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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Leckere Hühnersuppe für Münsters Bürger: "Draußen"-Gratis-Aktion findet reißenden Absatz

Zoodirektor Jörg Adler teilt Suppe aus

Zoodirektor Jörg Adler hat an der Danke-schön-Aktion des "draußen"-Teams sichtlich Spaß: Gern füllt er den drei jungen Damen die warme Hühnersuppe ein. [Foto: Halberscheidt]

[22.12.2008 | Münster | HDT]

„Kommen Sie, kommen Sie“, wirbt Zoodirektor Jörg Adler, „hier gibt’s eine kräftige Suppe, von glücklichen Bio-Hühnern“ - und die Leute in der Ludgeristraße, sie bleiben stehen, nehmen dankbar den Plastikbecher mit der warmen Mahlzeit in Empfang. „Hmmh, lecker“, meint Hannes Lambacher, Leiter des Stadtarchivs, „da steckt  vor allem ordentlich Fleisch drin.“

Montag, 12 Uhr, Treffpunkt Fußgängerzone: Der Stab des Straßenmagazins „draußen“ bedankt sich per Gratis-Ausschank für die respektable Unterstützung, mit der Münsters Bürger in den letzten Monaten das Heft finanzierten. „Stimmt“, bestätigt Horst Gärtner, erster Vorsitzender des Fördervereins, „zuvor waren  Gelder weggebrochen. Doch dank der großzügigen Einnahmen können wir wieder aufatmen." So habe man zum einen die Auflage deutlich gesteigert, zum anderen viel Zuspruch erhalten – Spenden, E-Mails, Schulterklopfen, „einfach jede Menge netter Gesten“.

Ausdehnung in der Region

Außerdem sei es gelungen, für das Heft auch in Burgsteinfurt bzw. Borghorst Abnehmer zu finden. „Tendenziell denken wir daran“,  sagt der frühere Chef des hiesigen Sozialamts,  „uns stärker in der Region auszudehnen, Münster ist und bleibt aber das Kerngebiet.“

Am Essensstand des "draußen"-Straßenmagazins herrscht am Montagmittag reger Andrang: Die Portion Hühnersuppe, sie findet bei den Passanten reißenden Absatz. Foto: Halberscheidt 

Bis Heilig Abend, 14 Uhr, werden die Zeitungsmacher ihr Essensangebot offerieren, wollen somit auf ihre Weise die empfangenen Aufmerksamkeiten zurückgeben. Damit die Ordonannzen über reichlich Vorrat verfügen, hat Markus Kipp, einer der zahlreichen Ehrenamtlichen, schon am Wochenenende 130 Liter Hühnersuppe vorgekocht. Kaum öffnet er den Deckel und taucht die Schöpfkelle in den Riesen-Behälter, stehen die Ersten bereits Schlange. Personen jeglichen Alters. "Tolle Idee", loben die Teenager, sie bitten gar um einen kleinen Nachschlag.  

"Hilfe als Selbstverständlichkeit"

Adler, der Unermüdliche, lockt unterdes ständig neue Kunden herbei. „In unserer Stadt“, überlegt er nachdenklich, „gibt es noch eine andere Wirklichkeit als die der Arkaden. Mich daher für jene zu engagieren, die der Hilfe bedürfen, ist eine Selbstverständlichkeit, zumal so kurz vor dem Fest.“  

Spricht's, und schwärmt wieder aus. Hin zu den Passanten. Eine höfliche Begrüßung, ein aufmunterndes Gespräch – etliche Bürger lassen sich vom Tierpark-Chef gern zu einer Stippvisite am Stand überreden. Der Eintopf, er scheint ihnen sichtlich zu schmecken. Bevor sie wieder im Pulk untertauchen, setzt es noch freundliche Weihnachtsgrüße. Und siehe da: In der aufgestellten Spardose klimpern die Euro-Stücke immer kräftiger.

Weitere Ehrengäste wie Preußen-Teammanager Carsten Gockel, Radrennfahrer Mitja Schlüter oder UWG-Oberbürgermeisterkandidat Fritz Pfau gehören ebenfalls zur Riege derer, die beim Austeilen der Terrine mit gutem Beispiel vorangehen.

Wolfgang Halberscheidt

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