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Wahltag, ick hör dir trapsen.....

Eine Einladung zur Taufe des Fiffi-Gerritzen-Weges haben die BV-Vertreter nicht bekommen. Tölle und Lewe sind aber trotzdem da. [Foto: Pixelio/Sturm]
Eine Einladung, das wäre schön gewesen. Sagt Wolfgang Heuer, der Oberbürgermeisterkandidat der SPD. Nicht, dass er keinen vollen Terminkalender hätte und auf einen Gratis-Kaffee aus wäre. Beileibe nicht. Es geht ihm vielmehr ums Prinzip.
Zur Sache: Morgen (Freitag) Abend wird die kurze Strecke am Stadion zur Geschäftsstelle „Adlerhorst“ des SC Preußen Münster auf den Namen „Fiffi-Gerritzen-Weg1“ getauft. Der Preußen-Vorstand hat dazu eingeladen. Soweit, so friedlich.
Nun aber haben SCP-Präsident Marco de Angelis und Präsidiumsmitglied Carsten Gockel die Fraktionen der Bezirksvertretung Hiltrup (BV) offiziell nicht zur kleinen Tauffeier eingeladen. Nur die Familie und die Medien. Dabei war es doch die BV, die den Weg frei gemacht hat. Einstimmig. Das könnte die SPD ja noch hinnehmen, obwohl in solchen Fällen eine offizielle Einladung üblich wäre.
Station der Wahlkampf-Tour
Nicht hinnehmen aber will sie, dass Bezirksbürgermeister Dr. Christian Tölle und der andere Oberbürgermeister-Kandidat namens Markus Lewe, beide haben ein CDU-Parteibuch, zur Stelle sein werden, um einige warme Worte zu sprechen. Lewe ist im Rahmen seiner Wahlkampf-Tour sowieso da, weil er den SCP-Vorstand besucht und später zum Spiel geht, Tölle kommt kurz zur Einweihung.
An dem Punkt schrillen bei den Sozialdemokraten alle Glocken.
Wird die Veranstaltung von den Christdemokraten instrumentalisiert und für Wahlkampfzwecke missbraucht? „Anscheinend ja“, ist für die SPD die Sache klar wie Kloßbrühe, denn auch auf der Preußen-Homepage gibt es keinen Hinweis. Dafür aber lässt Lewe unter anderem auf der Homepage der CDU die Öffentlichkeit wissen, dass er mit CDU-Bezirksbürgermeister Christian Tölle den Weg eröffnen wird.
Tölle: Ein Versehen, keine Taktik
Christian Tölle bleibt gelassen. Er habe auch keine Einladung und jeder sei willkommen. „Mir wurde der Termin vom Preußen-Vorstand nur so mitgeteilt.“ Er gesteht aber zu: „Eigentlich hätten die Fraktionen eingeladen werden müssen. Das ist ein Versäumnis.“ Ein Versäumnis, für das er sich nicht zuständig fühlt, sondern eher die Bezirksverwaltungsstelle in der Pflicht sieht. „Es ist keine Taktik, sondern ein Versehen“, rückt er zurecht.
Und legt dann doch noch nach: „Es war ein CDU-Antrag und es ist typisch, dass die SPD jetzt auf den Zug rauf will. Immer, wenn es darum geht, Projekte auszuarbeiten, überlassen sie die Arbeit uns. Und dann wollen sie sich sonnen und dabei sein.“ Wahltag 7. Juni, ick hör dir trapsen…
Bruni Frobusch
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