Benutzeranmeldung
Großförderer Horstmann: Halle nicht rechtzeitig aus der Elite-Ecke geholt

Wer zu spät kommt....: Die Stiftung Musikhalle, hier vertreten durch Vorsitzende Lisa Fiege, habe Projektmanager Markus Müller (r.) nicht rechtzeitig aus Berlin geholt. Sagt Förderer R. Horstmann. [Foto: Hänscheid]
„Im Vorfeld ist von der Stiftung einiges falsch angegangen worden.“ Am Tag nach dem Bürgerentscheid zur Kultur- und Kongresshalle nimmt Großförderer Reinhard Horstmann gegenüber echo-muenster kein Blatt vor den Mund.
Der Unternehmer, der eine Förderzusage im Millionenbereich gegeben hat, begründet dies so: Jahrelang habe die Musikhalle in der Elite-Ecke gestanden, sei mit prominenten Namen besetzt gewesen. „Das Projekt wurde nicht früh genug sozialisiert und Markus Müller, der einen guten Job gemacht hat, als Manager viel zu spät geholt.“
"Intern kontrovers diskutiert"
Ein solches Vorgehen könne man sich nur im Fall einer privaten Vollfinanzierung leisten, nannte er das Beispiel Konzert Theater Coesfeld. Ob es aber generell klug sei, ohne Beteiligung von Bürgern und damit potenziellen Besuchern zu handeln, bezweifelte Horstmann. Alles Fragen, die auch intern kontrovers diskutiert worden seien. Horstmann weiß: Wenn sich erst eine Meinung in den Köpfen der Menschen manifestiert habe, ist sie nur schwer zu ändern.
"...dann gute Nacht, Münster"
Für ihn ist die Ablehnung der Kultur- und Kongresshalle und damit der 18 Millionen Euro Sponsorengelder „ein Trauerspiel“. Und eine Katastrophe mit Blick auf kommende Projekte mit privatem Förderbedarf. Er habe zwar mit einer Niederlage gerechnet, aber mit einem Ergebnis in dieser Deutlichkeit? Niemals. “Wie wir das aufgreifen, weiß ich noch nicht.“ Zeit für Analysen. Wenn diese Niederlage nun auch andere größeren Projekte behindere und ausstrahle, „dann gute Nacht Münster“.
Neues Konzept, neues Glück?
Die Musikhalle in der bekannten Konstellation habe keine Chance mehr. Für ihn sei sie gestorben. Er persönlich werde seine Förderzusage, die bis zum 30. Juni gelte, aus dem Projekt zurückziehen. Wenn es ein neues, vernünftiges, griffiges Konzept geben werde, das Sinn mache, dann werde er neu überlegen. Er wisse, dass auch die meisten anderen Förderer in dem Fall wieder zur Verfügung stünden. Neues Konzept, neues Glück?
"Es geht um die Sache"
Wer weiß. Die Stadt werde sich nach der Niederlage erst einmal bedeckt halten. Er sei aber sicher, dass das Thema angesichts der Notwendigkeit, eine Halle für Konzerte und Kongresse von Bedeutung für Münster zu bauen, in den nächsten Jahren wieder zur Sprache kommen werde. Es werde nach neuen Ansätzen gesucht werden, sowohl auf politischer als auch auf privater Seite. „Es geht um die Sache.“
"Halle im Kaufhaus-Stil unpassend"
Eine niveauvolle Halle vor der Schlosskulisse sei für 30 Millionen Euro sowieso nicht zu bauen gewesen. Eine Architektur im Kaufhaus-Stil der 70-er Jahre hätte an der Stelle einfach nicht gepasst.
Bruni Frobusch
Dieser Artikel könnte Sie ebenfalls interessieren:
OB Tillmann: "Musikhallen-Projekt ist gestorben"
Halle Münsterland: Redelust vergangen
[15.05.2010 | ECHO]Jörg Niemer hat etwas geschafft, was nur wenigen Autoren vergönnt ist beziehungsweise gelingt: Der promovierte Kunsthistoriker hat, wie die Leiterin des Universitäts-Archivs, Dr. Sabine Happ, betont, eine "echte Lücke" geschlossen.
[03.05.2010 | ECHO]Wissenswertes aus medizinischer Perspektive: Das Prostatazentrum des Universitätsklinikums Münster informiert Betroffene sowie Interessierte am Freitag, 7. Mai, um 17 Uhr in der Aula des Schlosses über verschiedene Krankheitsbilder der Prostata und deren Therapiemöglichkeiten.
[20.04.2010 | ECHO]Etwas Enttäuschung liest sich aus der Pressemitteilung des Bundesweiten Bildungsstreiks in Münster: Zum Start der Aktionswoche blieb die Beteiligung von Seiten der Stadtgesellschaft eher zurückhaltend.
Mittlerweile stehen Zelte und Transparente auf den Wiesen vor dem Schloss.
"Statt zur Party ins Camp"
- [06.04.2010 | ECHO]
So langsam füllt sich das AStA-Häuschen links vorm Schloss: Bei der
Studierendenparlamentssitzung wurden sieben neue Referentinnen und
Referenten bestätigt, so berichtet der AStA in einer Pressemitteilung.
[17.03.2010 | LUH]Der deutsche Beachvolleyball-Zirkus ist zurück in Münster: Die nationale Serie – die Smart Beach Tour (SBT) – macht vom 11. bis 13. Juni 2010 erstmals Station in der Domstadt. Gespielt wird vor der Kulisse des Schlosses auf dem Hindenburgplatz.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



