Baracke; AStA setzt auf konstruktive Kommunikation

Die Barackencrew kämpft gemeinsam unter anderem mit einer Veranstaltungsreihe für den Erhalt der Baracke. [Foto: privat]
Erst kürzlich hat das Rektorat der Universität Münster die Fachschaften Politikwissenschaft und Soziologie dazu aufgefordert, die "Baracke", ein kleines Containerhäuschen in Münster bis zum 21. April zu räumen, damit diese abgerissen werden kann.
Gegen dieses Vorhaben hat sich in wenigen Tagen breiter Widerstand formiert - von Seiten der Fachschaften, des AStAs der Uni Münster und von Seiten zahlreicher Studentinnen und Studenten. Die Fachschaften Soziologie und Politikwissenschaft der Uni Münster sind sich einig darüber, dass dieses Engagement dazu geführt hat, dass das Rektorat den Räumungsbefehl endlich zurücknahm und danken deshalb allen, die sich für die Baracke eingesetzt haben und dies auch weiterhin tun werden.
Konstruktive Kommunikation
Die Fachschaften begrüßen den Schritt des Rektorates ausdrücklich und hoffen, dass zukünftig eine konstruktive Kommunikation über das Thema Baracke zwischen Rektorat und Fachschaften möglich ist. Das Aussetzen der Räumungsaufforderung ist jedoch nicht mehr als ein erster positiver Schritt. Nun muss es darum gehen, für dauerhaft klare Verhältnisse zu sorgen, das heißt sowohl den Fachschaften als auch den in der Baracke beheimateten kulturellen Gruppen muss zugesichert werden, dass dieser in Münster einmalige kulturelle Raum erhalten bleibt. So lange dies nicht geschehen ist, betrachten die Fachschaften Soziologie und Politikwissenschaft die "Baracke" als Ort studentischen Engagements und Kultur als bedroht.
Kultureller Raum
Die Einmaligkeit dieses kulturellen Raumes unterstrich inzwischen auch Dr. Thomas Hoeren, Professor an der Universität Münster, der, in einem Gespräch mit Fachschaftlerinnen und Fachschaftlern, seine Hilfe für die Erhaltung der Baracke angeboten und sich als Vermittler zwischen Fachschaften und Rektorat anboten hat. Die Fachschaften begrüßen dieses Engagement und hoffen, dass weitere Befürworter kultureller Vielfalt sich für den Erhalt der Baracke engagieren.
Veranstaltungsreihe
Am Montag, 21. April 2008 ab 19 Uhr startet deshalb der erste Akt einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Auf die Barackaden! Wir räumen nicht was uns gehört". Kulturellen Gruppen oder einzelnen Künstlern wird hier die Möglichkeit geboten ihre Talente einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Dies können Lesungen, Vorträge oder musikalische Performances sein. Der Eintritt ist selbstverständlich frei und für Speis und Trank ist auch gesorgt. Die Fachschaften laden daher alle Befürworterinnen und Befürworter kultureller Vielfalt ein, sich am 21. April ab 19 Uhr selbst ein Bild vom kulturellen Raum Baracke zu machen.
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