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Was wird nun mit dem Hindenburgplatz, Herr Rüttgers?

Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff wetterte aus Düsseldorf: "Münsters Bürger haben kurzsichtig gehandelt." [Foto: Frobusch]
Die ansonsten sybellinische Reaktion der Landesregierung auf das Aus für die Musikhalle war nur in einem Punkt deutlich. „Die Bürger Münsters haben kurzsichtig gehandelt“, kanzelt Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff von Düsseldorf aus die gut 70.000 Gegner des Projektes in Münster ab.
Wortkarg
Einsilbiger dagegen die schriftliche Antwort des sonst als wortgewaltig bekannten Staatsdieners auf die Frage, was denn nun das Land mit dem Riesenparkplatz vor dem Schloss zu tun gedenke? Jetzt, wo die Halle nicht gebaut wird. Jedenfalls nicht mit öffentlichen Mitteln.
„Gleichwohl stellt sich die Frage nach der Gestaltung des gesamten Areals Hindenburgplatz aus Sicht des Landes nach wie vor“. Das ist nichts Neues und verwundert nicht wirklich. Weiter im Pressetext: „Jetzt gilt es zu prüfen, wie man das Votum der Bürger in das Angebot des Landes einbezieht.“ Das war’s.
Votum einbeziehen?
Einbeziehen? Die Rede seines Chefs Jürgen Rüttgers beim Kramermahl hatte sich nicht nach Einbeziehung irgendeines Bürgervotums angehört. Mehr oder weniger unverhohlen hatte der Ministerpräsident sein „Geschenk“ des Grundstückes Hindenburgplatzes an die Stadt Münster mit der Überplanung des Terrains und dem Bau einer Musikhalle eben dort verknüpft. Und seine Offerte mit dem Fingerzeig „bevor es andere tun…“ ausklingen lassen. War das etwa eine Drohung?
Aus Düsseldorf gab’s in dieser Frage heute keine Antwort. Matthias Kopp, Sprecher der Staatskanzlei, hatte frei und Grosse-Brockhoff lief sein Statement schriftlich und über die Pressestelle kommunizieren. Leibhaftig aber war er nicht zu sprechen.
Bruni Frobusch
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