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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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TOP-Thema

Mark Monhof
[07.07.2010 | LUH]

Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.

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Andere Zeit, andere Welt: Kommunarde Rainer Langhans am Pascal

Rainer Langhans

Der Geist der 68er: Rainer Langhans ließ ihn aufleben. [Fotos: Clauser]

[24.06.2008 | Münster | SCL]

Die Hoffnung liegt im Internet. Dort ist sie noch denkbar, die solidarische, friedliche und durchgeistigte Gesellschaft. Sonst nirgends. Das ist das Credo von Rainer Langhans, Ex-Kommunarde, prominenter Alt-68er – und inzwischen selber 68 Jahre alt.

Zwischen dem Mann im schluffigen weißen Leinen-Outfit und seinem jugendlichen Auditorium am Pascal-Gymnasium scheinen nicht nur altersmäßig Welten zu liegen.

Spurensuche

Dabei haben sie, die Schüler der Jahrgangsstufe 13, sich aufgemacht, die Spuren der 68er-Generation in der Gegenwart aufzudecken.Haben Zeitzeugen befragt, Archive gesichtet, Anti-Nazi-Demos gestern und heute verglichen, schließlich trotz Abi-Stress einen Film gedreht.

Erfolgreiche Schüler mit Laudator Langhans (r.) und ihren Lehrern Michael Frey, Thomas Oelerich und Dr. Diana Schilling (v.l.)

Platz eins beim Wettbewerb

Mit dem haben sie beim History Channel Award 2008 Furore gemacht. Platz eins bundesweit für die Produktion „Münster – eine Provinzhauptstadt in den 68ern“ bescherte den elf Geschichtsschülern und der ganzen Schule die Visite des Schirmherrn, Zeitzeugen und Protagonisten der Bewegung in Personalunion.

Kein Applaus für den Schulchor

Als die Darbietungen von gymnasialer Bigband und Schulchor anlässlich der Preisverleihung verklungen sind, rührt der Ehrengast keine Hand (Bild). Applaudieren scheint seine Sache generell nicht zu sein, aber diesmal erklärt er auch warum das so ist. Das musikalische Rahmenprogramm sei ja so brav wie zu seiner eigenen Schulzeit, befindet der Mann im lockigen Grauhaar. „Ihr seid wohl eine richtige Musterschule“, mutmaßt er, „eine heile Welt außerhalb des Normalen!?“.

Verklemmt und konservativ?

Zu gerne möchte Langhans wissen, wie es sich heute anfühlt jung zu sein. Und hat doch schon eine Ahnung davon bei der Begegnung mit den münsterschen Pennälern, die er als sexuell reichlich verklemmt und allgemein eher konservativ einstuft. „Nur gegen Rechtsextremismus sein reicht nicht“, schreibt er den Preisträgern und ihren Schulkameraden flugs ins Stammbuch.

Mancher kriegt sein Fett ab

Die Jugendlichen sind indessen nicht die einzigen, die ihr Fett abkriegen. Schulleiter Heiner Lübbering muss sich eine öffentliche Korrektur gefallen lassen, weil er Fritz Teufel falsch zitiert hat. Und Sebastian Wilhelmi, Repräsentant des History Channel, sieht sich vor versammelter Mannschaft mit der Langhans-These konfrontiert, dass Pay-TV keine Zukunft hat.

Zu brav und angepasst? Der Pascal-Chor in Aktion.

"Saßen auf dem Leichenhaufen"

Abgesehen von der stets in ruhig-nachdenklichem Ton vorgebrachten Kritik hat der exotisch anmutende Gast natürlich das zu bieten, was alle von ihm erwarten: eine Schilderung des eigenen Lebensgefühls – damals, als die Jugend rebellierte. „Wir saßen ja auf einem Leichenhaufen“, wird Langhans drastisch. „Wir mussten mit dem wahnsinnigen Massenmord fertig werden, den unsere Eltern begangen hatten – sie, die wir doch eigentlich lieben sollten"

Ein Jahr auf einem irren Trip

Die Suche nach neuen Werten, anderen Lebensformen begann. Die Kommune 1 in Berlin wurde gegründet, um sie zu erproben –nicht um gemeinsam mit dem SDS Front politisch gegen das Establishment zu machen. „Wir waren ein Jahr lang auf einem irren Trip“, schwärmt Langhans, der für die Bewusstsein bildende Entkoppelung von Körper und Geist heute freilich andere Drogen empfiehlt. Das Internet zum Beispiel.

Das Web als positive Gegenwelt?

Überhaupt – die Ideale seiner Jugend sieht er nicht verloren, sondern von den jungen Menschen heute weiter verfolgt. Vor allem im weltweiten Netz, das er immer wieder als positiven Gegenentwurf zur realen Welt des Mangels darstellt, die nicht zu retten ist.

Eine Ansicht, mit der der Wettbewerbs-Schirmherr am Ende weitgehend alleine steht. Nein, entgegnen ihm die Schüler, das Internet sei für sie keine Kommune, in der man den inneren Frieden finden kann. Und mit aller Welt Freund zu sein, haue auch nicht so recht hin. Jugendbewusstsein 40 Jahre danach...

Stefan Clauser

Langhans und 1968

Als Vater einer der Preisträgerinnen war mir die Teilnahme an der Preisverleihung des bundesweiten „History Award 2008“ im Pascal-Gymnasium vergönnt. Dass man ausgerechnet Rainer Langhans, den Begründer der legendären „Kommune 1“ zum Schirmherrn bestellt hatte, war ein Fehlgriff, der sich spätestens bei dessen Ausführungen offenbarte. Anstatt dem dezidiert politischen Siegerbeitrag zum Thema „Münster – eine Provinzhauptstadt in den 1968ern“ gerecht zu werden, schwadronierte Langhans über das Internet als neuer Kommune, dies mit dem Duktus eines politikabstinenten Internet-Esoterikers.
Was ich Langhans und anderen 1968er Protagonisten bis heute auch persönlich vorwerfe, ist die damalige politische Einäugigkeit. Während zu Recht die Verbrechen der Vätergeneration angeprangert wurden, „wir saßen auf dem Leichenhaufen“, wurde Langhans im Pascal pathetisch, blieb auch er 1968 gegenüber dem Massenmorden jener Jahre merkwürdig unberührt. Zur Erinnerung: In Biafra (Nigeria) starben damals weit über eine Million Menschen durch systematische Vernichtungspolitik durch Hunger. Schon damals wusste jeder politisch Interessierte um die Ereignisse in Afrika.
Aus den Anfängen meiner politischen Sozialisation werde ich es nie vergessen, wie sich revolutionär gebende Studenten diese Toten nicht als Völkermordopfer sehen wollten, sondern sie als Verluste auf dem „notwendigen sozialistischen Weg des Fortschritts“ ansahen. Auch die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 durch den Warschauer Pakt, wurde mehr oder weniger schweigend hingenommen.
Zu meiner Überraschung stimmte Langhans meinen Vorwürfen im Gespräch zu, sogar meiner Einschätzung widersprach er nicht, mit seinem Beitrag habe er sich völlig unpolitisch und esoterisch präsentiert, jedenfalls nicht angemessen den ausgezeichneten und politischeren Schülern, die eine Episode der Zeit- und Regionalgeschichte geschickt mit aktuellen Herausforderungen des Rechtsextremismus verbunden haben.

Dr. Kajo Schukalla
Heerdestr. 19, Münster

  • Sieger
    [04.07.2010 | LUH]

    Die Rekorde purzelten beim 4. Brooks Münster-City-Run in der Innenstadt am Sonntagabend: Nie sind mehr Aktive über die Strecke im Schüler-Lauf (1,2 km) und Hauptlauf (10 km) gegangen. Insgesamt 961 Athleten zählten die Organisatoren der Laufsportfreunde Münster (LSF). Gerade bei den Youngsters bis 1995 waren es exakt 401 Starter – eine Steigerung zur 3.

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  • Führung durchs Internat
    [04.07.2010 | TA]

    Nach den Ferien wird es voller im Sportinternat an der Salzmannstraße – wie erwünscht und für die Finanzierung auch notwendig kommt neues Leben in die Bude. Von elf auf mindestens 24 junge Köpfe wächst die Bewohnerschaft. Und bei der Präsentation des Angebots im Lettischen Centrum am Tag der offenen Tür hatte man das Gefühl, dass der Betrieb jetzt richtig Fahrt aufnehmen wird.

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  • Basketball
    [29.06.2010 | TA]

    Der westdeutsche Verband streckt seine Fühler wieder nach Münster aus. Kann nur gut sein für die Basketball-Youngsters dieser Stadt: Die für derlei Maßnahmen geeigneten Kids der Jahrgänge ´94 bis ´97 werden demnächst zwei Mal im Monat ein Techniktraining erhalten.

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  • Finke Möbelhaus Münster
    [06.04.2010 | ECHO]

    Eine besondere Auszeichnung hat die Finke-Unternehmensgruppe von der Fachzeitschrift „Möbelmarkt“ und der Frink Business GmbH erhalten: Beim Branchenvergleich zwischen 138 Möbelhäusern hat unter anderem der Standort Münster Spitzenwerte für Service und Kundenfreundlichkeit erhalten.

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  • Seidel, U 23
    [26.03.2010 | TA]

    Jetzt in der echo-Sportschau: Fußball, Volleyball, Motorsport.

    U 23 mit Seidel und Demir im Training

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: