet von „Futebol de Salao“, also Fußball in der Halle, wird beim DFB im Bereich Freizeit- und Breitensport gesteuert, in der Abteilung von Direktor Willi Hink. Kürzlich ist der früher mal für Germania Mauritz aktive Klaus Jahn beim DFB zum Vorsitzenden des Ausschusses für Freizeit- und Breitensport gewählt worden. Wodurch sich Futsal-Vordenker und UFC-Präsident Georg von Coelln (34) einen weiteren Schub erhofft.

DFB sucht Bundestrainer

Stellte der DFB in 2006 bereits vier Millionen Euro für die Sparte parat, soll es zügig deutlich mehr werden. „Wer Futsal kennt, der sieht die Vorzüge“, argumentiert der Torwart und Fachmann von Coelln, der nach seinem Jura-Examen in einem großen Autohaus Münsters gen Junior-Verkäufer lernt. Da ist nicht so unwichtig in diesem Zusammenhang, denn der vom DFB umworbene Vordenker kam bereits in Frage für die Honorarstelle Bundestrainer Futsal. „Das ist aber doch eher nichts für mich.“ Geld verdienen muss schließlich sein.

Von Coelln sieht den Dachverband in der Pflicht und glaubt, dass die Frankfurter diese Pflicht ohne Zögern akzeptieren. „Die UEFA-Richtlinien sagen klar, dass die Mitgliedsverbände bis 2011 eine A-Nationalmannschaft stellen müssen, eine Frauen-Auswahl und eine Junioren-Nationalmannschaft.“ Wer diesbezüglich schludert, handelt sich womöglich Ärger ein.

Hallen-Notstand bremst Entwicklung

Dass die Basis, also der normale Fußballverein, noch keinen rechten Frieden mit dem Futsal geschlossen hat, bekommen die hiesigen Teams zu spüren. „Leider stellen die Verbände ja stets eigene Hallenregeln auf“, liegt hier ein Hase im Pfeffer. Und: Obschon von Coelln und der UFC an Schulen Futsal-Kurse geben, die bestens besucht sind, erwächst daraus selten eine Wettkampfgruppe. „Ich weiß ich nicht, wo wir den Sport anbieten und üben lassen könnten“, kennt von Coelln die extreme Hallenzeitennot Münsters zur Genüge. „So lange sich da nichts tut, haben wir Probleme, Grundlagen zu legen.“

Den etablierten Fußballvereinen will der Futsalspieler gar nicht in die Quere kommen. „Wir wollen und werden den Fußball nicht verdrängen. Wir sind eine Alternative dazu.“ Was die Spezies Hallenkick angeht, sind die Futsaler womöglich in wenigen Jahren die maßgeblichen Strategen. Von Coelln glaubt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es in Deutschland - so wie zum Beispiel in Italien - Profi-Ligen gibt.“ Thomas Austermann

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