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Blockade am Stadthaus 2: Frühstück statt Abschiebung
Den Eingang zum Ausländramt blockierten die Aktivisten am Vormittag. [Foto: Clauser]
„Heute geschlossen – Tag ohne Abschiebung“ Das war am Vormittag auf zahlreichen Schildern vor dem münsterschen Ausländeramt zu lesen. Am Morgen blockierten rund 30 Menschen das „Amt für Ausländerangelegenheiten“ im Stadthaus 2 am Ludgeriplatz.
Ab 7 Uhr war für die Mitarbeiter der Behörde kein Durchkommen mehr. Die Demonstranten wollten mit der Aktion auf die Situation von Ausländern in Deutschland – und insbesondere auf die Abschiebe-Praxis – aufmerksam machen. Erst vor zwei Wochen habe sich ein Flüchtling in der Domstadt kurz vor der Abschiebung bei einem Selbstmordversuch schwer verletzt, erläuterte ein Demonstrant. Währenddessen verteilten andere Teilnehmer Flugblätter und machten mit Transparenten auf ihr Anliegen aufmerksam.
„Wir fordern die Mitarbeiter auf, die Ausführung von diskriminierenden Gesetzen zu verweigern“, erklärte ein Aktivist per ein Megaphon. Die Polizei – die gleich mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war – sah keinen Grund den friedlichen Protest zu unterbinden. Die Demonstration endete mit einem Frühstücksbuffet, dass von den Demonstranten vor der Behörde aufgebaut wurde.
Die Aktion fand im Rahmen des bundesweiten „Tag ohne Abschiebung“ statt. Auch im ostwestfälischen Bielefeld wurde der Eingang der Zentralen Ausländerbehörde durch Demonstranten versperrt. Vom 29. bis zum 31. August finden bundesweit 14 Aktionen in verschiedenen Städten gegen die deutsche Ausländerpolitik statt.
Michael Schulze von Glaßer
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