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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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TOP-Thema

Mark Monhof
[07.07.2010 | LUH]

Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.

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Mit Gift gegen Gesichtslähmung

Botox

Dr. Pablo Pérez-González spritzt das Botulinum-Toxin, um Kontrakturen zu verhindern. [Foto: Wolfram Linke]

[19.04.2008 | Münster | WLI]

Der Kampf um Jugend kennt keine Grenze. Trendy ist es seit einiger Zeit, sich bei Fingerfood und Champagner zur "Botox-Party" zu treffen, um sich dann dabei von einem Arzt das Nervengift Botulinumtoxin unter die Gesichtshaut spritzen zu lassen.

Aber Botox lässt sich auch zu medizinischen Zwecken einsetzen: "Wir nutzen Botulinumtoxin unter anderem bei Spastik, also bei der Erhöhung der Muskelspannung durch Erkrankung des Nervensystems", nennt Dr. Pablo Pérez-González, neurologischer Oberarzt am Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup, ein Beispiel. Das Hiltruper Krankenhaus hat eine eigene Botulinumtoxin-Ambulanz zur Diagnostik und Therapie dystoner Bewegungsstörungen und Spastik.

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen der Spastik können, so der Spezialist Schlaganfälle, Multiple Sklerose und Schädel-Hirn-Traumata sein. "Die Folgen äußern sich beispielsweise in unwillkürlichem Faustschluss - die Hand kann nicht mehr geöffnet werden - oder in der Beugung des Armes", erläutert Dr. Pérez. Mit Botox werde dann der Muskel gelähmt, um die Kontrakturen zu verhindern. Auch bei vielen anderen neurologischen Erkrankungen wie Schiefhals, Blinzelkrampf, spastischer Spitzfuß bei Kindern, einseitigen Gesichtszuckungen oder Folgeschädigungen einer Gesichtslähmung durch einen Zeckenbiss werde das Produkt mit Erfolg eingesetzt.

Kasse übernimmt Kosten

Die Kosten für diese Krankheitsbilder werden von der Krankenkasse vollständig übernommen. "Die Substanz bewirkt, dass die Überleitung vom Nerv zum Zielorgan - Muskel oder Drüsen - unterbleibt", erklärt der Oberarzt. Die Wirkung setze frühestens nach drei bis fünf Tagen ein und halte etwa zehn bis 16 Wochen vor, mit der Folge, dass eine Intervallbehandlung in vierteljährlichen Abständen erforderlich sei. Die Behandlung wird bei den genannten Krankheitsbildern vollständig von der Krankenkasse übernommen, nicht aber bei der Schönheitstherapie, nach Meinung von Dr. Pérez-González zu Recht. Immerhin entstehen bei der Faltenbehandlung allein bis zu 400 Euro an Kosten für die Botox-Ampullen, die jeweils in vierteljährlichen Abständen benötigt werden.

Ausdrucksloses Gesicht

Durch die Lähmung der Muskulatur verschwinden, gibt Pérez zu Bedenken, zwar die Falten, aber ein weiterer Effekt sei ein ausdrucksloses Gesicht. "Schwerwiegende Nebenwirkungen sind in aller Regel bei einem Einsatz von Botulinumtoxin nicht zu erwarten", betont der Doktor. Nicht erst seit den Botoxpartys habe das Mittel mit dem zweifelhaften Ruf zu kämpfen. "In einem Agatha Christie-Krimi", weiß Pablo-Pérez, "wurde es als Gift für einen Mord benutzt".

Toxin von Bakterium

Das Toxin wird von dem Bakterium Clostridium botulinum ausgeschieden. Früher war das Bakterium zudem als Lebensmittelvergifter sehr gefürchtet, in den 70-er Jahren wurde Botulinumtoxin erstmals in der Medizin gegen das Schielen gespritzt und später bei einer ganzen Reihe von anderen Indikationen getestet. Seit den 80-er Jahren findet es vor allem in der Neurologie Einsatz, insbesondere bei der Spastik.

Verbesserte Behandlung

Mittlerweile haben sich die Behandlungsmöglichkeiten der Spastik deutlich verbessert - unter anderem werden Baclofenpumpen eingesetzt, wenn orale Medikamente nicht mehr anschlagen. Die Pumpe wird im linken Unterbauch eingesetzt, dann wird ein dünner flexibler Schlauch zum Rückgrat geschoben und Baclofen in den Rückenmarkskanal eingeführt. Baclofen ist ein Abspaltprodukt (Derivat) der y-Aminobuttersäure und löst ebenfalls Muskelkrämpfe. Die Reizweiterleitung zwischen den Nerven im Rückenmark wird gehemmt. Dadurch werden keine Signale bis zu den Muskeln weitergeleitet. Diese Hemmung findet zwischen den Nervenzellen, aber - anders als bei Botox - nicht am Übertragungsort zwischen Nerv und Muskel statt.

Informationsveranstaltung

Zum Thema "Aktuelle medikamentöse und physiotherapeutische Behandlungsstrategien der Spastik" findet am Mittwoch, 28. Mai, im Muttersaal des Herz-Jesu-Krankenhauses von 16.50 bis 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt, die sich besonders an Ärzte, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten richtet. Anmeldungen sind noch möglich unter Tel. (02501) 17 25 01, oder per Mail: neurologie@herz-jesu-kh-ms.de.

Wolfram Linke

  • Prof. Klaus Berger und Projektleiterin Dr. Marianne Kalic
    [11.05.2010 | ECHO]

    "Die Liegezeit im Krankenhaus nach einem Schlaganfall hat sich um drei Tage verkürzt. Und auch die Sterblichkeit während der Akutbehandlung ist gesunken“, sagt Dr. Marianne Kalic.

    Sie muss es wissen: Am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster koordiniert die Mitarbeiterin das „Qualitätssicherungsprojekt Schlaganfall Nordwestdeutschland“.

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  • Müll
    [09.05.2010 | LUH]

    Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.

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  • Featurebild: Polizei
    [02.05.2010 | ECHO]

    Ein unkontrolliertes Trinkgelage am 1. Mai ließ die Polizei häufiger zum Hiltruper See ausrücken, bis schließlich die Party mit Hilfe einer Hundertschaft aufgelöst wurde. Rund 600 Leute hatten sich hier versammelt. Bereits am Nachmittag musste mehrmals ein Rettungswagen dorthin entsandt werden, um offiziellen Angaben zufolge völlig betrunkene Minderjährige zu versorgen.

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  • Auf dem Wochenmarkt
    [27.04.2010 | ECHO]

    Nicht nur der Wochenmarkt auf dem Domplatz, sondern auch der Markt an der Geiststraße wird wegen des Feiertages am 1. Mai auf Freitag, 30. April, verlegt. Auch dort endet der Verkauf bereits um 13.30 Uhr, eine Stunde früher also als die Samstagsmärkte. Die Stadtteilmärkte in Hiltrup am Freitagvormittag und in Gremmendorf am Freitagnachmittag finden wie gewohnt statt.

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  • Prof. Dr. Peter Young im Gespräch mit einem Patienten im Schlaflabor
    [20.04.2010 | ECHO]

    Die Zahl ist alarmierend: Fast jeder zehnte Deutsche leidet an Schlafstörungen. Woran sind die Beschwerden zu erkennen? Welche vorbeugenden Maßnahmen, welche Therapieoptionen gibt es? Und: Wozu braucht der Mensch eigentlich Schlaf? Diese und weitere Fragen beantwortet der „Münsteraner Tag des Schlafes“, am Samstag, 24. April, im Universitätsklinikum Münster (UKM).

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: