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Kultur-und Kongresshalle: Millionenschwerer Rückenwind von der Provinzial

Heute stellte Dr. Winkler, (r.), Chef der Provinzial, 2,5 Millionen Euro für das Programm der Kultur- und Kongresshalle in Aussicht. OB Tillmann und Lisa Fiege (Stiftungsrat) freute es. [Foto: Frobusch]
Ein weiterer millionenschwerer Rückenwind beflügelt seit heute auch offiziell die Befürworter der Kultur-und Kongresshalle.
Sollte das Projekt den Bürgerentscheid am 27. April passieren und gebaut werden, wird die Westfälische Provinzial-Versicherung den Konzertbetrieb auf dem Stiftungsweg mit 2,5 Millionen Euro unterstützen. Wohlgemerkt: den Konzertbetrieb. Nicht mehr und weniger.
Das Geld, macht Provinzial-Chef Dr. Heiko Winkler deutlich, ist nicht „für Bau, Steine, Erden und auch nicht für Strom, Gas oder Wasser bestimmt.“ Vielmehr sollen zum Beispiel die „jungen Meister von morgen gefördert“ und ihnen eine Konzert-Plattform bereitet werden. „Wir wollen nicht einen Auftritt der Berliner Sinfoniker finanzieren.“
"Es gibt keinen Plan B"
Winkler ließ auch durchblicken, dass die Millionen nicht zwangsläufig in Münster bleiben, sollte die Halle gekippt werden. „Wir sind mit unserer Kulturstiftung bewusst in ganz Westfalen unterwegs. Wir wollen diese Stadt nicht vereinnahmen und werden uns auch nicht von ihr vereinnahmen lassen. Es gibt keinen Plan B.“
Stiftungsvermögen aufgeteilt
Das Geld, es liegt seit 2001 bei der Stiftung „Kulturforum Westfalen“. Das Versicherungsunternehmen hatte dort 5 Millionen bereitgestellt für die Verwirklichung eines Museums für Gegenwartskunst und einer Musikhalle in städtische Regie. Die Pläne platzten, das Stiftungsvermögen blieb. Die eine Hälfte wurde inzwischen für den Neubau des Landesmuseums umgewidmet.
"Ein Signal setzen"
Das Geheimnis um die zweite Hälfte des Stiftungskuchens lüftete Dr. Winkler jetzt. Kurz vor dem Bürgerentscheid. Ein bewusst gewählter Termin, so der Vorstandsvorsitzende der Westfälischen Provinzial. Nicht, weil man sich in politische Händel einmischen wolle. Vielmehr wolle man ein Signal setzen für die Profilierung Westfalens nicht nur als Kulturrregion sondern auch als attraktiver Wirtschaftsraum. Denn die Halle bedeute auch die Chance, hochwertige Kongresse nach Münster zu holen, betonte Winkler den Standortfaktor. Zwei Nutzungen, die eindeutig mehr Arbeitsplätze bedeuteten. „Ich werde zur Abstimmung gehen und mit Nein stimmen“, sagte Winkler.
"Eine gute Nachricht"
„Eine gute Nachricht und ein Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Stadt“, frohlockten denn auch Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann und die Vorsitzende des Stiftungsrates, Lisa Fiege. Mit den Nettoerträgen aus der Provinzial-Stiftung von rund 100 000 Euro, dem Beitrag der Stadt Münster und der Stiftung Musikhalle, so der OB, „haben wir gut die Hälfte der Netto-Programmkosten von 600 000 bis 700 000 Euro zusammen.“ Die Deckung der verbleibenden Kosten für den laufenden Betrieb müssen sich aus dem Markt heraus ergeben. „Das ist nicht der große Durchbruch, aber eine weitere, wichtige Etappe auf dem Weg hin zur Kultur- und Kongresshalle.“
Bruni Frobusch
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