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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Preußen können loslegen: Das Geld fließt

Tribüne des Preußenstadions

Die Tage dieser Sitzschalen sind endgültig gezählt: Hier wird schon in wenigen Wochen oder Monaten niemand mehr Platz nehmen müssen. [Foto: Austermann]

[18.06.2008 | Münster | TA]

Ein bisschen ging es in Richtung „Historiker-Preis“, so Oberbürgermeister Berthold Tillmann am Mittwoch, als der Rat der Stadt Münster beschloss, die seit 2003 festgelegten fünf Millionen Euro an den SC Preußen auszuzahlen und vertraglich zu regeln, dass der Klub als Bauherr der Umbaumaßnahmen auftritt.

Der lange erhoffte Schritt in Richtung Modernisierung kann jetzt endlich vom Traditionsklub gemacht werden.

De Angelis: "Der Anfang ist markiert"

Das bei einer Gegenstimme erklärte Votum der Bürger-Vertreter kommentierte Klubchef Marco de Angelis gegenüber echo-muenster. „Nach den einvernehmlich abgewickelten Vorbereitungen in der Sache durften wir diese Entscheidung wohl erwarten. Ich bin sehr froh, dass jetzt der Punkt gekommen ist, der einen Anfang markieren wird. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass uns die Stadt in dieser Art und Weise hilft. Der Verein ist dankbar.“ Er sei sicher, „dass wir mit den vorbereiteten Maßnahmen künftig eine deutlich verbesserte Situation haben werden.“

Tendenz: "Zügig beginnen"

Der Ratsbeschluss besagt auch, dass Stadt und Verein nun per Vertrag die Bauherrenschaft des Klubs beschließen. Danach kann der SCP als federführende Stelle den Antrag an das Bauamt der Stadt stellen. Unternehmer Walter Hellmich, auserkoren als Umsetzer der Tribünen-Maßnahme, „arbeitet die Anträge aus“ (so de Angelis). Sechs bis acht Wochen müssten veranschlagt werden für die Prüfungsphase. Während der SCP seinen Eigenanteil vorher leisten und umgesetzt sehen will, die Gegengerade zu überdachen, soll nach Erteilung der Baugenehmigung „Stand jetzt von der Tendenz her zügig begonnen werden.“


Der Verein, so de Angelis (Foto), werde den bestmöglichen Zeitpunkt zum Abriss der alten und Aufbau der neuen Tribüne zu ermitteln versuchen. Möglich, dass bereits im September die Bagger kommen.

Welche Partei half zuerst?

Im Rat reklamierten einige Parteien am Ende eines langen Prozesses jeweils für sich, den Preußen entscheidend auf die Sprünge geholfen zu haben. CDU-Ratsherr Edgar Drüge erinnerte daran, dass die SPD in 2003 den Beschluss nicht mitgetragen habe, die fünf Mio. Euro festzulegen und dem Verein pro Jahr 250.000 Euro auszuzahlen. „Herr Heuer, heute tun Sie so, als seien Sie der größte SCP-Fan. Dabei sind Sie erst 2004 Preußenmitglied geworden.“

Und zuletzt habe die SPD öffentlich eine Gegengeraden-Überdachung gefordert, obschon es laut Drüge dazu „längst Pläne des Vereins gab.“ Der CDU-Mann nannte Heuer einen „Schakal – ein Fuchs sind Sie nicht.“

Und an „einen Linksaußen“ gerichtet sagte Drüge, bei dem Umbau der Tribüne gehe es nicht alleine um Sitzplatzverbesserungen für das VIP-Klientel. „Wer das sagt, der übersieht den Vorteil für die Jugendspieler.“ Denn die Junioren können bald und endlich aus ihren maroden Umkleideräumen ausziehen – hinüber in den Trakt, den die Erste dann frei macht.

Heuer: "Ein guter Betrag"

SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer erkannte in seiner Gegenrede auf Drüge ein „Unterschreiten des Niveaus“, begründete noch einmal die damalige Haltung seiner Fraktion: „In der Lage zu beschließen, einem Verein mit 250.000 Euro pro Jahr unter die Arme zu greifen, war für uns nicht tragbar.“ Nun begrüßte Heuer die beschlossene Formel der Unterstützung des Klubs. „Es ist richtig, dass die Stadt beim Bau hilft. Fünf Millionen sind ein guter Betrag. Aber eine Subventionierung eines Profiklubs aus städtischen Mitteln darf es nicht geben.“

Auch bemerkte Heuer für sich persönlich: „Eine VIP-Tribüne ist nicht mein Fall. Mich wird man dort nicht finden.“ Der Verein habe aber „das Recht zu entscheiden, was mit dem Geld gemacht wird.“

Sellenriek: "Der Verein kommt voran"

Heinz-Dieter Sellenriek, CDU-Fraktionsvorsitzender, erinnerte daran, „dass die CDU im Februar 2002 den Antrag stellte, am alten Platz des Stadions zu investieren.“ 2003 habe seine Fraktion „zusammen mit der FDP und den Grünen die Überbrückungshilfe in Höhe von 250.000 Euro an den Verein beschlossen.“ Carola Möllemann-Appelhoff (FDP) ergänzte gerne: „Die SPD hätte damals den Verein vor die Wand fahren lassen.“ Sellenriek ist sicher: „So, wie der Verein zurzeit arbeitet, kommt er voran. Wenn er weiter ins Stadion investiert, dann investiert er in unsere Immobilie.“

Carola Möllemann-Appelhoff legte sich fest: "Ein ganz neues Stadion kann jetzt nicht mehr das Thema der Stadt sein. Darum muss der Verein sich selbst kümmern."

Klas: Zwei Punkte sind zu klären

Heri Klas (Bündnis 90/Die Grünen/GAL) beschrieb die Unterstützung seiner Fraktion. „Die Vorlage ist richtig und sie ist gut.“ Ins Protokoll aufnehmen ließ er den Wunsch nach Klärung zweier Sachverhalte.

Fraktionschef Klas fragte „erstens, ob es zulässig ist, dass der Verein die Maßnahmen in zwei Projekte trennt, um den für ein EU-Vergabeverfahren maßgeblichen Wert von 5,150 Millionen nicht zu überschreiten.“ Und zweitens, „ob die Vergabe der Baumaßnahmen ausschreibungspflichtig ist.“ Klas erhofft sich von den Antworten Klarheit „zum Schutz der Stadt und des Vereins.“

Thomas Austermann

  • Mümken (l.), Nas
    [07.07.2010 | TA]

    Etwas mehr als ein Jahr nach dem 8:0-Testspielsieg in der Stauseekampfbahn kreuzt der SC Preußen am Donnerstag (18 Uhr) wieder beim TuS Haltern auf. Spielertrainer Daniel Haxter (32) hat die Truppe inzwischen zum Landesliga-Aufstieg geführt und wird es folglich in der Meisterschaft auch mit dem MS-Quartett zu tun bekommen.

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  • Neue bei der U 23
    [05.07.2010 | TA]

    Mit einem 20-köpfigen Kader wollte Trainer Arne Barez seine Premierenspielzeit mit der U 23 des SC Preußen angehen. Die neue Westfalenliga-Formation nahm am Montag die Vorbereitung auf – ohne Daniel Seidel.

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  • Karten-VV
    [05.07.2010 | TA]

    Wer ganz vorne landen wollte, musste früh anrücken. Um 7.20 Uhr bezog ein routinierter Preußenfan am Montag bereits Stellung an den Stadionkassen – um 10 Uhr standen rund 350 Kartenkäufer Schlange, um sich ihr Ticket für das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg zu sichern. Binnen einer Stunde war die Tribüne ausverkauft.

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  • M. Fascher
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  • Logo SCP-Youngstars
    [04.07.2010 | TA]

    Dem Trainer fiel gar kein Superlativ mehr ein. Tatsächlich hat Andreas Schwan mit den U 13-Junioren des SC Preußen etwas Einmaliges geschafft: Der Bezirksliga-Erste und Kreispokalsieger krönte sich und seine fantastische Fußballsaison am Sonntag in Salzkotten mit dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft. Mehr geht nicht und vielleicht geht so was auch nie wieder.

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