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Wahl Integrationsrat
Rund 16.000 Münsteranerinnen und Münsteraner mit ausländischer Herkunft aus über 150 Nationen waren zur Wahl des Integrationsrates aufgerufen.
Das vorläufige amtliche Wahlergebnis:
1 - INTERNATIONALE VISION (Listenwahlvorschlag)
265 Stimmen, 17,9 %
2 - GLEICHE RECHTE (Listenwahlvorschlag)
196 Stimmen, 13,2%
3 - Alternative Liste (Listenwahlvorschlag)
176 Stimmen, 11,9%
4 - Chadi Zeidan (Einzelbewerber)
24 Stimmen, 1,6%
5 - WIR SIND MÜNSTER (Einzelbewerber)
104 Stimmen, 7,0%
6 - Prakash Chandra Lohani (Einzelbewerber)
29 Stimmen, 2,0%
7 - MOSAIK – Gemeinsam stark! (Listenwahlvorschlag)
168 Stimmen, 11,4 %
8 - GEMEINSAM (Listenwahlvorschlag)
518 Stimmen, 35,0%
Nach einer vorläufigen Berechnung haben folgende Kandidatinnen und Kandidaten einen Sitz im Integrationsrat erhalten:
INTERNATIONALE VISION: 4 Sitze
1 Dr. Ibrahim, Diraid
2 Tandilashvili, Kakha
3 Eschkotte, Sylvie
4 Nguyen, Hoang Ngan
GLEICHE RECHTE: 2 Sitze
1 Dr. Yavuz, Ömer Lütfü
2 Dr. Avlar, Hüseyin
Alternative Liste: 2 Sitze
1 Eroglu, Yildirim
2 Özdemir, Ahmet
Chadi Zeidan (Einzelbew.): 0 Sitze
WIR SIND MÜNSTER (Einzelbew.): 1 Sitz
1 Manrique Barrera, Felix Ruben
Prakash Chandra Lohani (Einzelbew.): 0 Sitze
MOSAIK - Gemeinsam stark!: 2 Sitze
1 Cetinkaya, Mehmet Akif
2 Yesilyaprak, Ahmet
GEMEINSAM: 7 Sitze
1 Marinos, Spyridon-Paul
2 da Silva Machado, Antonio Augusto
3 Tsakalidis, Georgios
4 Kurt, Türkan
5 Kücük, Aynur
6 Saber, Deler
7 Omar, Musa Mohammad
Live-Ticker
Demo gegen Studiengebühren: AStA und Polizei bewerten Vorfälle völlig anders

Die Bewertung der jüngsten Protestaktionen gegen die Studiengebühren aus Anlass der Senatssitzung hat inzwischen zu Kontroversen zwischen AStA und Polizei geführt. [Foto: Halberscheidt]
Am Morgen nach dem Protestzug gegen die Studiengebühren. Die einen reden von „Unverhältnismäßigkeit der Mittel“, die anderen von „notwendigen Maßnahmen“. Angesichts der unterschiedlichen Wortwahl wird schnell klar: Zwischen der Studierendenvertretung der Universität und der Polizei klaffen die Bewertungen über die Vorkommnisse von Mittwoch weit auseinander.
Veith Lemmen, AStA-Öffentlichkeitsreferent, macht keinen Hehl daraus, wie sehr ihn die Vorgehensweise der Hundertschaft diesmal schockierte. Wo früher „besonnen und deeskalierend“ agiert worden wäre, habe er die Beamten nunmehr als „unorganisiert und wenig umgänglich“ erlebt. Was ihn besonders erzürnt: „Auf dem Schlossvorplatz gab es keinen einzigen Sanitäter. Als wir von der Bühne aus um ärztliche Behandlung baten, wurde uns dieser Wunsch glatt verweigert.“
"Unnötige Provokationen"
So hätten Absolventen aus dem Fachbereich Medizin die „mit Pfefferspray traktierten“ Kommilitonen nur notdürftig versorgen können. „Im Verlauf des Abends“, berichtet Lemmen weiter, „kamen immer wieder Leute zu mir, die sich bitterlich beschwerten“ - beispielsweise auch über unnötige "Provokationen" der grün Uniformierten.
Nach AStA-Ansicht haben münstersche Demonstranten immer auf friedlichen Protest gesetzt. Die Art und Weise, wie stark das Schlossgebäude aber am Mittwoch zur "Festung" umfunktioniert worden sei, interpretiert Jörg Rostek, Referent für politische Bildung, als Beleg dafür, "wie sehr das Vertrauensverhältnis zwischen Hochschulleitung und Studierenden erschüttert ist". Foto: Halberscheidt
In einer Mitteilung des AStA wird ausführlich beschrieben, dass Übergriffe auf friedliche Demonstranten passiert seien – darunter der Bericht einer jungen Frau, die sich lediglich nach der nächsten Toilettenanlage erkundigte, stattdessen aber als Antwort den „Griff ins Gesicht“ erhielt. Einige Ordnungshüter hätten zudem willkürlich geschubst, Akteure als „Penner“ bezeichnet, sich verbal recht rüde aufgeführt. Überhaupt: Einsatz von Pfefferspray? "Nicht nachvollziehbar", zeigt sich Lemmen darüber reichlich konsterniert.
"Friedlicher Protest"
Und ein Teil jener Teilnehmer, die zuvor als offizielle Besucher der Senatssitzung sowieso schon Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen mussten, seien am Ende doch noch abgeführt worden. „Die münsterschen Studierenden“, fasst der Pressebeauftragte die Kritik zusammen, „haben immer auf friedlichen Protest gesetzt. Unter diesen Gesichtspunkten ist das Prozedere der Polizei völlig unverständlich.“ Deshalb fordert der AStA jetzt Kennzeichnungspflicht für Einsatzkräfte, um unter ihnen das Fehlverhalten Einzelner gezielt aufspüren zu können.
"Das Schloss glich einer Festung, im Senatssaal herrschten flughafenähnliche Kontrollen - unerträgliche Bedingungen, die widerspiegeln, wie sehr das Vertrauensverhältnis zwischen Hochschulleitung und Studierenden erschüttert ist", empört sich Jörg Rostek, AStA-Verantwortlicher für politische Bildung
Kapuzenpullover
Anschuldigungen, die eigene Mannschaft habe „völlig unangemessen“ reagiert, weist Polizei-Sprecher Klaus Laakman vehement zurück – und schildert seine Sicht der Dinge: Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sei rasch erkennbar gewesen, dass eine kleinere Gruppe unter den Studierenden „gewaltsam“ versucht habe, ins Innere des Gebäudes zu gelangen – an den dort postierten Absperrungen vorbei. „Akteure, die mit Schals, Sonnenbrillen, Kapuzenpullovern bekleidet waren, ihre Gesichter zum Teil verbargen.“
Die vorab mehrfach ergangene Aufforderung zur Umkehr sei nicht beherzigt worden. „So kam es vor dem Eingang zu Rangeleien und Handgreiflichkeiten mit eben jenem Personenkreis. Zwei Kollegen wurden hierbei verletzt, sie sind bis auf weiteres nicht dienstfähig.“
Rangeleien
Dass von jenen, die sich partout Zutritt verschaffen wollten, Straftaten wie Körperverletzungen oder Landfriedensbruch begangen wurden, steht für Laakman außerhalb jeglicher Diskussion. Um weitere Delikte abzuwehren, hätten die Beamten letztlich zum Pfefferspray gegriffen. „Wir wurden ja förmlich gezwungen, unsere Gegenüber auf Distanz zu halten“, betont er mit Nachdruck – Fakten übrigens, die durch eine Erstauswertung der Foto- und Filmdokumentationen „nur zu deutlich“ belegt würde. Und nicht zu vergessen: „Die insgesamt sieben Festnahmen sprechen für sich.“
Film- und Fotomaterial
In den nächsten Tagen will die Polizei nun das vorhandene Material weiter sichten, es sorgfältig daraufhin prüfen, „wer und in welchem Maße“ strafrechtlich auffällig wurde. Von dem Ergebnis hänge dann ab, gegen wen am Ende Anklage erhoben werde. Zum Schluss greift der Sprecher einen Aspekt nochmals auf: „Uns angesichts der Ereignisse vorzuwerfen, falsch eingestiegen zu sein, ist absolut ungerechtfertigt.“
Wolfgang Halberscheidt
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News von: AStA der Universität Münster
- [05.02.2010]Verantwortungsloser Umgang mit zukünftigen AbiturientInnen
2013 bewerben sich die ersten G-12 AbiturientInnen zusammen mit dem letzten 13-jährigen Abiturjahrgang an den Hochschulen um Studienplätze. Im Senat der Uni Münster wurde, am 3. Februar 2010, über ein neues Konzept zum doppelten Abiturjahrgang aus der Landesrektorenkonferenz berichtet. Dieses Konzept sieht vor, dass AbiturientInnen schon zum Sommersemester an den Universitäten immatrikuliert werden. „Das Semester würde schon beginnen, bevor die letzten Abiturprüfungen abgelegt wurden. Diese immense Doppelbelastung durch Abitur und vorzeitigen Studienanfang, ist nicht hinzunehmen. Das Konzept ist verantwortungslos und unüberlegt“, so Clarissa Stahmann, AStA-Vorsitzende der Uni Münster. Zudem bedeutet dies auch für die Universitäten einen organisatorischen Kraftakt, der für den AStA unmöglich scheint.

- [05.02.2010]Anwesenheitspflicht wird auf Druck der Studierenden abgeschafft
Die studentischen Senatsmitglieder haben in der Senatssitzung am Mittwoch, 3. Februar 2010, den Antrag auf Abschaffung der Anwesenheitspflicht eingebracht. Dieser wird von den nicht-studentischen Senatsmitgliedern unterstützt.
„Die Abschaffung von generellen Anwesenheitspflichten war eine wichtige Forderung der studentischen Proteste. Anwesenheitspflicht ist eine immense Belastung für Studierende, insbesondere für Studierende mit Kind, Studierende mit Behinderung oder mit chronischen Erkrankungen oder für Studierende, die einen zu betreuenden Pflegefall in der Familie haben“, sagt Clarissa Stahmann, AStA-Vorsitzende.
Einige Ausnahmen für Veranstaltungen, in denen Anwesenheit zum Beispiel aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nötig ist, wird es geben.

- [31.01.2010]Meld dich um – AStA startet Erstwohnsitzkampagne
In wenigen Wochen ist Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Studierende haben ihren Lebensmittelpunkt in Münster. Darum wirbt der AStA dafür, dass sich die Studierenden mit ihrem Erstwohnsitz in Münster anmelden.
Hochschulpolitik ist Ländersache. Somit haben Studierende bei dieser Wahl direkten Einfluss auf die Zukunft der hochschulpolitischen Bildung und Strukturen der Universitäten. Zentral wird dabei zum Beispiel die Kontroverse um die Abschaffung oder den Erhalt von Studiengebühren sein.
Der neue AStA wirbt nicht für eine Partei. Studierende sollen aber politische Teilhabe vor Ort ausüben, indem sie durch ihre Teilnahme an der Wahl am neunten Mai ihre Interessen wahrnehmen.
Als Kampagnenauftakt hat der AStA Plakate auf dem Unigelände aufgehangen, um die Studierenden über die Möglichkeit der Ummeldung zu informieren.
Hier könnt ihr euch in Münster anmelden:
Anschrift
Bürgerbüro Mitte im Stadthaus 1
Klemensstraße 10
48143 Münster
Tel: 0251 / 492-333-3
Fax: 0251 / 492-772-2E-Mail-Adresse
buergeramt@stadt-muenster.deÖffnungszeiten
Mo. 08.00 – 18.00 Uhr
Di. 08.00 – 18.00 Uhr
Mi. 08.00 – 18.00 Uhr
Do. 08.00 – 18.00 Uhr
Fr. 08.00 – 12.00 Uhr
Sa. 08.00 – 12.00 UhrBis Anfang April ist es möglich sich noch rechtzeitig für die Wahl in Münster anzumelden.
Hierbei wollen wir vor allem die Studierenden ansprechen, die von außerhalb NRW’s kommen.Für eine neue Bildungsperspektive!
Euer AStA-Team.

- [28.01.2010]Umbau des rechtswissenschaftlichen Seminars I – AStA setzt sich für Ersatz von Lernplätzen ein
Für Jura-Studierende beginnt am 31. März eine lange Phase der Umstellung. Wie auf verschiedenen Aushängen des juristischen Seminars bekannt gegeben wurde, wird das rechtswissenschaftliche Seminar I im Juridicum im Zeitraum vom 31.März – 30. April zunächst ausgeräumt und bleibt dann bis Dezember aus Umbaugründen geschlossen.
Viele Studierende sind verwirrt und haben Angst, dass sie es nicht schaffen sich auf ihre Klausuren vorzubereiten, ihre Haus- oder Seminararbeiten ordentlich durchzuführen oder gar ihre Examensvorbereitung ohne wichtige Lehrbücher und Kommentare gestalten zu müssen.
Der AStA hat auf Anfragen der Studierenden bereits reagiert und zusammen mit interessierten Studierenden sowie der studentischen Senatorin für den Fachbereich Jura in einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des juristischen Seminars Torsten Maag die verschiedenen Möglichkeiten zur Kompensation von Lernplätzen evaluiert.
Einige Möglichkeiten, wie das Aufstellen eines Zeltes im Innenhof des Juridicums, haben sich dabei als nicht praktikabel herausgestellt. Die Entscheidung wird wohl zwischen Containern hinter dem Juridicum und der Verlagerung eines Großteils der Bücher und Lernplätze in die Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums fallen.
Nach Angaben von Maag favorisiert das Rektorat die Containermöglichkeit. Im Gespräch mit Maag kristallierte sich allerdings heraus, dass die Studierenden die Möglichkeit der Verlagerung in die Aula bevorzugen. Diese befindet sich in nächster Nähe und stellt auch die favorisierte Variante des Dekanats dar. Allerdings stellt sich hier das Problem, dass die Aula für den Zeitraum von April bis Dezember bereits für zwei Veranstaltungen, die je eine Woche dauern belegt ist. Die Geschäftsführung des Seminars prüft im Moment noch, ob nicht auch diese verlegt werden können.
Am Montag treffen sich AStA und Fachschaft zu einem weiteren Gespräch mit dem Geschäftsführer Maag. Egal, welche Möglichkeit im Endeffekt umgesetzt wird, der AStA wird diesen Prozess begleiten und mithelfen, dass die Studierenden auch in der Umbauphase die Möglichkeit haben die Bücher und Arbeitsplätze des Seminars für ihr Studium zu nutzen.

- [25.01.2010]FiKuS-Vorstellung:
Wir kämpfen gegen die Benachteiligung von studierenden Arbeiter- und Angestelltenkindern an der Uni und im Bildungssystem
Studiengebühren, Jobben, Leistungsstress – das alleine für sich reicht schon. Aber für manche kommt noch etwas anderes hinzu: Sie fühlen sich fremd an der Uni und finden sich oftmals in den akademischen Arbeitsformen nicht so schnell zurecht. Und das trotz beispielsweise sehr guter Abiturnoten und großem Interesse am Fach. Schnell denkt man da, mit einem selbst würde etwas nicht stimmen. Wundert Euch nicht – Es liegt nicht an Euch. In keinem anderen Land werden Kinder aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien so stark benachteiligt wie in Deutschland – und das geht im Hochschulsystem weiter.
Wer viel neben dem Studium jobben muss, der hat es schwer, sein Potential voll auszuschöpfen. Kennt Ihr das? Manche bewegen sich wie selbstverständlich in der Uni und sind mit dem Prof per Du und Euch scheint er trotz Eures starken Engagements weniger zu beachten. Vielleicht liegt es am so genannten “Sozialen Habitus” (Bourdieu), den man weder einfach ablegen noch überspielen kann. Die “feinen Unterschiede” wirken fast nirgends so stark wie in dem sozialen Raum der Universität.Die Benachteiligung ist schon lange objektiv nachgewiesen – Die UNO kritisiert Deutschland
Das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Studierenden aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien zu unterstützen. Nur ein kleinerer Teil aus den Gesellschaftsschichten, die keine akademische Tradition haben, schaffen es in Deutschland an die Hochschule. Von 100 Kindern aus Familien mit akademischer Tradition nehmen etwa 83 ein Studium auf, von 100 Arbeiterkindern sind es nur 23, die es durch das deutsche Schulsystem bis zur Hochschule schaffen. Sogar der Menschenrechtsbeauftragte der UNO für Bildung, Vernor Munoz, hat Deutschland hierfür scharf kritisiert. Wir stehen also mit unseren Bemühungen auf der Seite der Weltgemeinschaft…
Hier noch eine andere Zahl, der vergleich der niedrigsten sozialen Herkunftsgruppe (etwa 49% der Bevölkerung) mit der höchsten sozialen Herkunftsgruppe aus der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks.
Im wievielten Semester bist Du denn ?
Die Benachteiligung zeigt sich auch in der längeren Studiendauer: Studenten mit niedriger sozialer Herkunft brauchen im Schnitt sehr viel länger als andere Studenten. Beträgt das Verhältnis der Studenten hoher sozialer Herkunft zu Studenten niedriger Herkunft 4:1 bis zum 13. Semester, so beträgt es ab dem 13. Semester nur noch 2:1. Es ist Euch manchmal peinlich, dass Ihr schon so lange studiert? Es könnte an der sozialen Herkunft liegen… Lasst uns drüberreden, wie wir auftretende Blockaden möglicherweise beseitigen können.
Die betroffenen wissen aus eigener Erfahrung, wovon wir hier in Form von Zahlen reden. Wer aus sogenannten „bildungsfernen Schichten“ kommt, hat es schwerer sich an der Universität zu orientieren. Umgeben von Studierenden mit anderen gesellschaftlichen Erfahrungen, oftmals auch mit mehr finanziellen Mitteln, haben es die 11% Studierenden aus Arbeiterfamilien nicht leicht und manchmal ist es schon eine Erleichterung mit anderen
Studierenden, die ähnliche Erfahrungen haben, zu reden.
Ach ja – was ist eine Arbeiterfamilie?
Wir rechnen nicht nur die „klassischen Arbeiter“ dazu, sondern auch Angestellte oder Kleinunternehmer mit geringem Einkommen. Diese Schichten, die zusammen fast 50% der Sozialstruktur in der Bundesrepublik ausmachen, sind von der Hochschulbildung in Deutschland fast ausgeschlossen. Und das merkt man auch am Klima, welches an einer Universität herrscht. Scheinbar unterschiedlich sind die strukturkonservativen Studenten aus besserem Hause und die linksorientierten Studierenden aus anderen, alternativeren akademischen Milieus. Die soziale Erfahrung, die man macht, wenn man aus einer Arbeiterfamilie kommt und den Bildungsaufstieg erlebt, können beide oftmals nicht nachvollziehen. Deswegen haben sich die studierenden Arbeiterkinder schon seit einigen Jahren an der Uni Münster organisiert und treffen sich zweimal im Jahr zu einer Vollversammlung, um über die Vertretung ihrer Interessen zu diskutieren. Einmal im Jahr werden zwei AStA-Referenten gewählt, die ein sogenanntes autonomes Referat leiten – das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende.
Das Referat hält das Bewusstsein für die „Soziale Selektion“ im Bildungswesen wach und organisiert beispielsweise öffentliche Veranstaltung zu dem Thema. Doch wir helfen Euch auch ganz praktisch und setzen uns für bessere Beratung und finanzielle Hilfen im Studium ein. Auch dem AStA selbst tut es gut, wenn hier die studierenden Arbeiterkinder etwas zu sagen haben, denn es gibt aufgrund unseres Blicks auf die gesellschaftlichen Verhältnisse Innovationen, die nur wir einbringen können.
Seit der Vollversammlung am 09. Dezember 2009 gibt es zwei neue und einen alten Referenten für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende:
Tobias Fabinger studiert mit Begeisterung Pädagogik, sowie Politikwissenschaft und Theologie und leitet zurzeit auch eine Studiengruppe zur Kritischen Theorie. Seine Vorerfahrungen liegen in der Arbeit mit benachteiligten
Jugendlichen, in der Umweltpolitik und in der intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Problematik der Sozialen Selektion. Er gründete auch die Bibliothek zum Thema Soziale Ungleichheit, die sich in den Räumen des AStA befindet. Ursprünglich kommt er aus Südhessen, fühlt sich auch in Münster wohl, vermisst aber den hessischen Apfelwein etwas. Politisch ordnet er sich als “sozialen Konservativen” ein.
Andreas Kemper hat seine Magisterarbeit über die Möglichkeiten der Bildungspolitik für Arbeiterkinder verfasst und schreibt nun in Soziologie an seiner Dissertation über “Klassismus”. Zu diesem Thema findet ihr mehr in seinem Klassismus-Blog.
Die aktuellen Vorhaben sind die Herausgabe des Magazins “The Dishwasher – Magazin für studierende Arbeiterkinder”, die Pflege des Netzauftritts des Fikus-Referates und das klassenspezifische Aufmischen der aktuellen deutschen Anti-Diskriminierungspolitik.
Reiner Steimel studiert als Bachelor Geschichte und Anglistik und beschäftigt sich v.a. mit der Geschichte und Repräsentanz sozialer Bewegungen. Als Referent versucht er daher, inhaltliche Veranstaltungen zum Thema anzubieten und so die Relevanz einer Kritik sozialer Selektion aufzuzeigen.
Unsere Sprechstunden:
Andreas: Montag 12 – 14 Uhr
Reiner: Donnerstag 12-14 Uhr
Tobias: Montag 16 – 18 Uhr
Aber auch sonst sind wir oft im AStA anzutreffen. Einfach mal reinschauen. Das Referat befindet sich im AStA-Häuschen “links vorm Schloss” im ersten Stock.
Ihr könnt und auch per E-mail erreichen: asta.fikus@uni-muenster.de
oder telefonisch: 0251 / 8322287

- [08.02.2010 | ECHO]
Die für Mittwoch, 10. Februar, um 12.15 Uhr vorgesehene Akademische Orgelstunde (Musik für Violine und Orgel mit Joachim Dorfmüller) in der Dominikanerkirche, Salzstraße, muss wie schon beim vergangenen Termin aus Krankheitsgründen leider ausfallen. Über einen Nachholtermin wird rechtzeitig informiert.
- [08.02.2010 | BFB]
Neun Mann hoch musste die Polizei sich am Samstag (6. Februar) gegen 23.40 Uhr auf der Hiltruper Marktallee Respekt verschaffen. Eine Schlägerei hatte die Uniformierten auf den Plan gerufen. Einer der Streithähne prügelte auf die Ordnungshüter ein und sollte in Gewahrsam genommen werden.
[06.02.2010 | ECHO]Münsters Hochschulen haben auch in den kommenden Tagen wieder verschiedene Angebote, die sich an die Öfentlichkeit richten. Kunst ist dieses Mal dabei, aber auch Religiöses und Hintergründiges über Buchgeschenke...
- [05.02.2010 | ECHO]
Anton Daitche hat heute für seine Diplomarbeit, die er am Institut für Theoretische Physik der Universität geschrieben hat, den "Infineon-Master-Award" für das Wintersemester 2009/2010 erhalten.
Die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihm im Rahmen einer Promotionsfeier durch den Fachbereich Physik und die Infineon AG, Warstein, verliehen.
[04.02.2010 | ECHO]Ein besonderes Zertifikat nahm in diesen Tagen der münstersche Professor für Zoll- und Verbrauchsteuerrecht, Dr. Hans-Michael Wolffgang, in Brüssel entgegen.



















Vermummung
Wenn die Polizei allerdings von vornherein einen Filmwagen der Demo vorweg fahren lässt und sich auch nach Diskussion mit der Demonstrationsleitung nicht darauf einlässt, dass bis dahin unzulässige Filmen zu unterlassen, dann wird es auch leicht verständlich, warum sich die Demonstrierenden vermummen.
Eine solche Vorgehensweise der Polizei erzeugt eben auch Gegenreaktionen.
Sehr lobenswert finde ich übrigens den Artikel, der beide Seiten beleuchtet und nicht nur die Pressemeldung der Polizei abdruckt.
Asta Demo
Ganz ehrlich - wer vermummt in vorderster Reihe steht und sich aufführt wie ein Halbwilder, der will alles, aber ganz sicher nicht friedlich demonstrieren!
Und wer tatsächlich friedlich ist sollte doch wohl so viel im Kopf haben, und sich entsprechend fern halten!
Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat, wo nicht jeder machen kann, was er will. Fotos und Fernsehbilder waren schon erschreckend - was muss erst alles auf den Polizeifilmmaterial zu sehen sein...
Das ist wie beim Fußball, keiner hat was gemacht, vermummt wird sich trotzdem! Und am Ende ist dann die Polizei schuld, die teilweise nicht nur die Veranstaltung, sondern sich selber schützen wollte und musste!
Was erwarten "friedliche" Demonstranten dann? Wie sollen sich die Beamten verhalten? Allen über den Kopf streicheln? Liebe Demonstranten! Ihr wollt doch Deutschlands Zukunft sein! Da kann man mehr erwarten! Einfach nur traurig!!!