Durchgeboxt: Mathilde Quambuschs fünfter Titel

Hochschulmeisterin Mathilde Quambusch mit den B-Turniersiegern Leo Fabrizius und Vinah Gödden (v. l.). [Foto: Uni Münster]
Der Boxsport erfreut sich im Hochschulsport Münster großer Beliebtheit. Im Durchschnitt melden sich für die angebotenen Anfängerkurse dreimal mehr Interessenten als Kursplätze parat stehen. Das Image fördern selbstredend Erfolge – wie der von Mathilde Quambusch bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften in Würzburg.
Die Sportlerin aus dem Telekom Post SV Münster gewann zum fünften Mal nacheinander den Titel. Die 25-Jährige setzte im Halbweltergewicht bis 60 kg im Finale, ihrem einzigen Kampf vor Ort, der Gegnerin Ilka Nagel aus Tübingen zu. Quambusch feierte einen Abbruchsieg in der ersten Runde. Einmal mehr untermauerte die Athletin in ihrer Klasse die Ausnahmestellung.
Siege im B-Turnier
Münsters Obmann und Trainer Ludger Rotthues setzte sechs Studierende der WWU Münster ein. Und war angetan, zwei weitere Athleten im so genannten B-Turnier siegen sehen zu können. Im B-Turnier starten Boxer, die unterhalb einer bestimmten Anzahl an Wettkämpfen bleiben. Die Klassifizierung nach Wettkampferfahrung dient der Gleichbehandlung und somit dem Schutz der Sportler.
Vinah Gödden (28) siegte im Halbwelter-B-Turnier auch vorzeitig in Runde zwei gegen Simone Wethammer (München).Superschwergewichtler Leo Fabrizius (24 Jahre) triumphierte nach Punkten gegen Danilo Rosenthal von der Universität Berlin, der trotz stürmischer Angriffe den Münsteraner nie ernsthaft gefährdete. „Drei Siege sind weitaus mehr, als wir erwartet haben", wertete Rotthues.
Ein Freiburger ist zu gut
Anderen Studierenden heizte ein Freiburger Boxer ein. So gewann das Münsteraner Halbschwergewicht Matthias Reichelt (Kategorie B) vorzeitig in der zweiten Runde gegen Stefan Kärgel (Potsdam), verlor jedoch im Halbfinale gegen den Freiburger Jonas Muth nach Punkten. Andreas Kosiek boxte schon im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Muth. Lukas Ewertowski verlor knapp und umstritten im Halbfinale gegen Jochen Münster (Uni Heidelberg). In der Teamwertung holten die Boxer der WWU Münster den dritten Platz.
Rotthues erklärt das Standing des Sports an der Uni: „Das kombinierte Training motiviert viele. Neben Kraft- und Ausdauertraining werden Schnellkraft-, Koordinations- und Technikübungen absolviert.“
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