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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Kampf gegen Krankenhaus-Keime beginnt am Waschbecken

Hände-Hygiene

Ein Schwerpunkt des Aktionsprogramms ist die Händehygiene. [Foto: PR]

[28.10.2008 | Münster | ECHO]

Beim Kampf gegen so genannte „Krankenhauskeime“ stehen aktuell zwei Ziele besonders im Vordergrund: Eine noch bessere Händehygiene in den Krankenhäusern und der kontrollierte und zielgerichtete Einsatz von Antibiotika.

So soll die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien, wie Methicillin-resistenter Staphylokokken (MRSA), eingedämmt werden. Das Universitätsklinikum Münster (UKM) intensiviert diese Bemühungen und beteiligt sich im Rahmen des EUREGIO MRSA-net in den kommenden Wochen mit zahlreichen Informationsveranstaltungen und Aktionen an der bundesweiten Initiative zur Verbesserung der Händehygiene und der europaweiten Initiative zur Kontrolle des Antibiotikaverbrauchs im Gesundheitswesen.

Bis zu 50 Prozent der Infektionen vermeidbar

„Durch eine strenge und gute Händehygiene lassen sich bis zu 30 und 50 Prozent der Infektionen im Krankenhaus vermeiden. Neben der Messung des Verbrauchs hat das Institut für Hygiene am UKM vor zwölf Monaten eine Studie begonnen, um  zu überprüfen, wie häufig eine Händedesinfektion durchgeführt werden sollte. Diese unterscheiden sich zwischen Arztpraxis, Altenheim und Krankenhaus. Dauerhafte Prävention ist dabei der beste Schutz für die Patienten - und für das Personal. Mit unserem Programm wollen wir in besonderer Form erneut auf die Bedeutung der Händehygiene hinweisen, Mitarbeiter sensibilisieren sowie Patienten und Angehörige informieren und aufklären“, betont Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des UKM.

Zentrale Rolle in der Ausbildung

Koordiniert wird das Programm unter der Leitung der UKM-Institute für Hygiene und für Medizinische Mikrobiologie. Privat-Dozent Dr. Alexander Friedrich, Oberarzt am Institut für Hygiene, erklärt: „Wir möchten alle Berufsgruppen erreichen und haben der Händehygiene deswegen auch in der Medizinerausbildung eine zentrale Rolle gegeben. Ein Teil der Infektionen in Krankenhäusern wird aber auch in Zukunft unvermeidbar bleiben. Es gibt dennoch effektive Möglichkeiten zur erfolgreichen Eindämmung. Dazu zählt neben der Händehygiene auch der sinnvoll reduzierte Einsatz von Antibiotika". 

"Joker Antibiothika"

Je geringer die Anzahl resistenter Erreger, umso höher sei die Chance, dann auch unvermeidbare Infektionen mit Antibiotika behandeln zu können. Friedrich: „In der Vergangenheit wurde der „Joker Antibiotika“ leider zu häufig gezogen.“ Aus diesem Grund wird dieses Jahr am 18. November erstmals in der Europäischen Union der „Europäische Antibiotikatag" abgehalten, um die Bedeutung der Antibiotika und den bewussten Umgang mit Ihnen hervorzuheben. Auch am UKM wird an diesem Tag eine Veranstaltung hierzu stattfinden.

MRSA-Screening gibt Schutz

Zum Schutz der Patienten werden am UKM alle stationär aufgenommenen Patienten auf MRSA getestet. Das ist nur ein Kriterium von vielen, die nötig sind, um das  „EUREGIO MRSA-net“ Qualitäts- und Transparenzsiegel zu erreichen. In diesem Jahr wurden diese Siegel erstmals, u.a. an das UKM, verliehen.

Eine Übersicht über die Krankenhäuser, die das Siegel erhalten haben, gibt es im Internet. UKM-Hygiene-Experte Friedrich, zugleich Leiter des EUREGIO-Projektes auf deutscher Seite, betont: „Die Bekämpfung von Krankenhauskeimen wie MRSA ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure im Gesundheitswesen. MRSA wird bald nicht mehr nur ein Problem in Krankenhäusern ist. MRSA werden sich mehr und mehr auch außerhalb des Krankenhauses verbreiten.“

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: