Kritik an fehlender Medien-Bildung: Manifest und Praxis-Angebot für den Ganztag
Dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen - eine Forderung, die Prof. Dr. Bernward Hoffmann unterschreiben kann. Und das nicht nur sinnbildlich.
Der Pädagoge der Fachhochschule Münster wird am Samstag, 21. März, für den Bundesvorstand der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur ein medienpädagogisches Manifest auf einer internationalen Fachkonferenz in Magdeburg unterzeichnen. Darin halten der Hochschullehrer vom Fachbereich Sozialwesen und seine Kollegen aus zentralen Verbänden und Einrichtungen der Medienpädagogik ihr Anliegen auch schriftlich fest.
Medien-Grundbildung für Pädagogen notwendig
„Pädagogische Fachkräfte erhalten keine ausreichende Mediengrundbildung", nennt Hoffmann den Anlass für das Manifest. Dabei sei die Vermittlung eines kompetenten Umgangs mit Computerspielen, Internet oder Handy eine der zentralen Bildungsaufgaben der heutigen Zeit. Nur dadurch könnten Kinder und Jugendliche sinnvoll, reflektiert und verantwortungsbewusst Medien nutzen.
"Aktivierende Medienarbeit"
Doch Hoffmann stellt nicht nur Forderungen. Wie Schüler in Münster die gewünschten Fähigkeiten erwerben können, das vermittelt der Pädagoge auch praktisch. „Aktivierende Medienarbeit im Ganztag" heißt ein Projekt, in dem die Hochschule und das LWL-Medienzentrum gemeinsam Studierende und Lehrer für eine Kooperation zur medienpädagogischen Praxis in der Schule qualifizieren möchten. Interessierte Schulen oder Pädagogen im Ganztag sind zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 25. März, 15 bis 17 Uhr im LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenbergstraße 14, Raum C 1.05 eingeladen.
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