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Das Stadtmuseum wird 30: Ausstellungen erzählen Münsters facettenreiche Geschichte

"Herrin ihrer Kunst" - die Hommage an eine starke Münsteranerin: Elisabet Ney. Im Stadtmuseum wurde an das Lebenswerk der Bildhauerin erinnert. [Foto: PD]
Das Stadtmuseum wird 30. Seine Geschichte lässt sich auch in Ausstellungen erzählen. Die Dauer- als auch Sonderreihen vermitteln den Besuchern umfangreiche Einblicke in die Geschichte Münsters.
Das Herz des Hauses ist zweifellos die Schausammlung zur hiesigen Historie im ersten und zweiten Obergeschoss. Den roten Faden durch die Jahrhunderte bilden zahlreiche Stadt- und Architekturmodelle sowie anschauliche digitale Animationen, die Gestalt und Wandel Münsters vom Jahr 793 n. Chr. bis heute wiedergeben.
Neuanschaffungen
In 33 Kabinetten sind die zentralen Themen und Ereignisse aus Münsters langer Vergangenheit chronologisch präsentiert. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden diese Bereiche kontinuierlich umgestaltet und erweitert. Auch Neuanschaffungen und Schenkungen sorgen immer wieder für neue Akzente.
Ergänzend dazu bieten rund um das Jahr zahlreiche Sonderausstellungen vertiefte Einblicke in die großen und kleinen Themen der Stadtgeschichte sowie zur Kunst und den Künstlern der Region. Zusätzlich ergänzen vor allem die seit 1991 von der Friedrich-Hundt-Gesellschaft regelmäßig organisierten Fotokunstausstellungen die internen Produktionen.
Glanzstück
Die enge Zusammenarbeit mit dem Förderverein Stadtmuseum Münster e.V. hat wesentlich zur Entwicklung des Hauses beigetragen. 1992 hat der Verein beispielsweise sowohl selbst eine bedeutende Summe zum Kaufpreis des Goldschmiedeschilds von Herman Potthof aus dem Jahr 1613 beigetragen, als auch dafür gesorgt, dass durch Privatpersonen, Firmen und weitere Förderer aus der Stadt und der Region dieses Glanzstück für die Schausammlung erworben werden konnte.
Zu den vielbeachteten Exponaten im neuen Gebäude an der Salzstraße zählten in den Neunzigern die Präsentationen zum bedeutenden münsterschen Architekten Johann Conrad Schlaun oder der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, deren 200. Geburtstag im Jahr 1997 gefeiert wurde. Mehr als 120 000 Besucher strömten ein Jahr später ins Stadtmuseum, als "Münster und der Westfälische Frieden" 350 Jahre nach dem Friedensschluss aufwändig inszeniert wurde.
Historisches Kunstgut
1999 konnte historisches Kunstgut von nationaler Bedeutung für Münster gesichert werden: Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW, des Beauftragten der Bundesregierung für Kunst und Medien und der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung wurden wertvolle Porzellantableaus und mittelalterliche Elfenbeinreliefs des fürstbischöflichen Ministers Ferdinand von Plettenberg erworben.
"Das Königreich der Täufer" verlangte im Jahr 2000 nach einer Präsentation unter Berücksichtigung neuester Forschungen, die viel Beachtung fand. Die zentralen Erkenntnisse fanden sich bald darauf im neugestalteten Täuferkabinett in der Schausammlung wieder. Neben historischen Fakten geht es dem Stadtmuseum immer auch um eine anschauliche Darstellung der Geschichte und die Kombination von wissenschaftlich hochwertigen mit originellen Objekten.
Seltene Leihgaben
2004 läutete die Fotoausstellung "Die fetten Jahre" die erfolgreiche Reihe von zeitgeschichtlichen Präsentationen zur Stadtgeschichte ein, die seither im jährlichen Wechsel Presseaufnahmen und private Fotografien der 1950er bis 1970er Jahre aus Münster zeigen. Zu den bisher fünf Präsentationen kamen bislang über 180 000 Besucher, mehr als 12 000 Kataloge wurden verkauft.
"Liudger wird Bischof": das Bistumsjubiläum 2005 gab dem Stadtmuseum die Gelegenheit, mit seltenen Leihgaben aus dem In- und Ausland den Beginn der Stadtwerdung vom 8. bis ins 12. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. In Kooperation mit der Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe war es möglich, Grundlagenforschung in verständlicher Form an die interessierten Bürgerinnen und Bürger zu vermitteln. Archäologische Funde und neue Grabungsergebnisse aus Münster selbst bildeten die Grundlage für die Neugestaltung der ersten Kabinette der Schausammlung nach Beendigung der Sonderausstellung.
Wiederentdeckungen
Mit der Ausstellung "Herrin ihrer Kunst" zur gebürtigen Münsteranerin Elisabet Ney setzte das Stadtmuseum im Jahr 2008 die Wiederentdeckung nahezu vergessener berühmter Einheimischer fort. Unter Schirmherrschaft des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika, wo die Bildhauerin seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ihre zweite Karriere gestartet hatte, entstand eine umfangreiche Inszenierung ihres Lebens und Werks, zu der der Förderverein Stadtmuseum Münster e.V. mit der Erwerbung der "Büste eines Knaben" für das Stadtmuseum beitrug.
[14.05.2010 | ECHO]Eindrucksvoll, feinsinnig und bisweilen leicht ironisch präsentieren sich ab Sonntag, 16. Mai, 160 Meisterwerke in schwarz-weiß von elf litauischen Fotografen im münsterschen Stadtmuseum.
[05.05.2010 | ECHO]Ob berühmte Modelle oder längst vergessene Exoten: Die Sonderausstellung „Träume auf Rädern“ faszinierte nicht nur Autoliebhaber. Letzte Gelegenheit für einen Rundgang durch die anschauliche Fotoschau ist am Samstag, 8. Mai.
[30.04.2010 | HDT]Zeitreisen durch das Münster der letzten 60 Jahre. Spannend erzählt, anschaulich ins Bild gesetzt. In seinem neuen Mittwochstreff lädt das Stadtmuseum zu informativen und vergnüglichen Ausflügen durch die Stadtgeschichte ein. Auftakt ist am Mittwoch, 5. Mai. Dann geht es um den Zeitraum zwischen 1950 und 1958 - Jahre, in denen es steil nach oben ging.
[22.04.2010 | ECHO/HDT]Markenwechsel in der Sonderausstellung „Träume auf Rädern“: Das Auto vom Typ Isar T 600 glänzt jetzt neu im Schaufenster des Stadtmuseums an der Salzstraße. Ende 1956 entstand in der Firma Hans Glas in Dingolfing die Idee vom „großen Goggomobil“.
[01.04.2010 | ECHO]Noch bis Sonntag, 11. April, präsentiert die Friedrich-Hundt-Gesellschaft im Stadtmuseum Münster Fotografien von Frank Kunert. Der Künstler entwickelt in akribischer Arbeit detaillierte Miniaturwelten, deren feine Ironie, und oft auch schwarzer Humor, sich erst auf den zweiten Blick enthüllt.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



