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Musikhalle: Bürgerinitiative zieht Bilanz - "Elitäres Projekt fand keine Mehrheit"

Begeistert über das Plebiszit: BI-Mitglieder Rainer Bode (v.r.), Hannelore Wiesenack-Hauß sowie Gotwin Elges klatschen Beifall. Von der GAL schließen sich Maria Klein-Schmeink sowie Hery Klas an [Foto: Linke]
Fünf Tage nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid: Gotwin Elges, Vorständler in der Initiativgruppe gegen eine städtische Mitfinanzierung der Musikhalle, brauchte für sein Abschluss-Statement nicht lange zu überlegen: „Die Demokratie, sie hat gesiegt.“
Eine im Volk parteiübergreifende Bewegung sei es gewesen, ergänzten die Präsidiumskollegen Peter Mai und Jörg Rostek - eine Bewegung, die "querbeet", durch sämtliche Bevölkerungsschichten hindurch, Anklang gefunden habe. „Die Menschen“, befand Hannelore Wiesenack-Hauß ihrerseits, „wollten es nicht dulden, dass Mittel in Höhe von 12 Millionen Euro auf die Stadtgesellschaft hätten abgewälzt werden sollen.“ Ein letztlich „elitäres Projekt“, dem mit "überzeugender Mehrheit" die Grenzen aufgezeigt worden wären.
Kein Griff in die öffentlichen Kassen
Zusammen mit Rainer Bode, ihrem Sprecher, machte der Kreis deutlich, dass die gemeinsame Kampagne lediglich das Ziel verfolgt hätte, den „Griff in die öffentlichen Kassen“ zu vereiteln – wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, der lokalpolitisch durch jede Menge anderer, drastischer Sparmaßnahmen geprägt wurde. „Das passte einfach nicht.“ Weder den Politikern aus CDU, SPD, FDP noch den Befürwortern sei es am Ende gelungen, die wahre Stimmung innerhalb der Bevölkerung richtig auszuloten. „Da ist viel verschlafen worden.“ Energisch wehrte sich die Runde gegen den Vorwurf, gegen eine Kultur- und Kongress-Stätte an sich votiert zu haben.
Dass sich selbst noch nach dem 27. April - „in Anbetracht dieses klaren Ergebnisses“ - die Gemüter erhitzen, Kommentare auf der Gegenseite gar an Schärfe zunehmen würden, dies mochten die Fünf nicht akzeptieren. Versachlichung der Diskussion sei jetzt dringend geboten. „Man soll endlich aufhören“, betonte Bode, „uns mit unsäglichen Attacken zu beschimpfen – stattdessen gilt es, Münster voran zu bringen.“
Neue Aktionsschwerpunkte
Am 15. Mai, kündigte Bode an, werde die Gruppe aufgelöst. „Unser Anliegen hat sich erledigt.“ Passieren wird’s mit ausgeglichenem Kontostand. Rund 30 000 Euro Ausgaben steht annähernd die gleiche Summe an Einnahmen gegenüber – noch unbezahlte Rechnungen hinzuaddiert. Warme Worte widmete das Quintett den zahlreichen freiwilligen Helfern, die sich seit Dezember 2007 unermüdlich engagierten.
Inhaltlich gebe es auch künftig viel zu tun, wurde Mai, der DGB-Kreisvorsitzende, nicht müde, die neuen Aktionsschwerpunkte aufzuzählen: „Themen wie der drohende Abriss des Hauses Grevener Straße 31, die Studiengebühren oder das immer drängendere Problem der Altersarmut werden uns intensiv beschäftigen.“
Und bei der UWG möchte man dem eigenen Vorhaben, ein demnächst vakantes Gotteshaus zur Konzertkirche umzuwidmen, wieder verstärkte Aufmerksamkeit schenken.
Wolfgang Halberscheidt
- [02.05.2010 | KOE]
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[19.10.2009 | HDT]Der Termin ist gesetzt, insofern unwiderrufbar. Und damit ein bemerkenswertes Datum: 20. Oktober 2009. Für Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann der ultimativ letzte Tag in seinem Dienstzimmer. Doch Traurigkeit kann er darüber kaum empfinden: „Ich bereue nichts, bedauere nichts. Mein Entschluss, nach zwei Legislaturperioden abzutreten, steht nach wie vor.“
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