login | registrierung

Benutzeranmeldung

TOP-Aktuelles

echo-Logo
[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

mehr
 

The Show Must Go On: Erst bei Peter Maffay, dann für Udo Lindenberg

Steffi Stephan und Peter Maffay

Zwei gute Freunde: Steffi Stephan und Peter Maffay. Zum Konzert in der Halle Münsterland hatte der Jovel-Mann seinen Bass mitgebracht - für ein musikalisches Intermezzo. [Foto: Alexandra Adrian]

[19.02.2009 | Münster | HDT]

Leise Schlagzeug-Wirbel, zarte Akkorde. Das dezente Intro für eine warme Ansage: Einen „lieben, lieben" Kollegen gelte es jetzt zu begrüßen, kündigt Peter Maffay dem Publikum im ausverkauften Messe und Congress Centrum am Albersloher Weg die ganz besondere Zugabe an. „Wenn wir in seiner Heimatstadt gastieren, gehört er einfach zu uns – Steffi Stephan.“  

Die Antwort? Kräftiger Applaus – und innige Umarmungen auf dem Podium. Bandmitglieder wie Carl Carlton und Jean-Jacques Kravetz eilen auf ihren Freund zu, fallen ihm um den Hals. Man kennt sich, man schätzt sich. Kurzer Blickkontakt zu Drummer Bertram Engel, da steht der Jovel-Chef bereits im Scheinwerferlicht, zupft die Saiten für jenen Song, den er in den Achtzigern so manches Mal gemeinsam mit dem Rockstar anstimmte: „Eiszeit“.

Rüstungswahnsinn

Das Lied aus der Ära, als auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs der Rüstungswahnsinn tobte, bis schließlich doch der Mauerfall passierte. „Verdammt lang her“, überlegt Stephan am Morgen nach dem Kurz-Auftritt. Und obwohl er seitdem nicht mehr zu Maffays Stammbesetzung gehört, bereitet es trotzdem Riesen-Spaß, gelegentlich für ihn wieder auf die Bühne zu steigen. „Wir sind und bleiben Kumpels.“

Deshalb hätte ihm Bassist Steffi auch allzu gern seinen neuen Szene-Club im ehemaligen Kiffe-Bau gezeigt –  nur wenige Meter von der Halle entfernt. „Doch schade, nach dem Konzert musste die ganze Truppe schnell einpacken, zumal der Busfahrer wegen der wittrigen Wetterverhältnisse zum Aufbruch mahnte. So ergab sich keine Gelegenheit mehr für eine Besichtigung.“   

Drei Nominierungen

Während  Stephan noch über vergangene Begegnungen mit Maffay nachsinnt, holen ihn die aktuellen E-Mails in die Wirklichkeit zurück. An diesem Wochenende verlangt ein anderer Meister nach ihm – Boss Udo Lindenberg, the one and only. Der hat wiederum Großes zu erledigen, darf sich mitsamt dem Panikorchester rühmen, bei der Verleihung des Echo-Musikpreises (live: ARD, 21. Februar,  ab 20.15) gleich in drei Sparten nominiert zu sein - als bester nationaler  Künstler, für das Album des Jahres 2008 ("Stark wie Zwei") sowie für die überzeugendste DVD.  

Ein strammes Programm, das da in der Bundeshauptstadt auf den Münsteraner wartet. „Am Freitag reise ich Richtung Berlin, anschließend wird geprobt. Einen Abend später findet die Auszeichnung statt. Nach dem Frühstück am Sonntag geht's dann mit dem Auto zurück."

Persönliche Verbindungen

Zwischendurch, während der Pausen, will er die persönlichen Verbindungen nutzen, um dem ein oder anderen Kollegen den Auftritt im einstigen Autohaus schmackhaft zu machen. „Alles, was Rang und Namen hat, ist bei der Gala versammelt. So werde ich zwangsläufig die Fühler ausstrecken.“

Wolfgang Halberscheidt

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:

Maffay rockt die große Halle

Echo-Gala: Kein Dresscode-Problem ...