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Polizeieinsatz an der Grevener Straße: Versorgungsleitungen im Haus 53 werden gekappt, Beamte sichern Baustelle
Die Polizei war angefordert worden, um die Baustelle vor dem Haus Nr. 53 an der Grevener Straße zu sichern: Dort musste ein Bautrupp die Versorgungsleitungen abtrennen. [Foto: Kern]
Seit Montagmittag sichert die Polizei mit einem größeren Aufgebot das Haus 53 an der Grevener Straße: Die Beamten sollen jetzt durchsetzen, dass die jeweiligen Versorgungsleitungen abgetrennt werden können (echo-muenster berichtete).
Am Morgen wurde eine Fachfirma damit beauftragt, die Anschlüsse für die beiden unmittelbar vom Abriss bedrohten Gebäude zu kappen. Kurze Zeit danach hatten Besetzer den vom Bautrupp mitgebrachten Schaufelbagger in Beschlag genommen, hatten zudem direkt vor dem Eingang jene Stelle blockiert, die für den Aushub vorgesehen war. Nachdem vor Gebäude 55 der Gehweg aufgerissen worden war, stellten sich die Aktivisten in die Baugrube, um die Arbeiten erneut zu verzögern.
Auch die Baugrube wurde von den Aktivisten besetzt: Nicht ungefährlich, wenn Leitungen offen liegen und beschädigt werden können. (Foto: Kern)
Polizeibegleitung
Das Einsatzkommando forderte sie auf, den direkt angrenzenden Bereich zu verlassen, auch die Bürgersteige mussten laut Order geräumt werden. Die Gegenseite reagierte zunächst mit Ignoranz, zog dann aber nach und nach auf die gegenüberliegende Straßenseite ab. Lediglich die den Bagger blockierende Person wurde von ihrem Platz gezogen, um anschließend in Gewahrsam genommen zu werden. Während dieser Zeit war die Fahrbahn beidseitig gesperrt, später dann konnte der Verkehr weitgehend ungehindert fließen. Die jungen Leute sammelten sich - unter Polizeibegleitung - in Höhe des Kanonierplatzes.
Nur unter Einsatz der Polizei konnten die Bauarbeiten an der Grevener Straße 53 durchgeführt werden. (Foto: Halberscheidt)
Bereits morgens hatten Mitglieder der Initiativgruppe mit Wasser gefüllte Luftballons auf den Bürgersteig geworfen, um dadurch die Arbeiten erneut zu verzögern. Sobald Michael Toddenroth, Leiter der Hausverwaltung bei der für die Nummern 53 und 55 zuständigen Wohn + Stadtbau, diese Aktionen registrierte, bat er die Polizei mit Blick auf die „erhebliche Verkehrsgefährdung“ um Amtshilfe. Später muss sich im Präsidium ein Handwerker gemeldet haben, der nach eigenen Worten ziemlich "sauer" darüber war, dass nur kurz neben ihm eine dieser Wasserbomben aufgeplatzt war. Bis zum frühen Abend konnten die Maßnahmen ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden, der festgenommene Besetzer durfte wieder zur Gruppe stoßen.
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