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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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CANDIS - Wenn einem das "Gras" über den Kopf wächst

Hanfpflanze

Hanf - Mit dieser Pflanze beginnt die Sucht wie etwa von aktuell 600.000 Cannabisabhängigen in Deutschland. [Foto: Romy/www.pixelio.de]

[03.05.2008 | Münster | Echo]

Aufhören oder ihren Rauschgiftkonsum wenigstens deutlich einschränken - dafür suchen etliche Dutzend Cannabisabhängige aus dem gesamten Münsterland Hilfe bei "CANDIS". Weitere Interessenten können sich in der münsterischen LWL-Klinik (Tel.: 0251 591-4877, Suchtambulanz) melden.

Die neuartige ambulante Entwöhnungstherapie (von engl. CANnabis DISorder = Störung durch Cannabis) startet Anfang Mai, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) weiter mitteilt. An der münsterischen LWL-Klinik ist das einzige nordrhein-westfälische Studienzentrum des an bundesweit zehn Standorten parallel laufenden Forschungsprojekts.

Behandlungsprogramm

"Wächst dir auch das Gras über den Kopf?" - mit dieser Flyer-Frage will die federführende CANDIS-Projektgruppe der Technischen Universität (TU) Dresden Menschen mit einem problematischen Cannabiskonsum auf das Behandlungsprogramm aufmerksam machen (www.candis-projekt.de). In den vergangenen Vorbereitungswochen sind Schulungen und Workshops für die an der Studie beteiligtenTherapeuten gelaufen. Jetzt kann die praktische Behandlungsphase in dem vom Bundesgesundheitsministerium unterstützten Projekt beginnen.

30 Teilnehmer

Dreißig Teilnehmer werden an der LWL-Klinik Münster mit in die wissenschaftliche Evaluation aufgenommen. Dafür müssen sie vor und nach ihren jeweiligen Therapiesitzungen einen Fragebogen ausfüllen. Im Rahmen des Forschungsprojekts ist das Angebot zunächst auf ein Jahr befristet.

Beachtliche Erfolge

"CANDIS" ist als ambulante Behandlungsform an der TU Dresden entwickelt worden. Betroffene erfahren psycho- und verhaltenstherapeutische Hilfe, um möglichst in drei Schritten (Motivationsstärkung - Verhaltensänderung - Problemlösungstraining) von der Sucht loszukommen. Das Modell hat in seiner bisherigen Erprobung im Raum Dresden 80 Prozent von 122 Cannabissüchtigen im Alter zwischen 16 und 46 Jahren zur Abstinenz oder deutlichen Einschränkung ihres Konsums gebracht. Bis Ende 2009 soll es jetzt bundesweit in zehn Suchthilfeeinrichtungen weiter erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden. Neben Münster sind weitere Studienzentren in Stuttgart, Dresden, Bautzen, Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Hamburg, München und Berlin.

600.000 Cannabis-Abhängige in Deutschland

Experten zufolge gelten 600.000 Menschen in Deutschland als cannabisabhängig oder -missbrauchend, mehr als zwölf Millionen haben Erfahrungen mit der Droge gemacht. Lange verharmlost, gilt der hochgezüchtete Stoff inzwischen vor allem bei jahrelangem Konsum und bei jungen Kiffern unter 15 Jahren als äußerst schädlich für die Hirnentwicklung und -leistung bis hin zum Auslöser für Psychosen (Wahnzustände). Der Behandlungsbedarf steigt seit cirka anderthalb Jahrzehnten rasant. Heute kommen zehnmal mehr Cannabisabhängige in die ambulante Suchtkrankenhilfe als noch Mitte der neunziger Jahre. Die Kliniken des LWL machen neben dem CANDIS- Modellprojekt weitere Hilfeangebote (ambulant und stationär) für Cannabisabhänge.

  • Romantische Landschaft mit Ruine
    [23.04.2010 | ECHO]

    Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des LWL-Landesmuseums. Nach Leihgabe durch die Bundesrepublik an das münstersche Museum ging es 2009 an die Erben zurück – jetzt, ein Jahr später, konnte es zurückgekauft werden.

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  • [22.04.2010 | ECHO]

    Der 'Mitgliedsbeitrag‘ für die 27 westfälisch-lippischen Kreise und Großstädte im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bleibt bei 15,2 Prozent wie im Vorjahr. Das hat am Donnerstag, 22. April, in Münster die Landschaftsversammlung mit großer Mehrheit bei der Verabschiedung des Verbandshaushalts 2010 beschlossen.

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  • Behindertenparkplatz
    [22.04.2010 | ECHO]

    Was ist zu tun, damit Menschen mit Behinderung von Anfang an selbstverständlich zur Gesellschaft dazugehören und nicht zunächst ausgegrenzt und dann integriert werden? Mit dieser und weiteren  Fragen beschäftigt sich die Tagung "Münster all inclusive" am Samstag, 8. Mai, im Landeshaus des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

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  • Featurebild: Schienenstrecke
    [13.04.2010 | ECHO]

    Gute Zukunftschancen für die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) sieht die FDP-Fraktion beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) - Ergebnis eines Fachgesprächs, das am WLE-Sitz in Lippstadt geführt wurde.

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  • [08.04.2010 | ECHO]

    „Die sozialen Leistungen des Landschaftsverbandes sind ohne eine Erhöhung der Landschaftsumlage nicht finanzierbar“, erklärt Barbara Schmidt, Fraktionssprecherin der Linken im LWL. „Eine Nichtanhebung bedeutet massive Einnahmeverluste. Wir lehnen daher die noch stärkere Verschuldung zur Finanzierung von gesetzlichen Leistungen ab."

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