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Launige Zweieinhalb-Stunden-Show: VIPs plauderten auf Adam Rieses Talk-Sofa nette Anekdoten aus

Gruppenbild mit Gastgeber: Moderator Adam Riese (vordere Reihe, Mitte) durfte zufrieden sein - mit sich, seinen Ehrengästen und dem Produktionsstab. [Foto: Halberscheidt]
Ein ausverkaufter Saal, ein zufriedenes Publikum. Nette Ehrengäste und der Showmaster gut aufgelegt – wie immer: Zweieinhalb Stunden lang bot Adam Riese im Pumpenhaus amüsante Sofa-Plaudereien, entlockte den Gesprächspartnern gar manch nettes Geheimnis.
Wer hatte schon bis Sonntag jemals davon gehört, dass sich Ingrid Klimke, die Gold-Königin, bei einem Foto-Shooting hoch zu Ross in Abendkleid und High-Heels ablichten ließ? Und dass die Offiziellen deshalb mit ihr beinahe geschimpft hätten? Oder dass daheim ein prallgefüllter Ordner existiert, in dem sie die Glückwünsche für den Olympia-Sieg aufbewahrt? Übrigens – die Medaille, von Rieses Assistentin Isabell im Schatzkästchen wohlbehütet präsentiert, durfte auf Wunsch von Zuschauern angefühlt werden.
Viele Professionen
Klimke – eine moderne, liebenswürdige Frau mit vielerlei Professionen. Dieses Bild zeichnete der Moderator beim gemeinsamen Talk. Im Hauptberuf Grundschullehrerin, ist sie überdies als Buchautorin und Filmproduzentin tätig, widmet sich darüber hinaus voller Elan der Ausbildung ihrer Vierbeiner.
Inzwischen scheinen sich auch die Besitzverhältnisse um Schützling „Abraxxas“ geklärt zu haben: Unlängst, erzählte die Sportlerin, habe eine Sponsorin angerufen und Bereitschaft bekundet, sich finanziell zu engagieren. Es war ein Telefonat mit klarer Botschaft: Reiterin und Pferd, das Erfolgs-Gespann, sollen auf keinen Fall voneinander getrennt werden.
Szene-Applaus
Als nicht minder sympathisch entpuppte sich Sängerin Stephanie K., die gebürtige New Yorkerin. Mit Blick auf den Zusammenhalt der Familie – dem Gatten war eine Uni-Stelle angeboten worden – wechselte sie in die Westfalen-Stadt, fand schließlich über den Männergesangsverein Cäcilia Havixbeck, bei dem die Jazzerin kurzfristig einsprang, eine neue musikalische Heimat. Inzwischen tourt sie ua. mit Bühnen-Partner Jürgen Knautz durch die Clubs.
Munteres Sofa-Duo: Showmaster Adam Riese, selbst gut aufgelegt, animierte Ehrengast Ingrid Klimke zu launigen Plaudereien. So erzählte die Sportlerin, wie sie sich für ein Foto-Shooting hoch zu Ross mit Abendkleid und High-Heels ablichten ließ. Foto: Tom Heyken
Spontanen Applaus setzte es, als die immer noch „leidenschaftliche“ Amerikanerin Super-Man Barack Obama als „den Besten“ bezeichnete, den die Vereinigten Staaten derzeit aufbieten. „Ein vernünftiger, besonnener Präsident“ – die kleine, aber deutliche Anspielung auf den Vorgänger, dessen Amtszeit K. wohl in schlechter Erinnerung bleiben wird.
Baseball-Coach
Im direkten Vergleich zwischen NYC und MS, dem alten und jetzigen Wohnort, schnitt die US-Metropole wesentlich besser ab. Bei der Gegenüberstellung von Baseball und Speckbrett etwa entschied sich die Künstlerin für die erste Disziplin. Kein Wunder: der Herr Papa arbeitete einst als Coach. Dass die Tochter stimmlich allerhand zu bieten hat, bewies sie durch die Session mit der von Markus Paßlick betreuten Original Pumpernickel-Formation.
Nach der Pause musste er sich ausfragen lassen - Leonard Lansink alias Georg Wilsberg. Einer, der das örtliche Flair als „freundlich“, „nett“, „anheimelnd“ charakterisierte. „Am besten jedoch“, schob er hinterher, „gefallen mir die Münsteranerinnen.“ Die lernt der Schauspieler zumeist bei den ausgedehnten Streifzügen durch das örtliche Nachtleben kennen. O-Ton: „Ich gehöre zu denen, die nur wenig Schlaf brauchen, bin deshalb lange unterwegs“ – was Riese wiederum gleich testen wollte: Als er dem Gegenüber Bildfragmente aus lokalen Cafès und Kneipen vorführte, konnte der ZDF-Star die Ausschnitte mehrheitlich zuordnen.
"Trümmer-Transe"
Wie er die Freizeit verbringe, wenn nicht gedreht würde, wollte der Interviewer wissen. Antwort? „Ich faulenze gern.“ Was etliche Besucher bis dahin nicht wussten: In der Nachbarstadt Hamm zur Welt gekommen, besuchte Lansink später ein Essener Gymnasium, studierte anschließend Medizin, schmiss letztlich aber hin, weil ihm der Nebenjob im Krankenhaus persönlich zu nahe ging. Nach der Ausbildung an der Folkwang-Schule begegnete er irgendwann Bayern-Original Ottfried Fischer, fortan duzte der Theater-Mann halb München.
Einlage als Sänger: Gemeinsam mit Jazz-Interpretin Stephanie K., einem anderen Talk-Gast aus der aktuellen Adam Riese Show, griff Schauspieler Leonard Lansink zum Mikrofon. Foto: Tom Heyken
Eines Tages meldete sich das Fernsehen: Da gab's „Tatort“-Einsätze an der Seite von Götz George, im Leinwand-Bestseller „Knockin' on Heaven's Door“ zählte neben anderen Kollegen auch Til Schweiger zum Aufgebot. Für das „Kondom des Grauens“ musste Lansink nach eigenen Worten eine „Trümmer-Transe“ verkörpern, mit der alten Hildegard-Knef-Perücke auf dem Kopf. Bis ihm schließlich die Leib- und Magenrolle des kauzigen Privatdetektivs angeboten wurde, er nur kurz zögerte. Der Rest? Eine erfolgsstory.
Autogrammjägerinnen
Die Zwei – der eine links, der andere rechts – hätten auf der Couch noch munter weiter parlieren können, so launig verlief deren Unterredung. Bevor die Lichter im Saal dann wieder aufflammten, griff der Krimiheld zum Mikrofon - für ein Duett mit Stephanie K. Den Kugelschreiber musste er ebenfalls mehrfach zücken: Autogrammjägerinnen wollten von ihm höchstpersönlich die Unterschrift ergattern.
Wolfgang Halberscheidt
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