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Fiege: Rein privat finanzierte Halle gibt's nicht
Zum Lächeln ist Lisa Fiege zurzeit eigentlich weniger zumute: Die Vorsitzende des Stiftungsrates Musikhalle erteilt Spekulationen über einen Plan B eine Absage. [Foto: Halberscheidt]
Soviel steht für Lisa Fiege fest: Für die komplett private Finanzierung einer Kultur- und Kongresshalle wird sich die Stiftung Musikhalle nicht einsetzen. Das erklärte die Vorsitzende des Stiftungsrates im Nachgang zum Bürgerentscheid vom Wochenende.
„Die 10 Millionen Spendengelder haben sich am Sonntag in Luft aufgelöst“, so Fieges lakonisches Eingangsstatement in einer Presseerklärung. Der durch die Sponsoren bereits verbriefte Betrag plus acht Millionen noch einzuwerbender Mittel, so stellte sie klar, wären aber nur an die Stiftung geflossen, wenn die Halle tatsächlich gebaut worden wäre.
Klare Absage
Damit erteilt sie aufkeimenden Begehrlichkeiten eine klare Absage. Denn ersten Spekulationen darüber, was mit dem zweistelligen Millionenbetrag so alles angefangen werden könnte, möchte die Stiftung beizeiten begegnen.
Keine Mehrheit, keine Halle
„Innerhalb der nächsten Wochen werden wir darüber beraten, wie es weiter geht“, kündigte Fiege an. Zur prinzipiell denkbaren Privatfinanzierung zu 100 Prozent sagt sie: „Die Kultur- und Kongresshalle war ein Projekt für den Standort und die Stadtgesellschaft. Wenn diese das Projekt mehrheitlich nicht will, dann gibt es auch keine Halle.“
30 Millionen als Minimum
Dem Vorschlag, mit einem kleineren Vorhaben neu zu starten, kann man laut Fiege im Stiftungsrat ebenfalls wenig abgewinnen. Das Konzept sei mit einer Investitionssumme von 30 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Bauprojekten dieser Art bereits auf das Minimum heruntergerechnet worden. Fieges Fazit: „30 Millionen mit nachhaltigem Effekt für Münster hätten Sinn gemacht. 10 oder 15 Millionen ohne Effekt sind Verschwendung.“
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