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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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TOP-Thema

Mark Monhof
[07.07.2010 | LUH]

Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.

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Geschafft: 230 km nonstop in 37 Stunden

Wachsmann (l.), Grond

Am Ziel und an der Ruhr-Quelle: Im Halbdunkel freut sich Rainer Wachsmann (l.) mit Unterstützer Josef Grond. [Fotos (2): Privat]

[13.05.2008 | Münster | TA]

Drei Hemden, drei Paar Schuhe, zig Becher Cola. Rainer Wachsmann hat es wie erhofft geschafft, die 230 nonstop zu bewältigenden Laufkilometer durchzustehen. Eine Plackerei wurde die „Tortour de Ruhr“ erst auf den letzten 30 Kilometern bis zur Quelle der Ruhr in Winterberg.

„Man macht ja immer neue Erfahrungen“, sagte der glückliche Finisher aus dem Klub Laufsportfreunde Münster.

Keine 50 Prozent halten durch

Der versierte Marathon- und Ultralangläufer war nach „nur“ 37:14:24 Stunden dort, wo alle hinwollten, wo aber nicht einmal die Hälfte aller Starter auch ankam. Pfingstsonntag nach 21 Uhr war Schluss für ihn, am Samstag zuvor war er um 8 Uhr in Duisburg auf die Strecke gegangen. Die Athleten wählten den Ruhrtal-Radweg bis ins Sauerland hinein.

Auch der fitteste und klügste Läufer, der seine Kräfte bestens einzuteilen vermag und diszipliniert genug trinkt und isst, ist heilfroh über Zuspruch in den dunklen Minuten. Wachsmanns psychologische Stütze fuhr am Sonntag ab Kilometer 150 auf dem Rad mit. Josef Grond, „ein echter Freund aus dem Laufsport“, reichte nicht nur was fürs leibliche Wohl, sondern baute den Langläufer immer wieder durch gezielten Zuspruch auf. „Es ist auch ihm zu danken, dass ich mir keine Pause gönnen musste.“

Keine richtige Pause

Wachsmann marschierte mal ein paar Kilometer, aber geruht hat er nie. Auch in der Nacht nicht, als er quasi alleine war und die Stirnlampe ihm den Weg leuchtete. „Die Strecke war gut ausgeschildert und meistens war jemand in der Nähe.“ Tagsüber feuerten die Wochenend-Urlauber auf den Ruhrtalwiesen die Läufer an. Oder auch nicht. „Manche schütteln ja immer den Kopf.“

Wasser, die von Zucker und Koffein dominierte Cola (Wachsmann: „Beim Laufen ein Wundermittel – bei mir daheim verpönt.“), Power-Riegel, Salzgebäck und ein normales Brötchen mit Käse – den Speiseplan stellt sich jeder Ultraläufer selbst zusammen. „Ich hätte keinerlei Hemmungen, aus einem Lauf auszusteigen, wenn ich mich unwohl fühlen würde. Aber Pfingsten ging es mir gut.“

Glücklich an der Quelle

Durchbeißen musste sich der Münsteraner erst, nachdem er schon 200 km absolviert hatte. Im Sauerland ging es doch „happig rauf und runter“, bot Rollsplitt keinen guten Halt. Wachsmann trotzte den Widerständen und war ebenso erschöpft wie glücklich, zusammen mit Radfahrer Grond im Halbdunkel an der Quelle stehen zu dürfen.

Thomas Austermann

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