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Blaualgen im Aasee wird der Kampf angesagt

Der Container für das Fällungsmittel ist bereits am Pumpwerk an der Roxeler Straße aufgestellt worden. [Foto: Stadt Münster]
Umfangreiche Erfahrungen und wissenschaftlich ausgewertete Ergebnisse - darauf können die Fachleute um Lutz Hirschmann, Gewässerökologe beim Amt für Grünflächen und Umweltschutz, inzwischen zurückgreifen, wenn sie sich um die Sanierung des Aasees kümmern.
Wie sich die giftigen Blaualgen, die sich bei steigenden Temperaturen im Aasee rasant vermehren können, am besten eindämmen lassen, haben die Freilandversuche in den vergangenen Jahren gezeigt.
Im Frühjahr beginnen
"Besonders effektiv ist es, mit der Phosphatfällung bereits im Frühjahr in der Aa zu beginnen, denn dann können wir uns die hohen Frühjahrszuflüsse in den See zunutze machen. Das Eisenchlorid wird frühzeitig in den See transportiert und die Blaualgen haben auch bei gutem Wetter keine Chance mehr, sich großflächig auszubreiten", berichtet Lutz Hirschmann.
Freilandversuche
Deshalb wird auch in diesem Jahr wieder früh mit den Freilandversuchen gestartet, wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Tiefbauamt ist bereits der Container für das Fällungsmittel am Pumpwerk an der Roxeler Straße aufgestellt worden. Von dort aus wird das Eisenchlorid bis Ende Juli in die Aa geleitet. Das Eisenchlorid bindet die Phosphate im Wasser und entzieht sie den Blaualgen (Cyanobakterien) als Nahrungsgrundlage.
Phosphatwerte deutlich gesenkt
Wissenschaftlich begleitet werden die Freilandversuche von Prof. Dr. Surholt vom Hygiene-Institut der Uni Münster. Er kontrolliert die Ergebnisse aus Aa und Aasee wöchentlich. Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass die Phosphatkonzentration in der Aa deutlich gesenkt werden konnte. Cyanobakterien waren nur in ganz geringer Anzahl zu finden. Parallel dazu konnte die Konzentration der giftigen chemischen Substanz Microcystin deutlich verringert werden.
Für weitere Fragen zum Thema stehen Lutz Hirschmann vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz (Tel. 4 92-67 93) und Berthold Reloe vom Tiefbauamt (Tel. 4 92-69 30) zur Verfügung.
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Passanten halfen
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