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Stattwurst für kaltblütigen Rausschmiss

Heute gibt's aus besonderem Anlass eine Blutwurst. [Foto: Clauser]
Heute hat es die Stattwurst-Jury mit einer wahrhaft blutrünstigen Geschichte zu tun. Es geht um den Blutspendedienst (BSD) des Deutschen Roten Kreuzes. Genauer gesagt: um dessen Geschäftsführer Dr. Helmut Frenzel. Und um Eduard Traxmandl-Runge, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des BSD Westfalen-Lippe.
Letzterer hat nach Auffassung seines Arbeitgebers den Bogen überspannt, als er in einem Brief an den Aufsichtsrat beklagte, dass der DRK-Blutspendedienst sein Kerngeschäft vernachlässige. Dass er stattdessen Tarifexperimente mit den Pseudo-Gewerkschaften DHV und medsonet veranstalte. Beobachter wissen: Nicht erst seit gestern ist das Gegenstand erbitterter Auseinandersetzungen zwischen dem ver.di-Betriebsrat und der Geschäftsführung.
Die will nach dem Brandbrief an den Aufsichtsrat jetzt – pardon! – Blut sehen. Und hat daher den streitbaren Betriebsrat kurzerhand vor die Tür gesetzt. Fristlos. Wegen Diffamierung und Verleumdung der Geschäftsführung. Vor dem Arbeitsgericht gehen beide Seiten in den Clinch. Und vieles spricht dafür, dass sich der Arbeitgeber dort eine blutige Nase holen könnte.
Ganz gleich, wie man über die merkwürdige Tarifpolitik unter dem Dach des DRK denken mag: Der Versuch, sich eines missliebigen Mitarbeitervertreters durch kurzentschlossenen Rauswurf zu entledigen, darf als Bewerbung um die wöchentliche echo-Auszeichnung für herausragende Dreistigkeiten oder Peinlichkeiten betrachtet werden. Betriebliche Mitbestimmung, die manchem offenbar nach wie vor ein entsetzlicher Dorn im Auge ist, kann sich durchaus in einem scharf formulierten Brief manifestieren. Worin sonst als in der entschiedenen Interessenwahrnehmung der Belegschaft sollte denn auch die Aufgabe eines Betriebsrates bestehen?
Die Stattwurst gibt es heute – in Abweichung von sonstigen Gepflogenheiten – aus besonderem Anlass in Gestalt einer Blutwurst für die Geschäftsführung des Blutspendedienstes. Ob ein Klacks löwenscharfer Frenzel-Senf dazu passt, mag jeder selbst entscheiden.
Wolfgang Halberscheidt/Stefan Clauser
[09.05.2010 | LUH]Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.
[02.05.2010 | HDT]Sie ist beileibe keine Scharfmacherin. Auch niemand, der die Verwaltung ohne triftigen Grund kritisieren würde. Doch wenn schon Carola Möllemann-Appelhoff, die Liberale, in öffentlichen Diskussionen das „enttäuschende“, „wenig stilbildende“ Procedere moniert, dann muss etwas gewaltig schief gelaufen sein.
[18.04.2010 | LUH]Es kommt in unseren Zeiten mittlerweile so oft vor, und doch ärgert es jedesmal wieder maßlos: Nur weil eine Minderheit sich benimmt wie eine offene Hose, müssten alle anderen, die sich ordentlich benommen haben, darunter leiden. Stichwort Sippenhaft. Nun hat es auch den Flohmarkt erwischt.
[11.04.2010 | LUH]Es ist Sonntag und unsere Wurst muss weg – dieses Mal allerdings in zwei Hälften. Denn der Orden von echo-muenster.de für ausgemacht peinliche Aktionen muss diesmal auf zwei Kandidaten verteilt werden, die sich an der Spitze der Bewerber ein totes Rennen lieferten.
[28.03.2010 | LUH]Wer den Schaden hat, so sagt man, spottet jeder Beschreibung. Doch manchmal ist es nicht nur Pech, das dem Opfer widerfahren ist. Sondern Naivität und mangelnde Vorstellungskraft – vielleicht sogar eine gewisse Gier. Und manchmal kommt die Echo-Redaktion dann nicht daran vorbei, solche Fehlleistungen mit der Stattwurst zu veredeln.
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