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Küsse und Schüsse

Christian Steinhagen stellte sein Buch "Münster: Die großen Kriminalfälle" vor. [Foto: SLR]
Er trügt - der Schein westfälischer Beschaulichkeit. Wer bislang glaubte, Münster sei lediglich Tatortkulisse für umtriebige Fernsehkommissare, der konnte sich am Donnerstagabend eines Besseren belehren lassen.
Kostprobe
Die Thalia Buchhandlung präsentierte die Buchneuvorstellung: „Münster: Die großen Kriminalfälle“. Der Autor Christian Steinhagen, selbst bekennender Münsteraner, gab eine durchaus amüsant-unterhaltsame Kostprobe seiner kriminalistischen Fallsammlung in der Tradition eines Pitaval.
Abgründe der Domstadt
Zwischen Buchauslagen zur „Didaktik der Geometrie“ und weihnachtlichen Kinderbüchern à la „Pfeffernuss und Kugelglanz“ drängten sich die Zuhörer und tauchten ein in die finsteren Abgründe der Domstadt.
40 Fälle
Insgesamt 40 Strafrechtsfälle aus fünf Jahrhunderten werden in dem rund 200seitigen Werk vorgestellt und durch ein umfangreiches Bildmaterial ergänzt. Erschienen ist das Buch im Verlag Aschendorff.
Wer eine fachwissenschaftliche Abhandlung erwartet, muss enttäuscht werden. Fernab von abstrakt-theoretischen Strafrechtslehren dürften Überschriften wie „Küsse und Schüsse“, „Finsterlinge in der Stadtküche“ oder „Trottelbehörde im Tiefschlaf“ aber gerade auch das Interesse des juristischen Laien wecken.
Lockerer Stil
Journalistisch aufbereitet und in einem lockeren Stil dargeboten, erinnert Steinhagen unter anderem an die gefälschte Lutherbibel, die im Jahr 1890 Gelehrte und Geisteswissenschaftler „aufscheuchte“. Der komplizierte Wirtschaftsprozess gegen den Baustoffproduzenten Rudolf ten Hompel (Wickingsche Portlandzement- und Wasserkalkwerke) im Jahr 1935 fand ebenso Aufnahme in die Sammlung wie das Verfahren gegen den Beamten des Landschaftsverbandes, der sich freizügig an öffentlichen Geldern bedient und über 8 Mio. DM unterschlagen hatte, um sich und seiner Frau ein Leben im Luxus zu finanzieren. SLR
[23.06.2010 | TA]Wer vermutet, dass Studierende nur das Stammessen auf ihrem Tablett durch die Mensa balancieren können, der wurde am Hochschulsport-Tag mit anderen Eindrücken konfrontiert. Am Mittwoch ging es raus aus dem Haus.
[17.06.2010 | TA]Rund 600 neugierig gewordene Studenten nutzten in 2009 am Tag des Hochschulsports die Angebote. Umsonst und draußen geht es auch am Mittwoch (23. Juni ab 11 Uhr) bei der Zweitauflage zu, die die Lernenden „Rein in die Turnschuhe“ locken möchte, wie auf dem Flyer des Hochschulsports Münster formuliert wird.
[16.06.2010 | LUH]Die zehnte Auflage des Leonardo-Campus-Run stellte alle Zahlen der vergangenen Jahre in den Schatten: Knapp 3000 Laufbegeisterte, vom Kleinkind bis zum ergrauten Senior, fanden sich am Mittwoch auf dem Campusgelände ein, um in sieben Läufen den Kampf gegen die Uhr aufzunehmen – und vor allem Spaß an der Bewegung zu haben.
[02.06.2010 | TA]Ganz bewusst in der Wochenmitte steigt dieser Lauf zum jetzt zehnten Mal. Denn niemand aus dem Kreis der Verantwortlichen des Leonardo-Campus-Run (LCR) an der Uni Münster will dem Vereinsangebot am Wochenende in die Quere kommen. Erstmals wird es am 16. Juni ab 15.30 Uhr und passend zum Jubiläum amtlicher als bisher auf der 2,5-km-Rundstrecke.
[20.05.2010 | TA]Am 8. November hat er sein bisher letztes Fußballspiel bestritten, seither durfte Tim Hagedorn nicht mehr auf den Platz. Der 24-jährige WWU-Lehramtstudent geriet in einen Strudel. Sein Name wurde im Zuge des bundesweit beachteten Wettskandals genannt.
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