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Der Heimatabend mit Paule und Leo: Wilsberg-Stars baten münstersche Künstler zum Familienfest

"Wilsberg"-Krimiheldin Ina Paule Klink glänzte beim Benefiz-Abend für die Krebsberatungsstelle als Frontfrau, die Zwillinge assistierten ihr dabei als Verstärker. [Fotos: Frobusch]
Die Hälfte seiner Handykosten hatte Markus Paßlick im vergangenen Monat darauf verwandt, um zwischen den beteiligten Bandmitgliedern detaillierte Absprachen zu treffen. Am Montag, nach über zweistündigem Konzert, strahlte der Kapellmeister übers ganze Gesicht: die ganze Telefoniererei, sie war höchst erfolgreich gewesen.
Seite an Seite mit der „Original Pumpernickel“-Formation sorgte er für den passenden Rahmen beim Heimatabend mit der ganz speziellen Note. Auf Einladung von Ina Paule Klink und Leonard Lansink, den Sympathieträgern aus der ZDF-„Wilsberg“-Serie, versammelte sich im Heaven eine namhafte Künstlerschar - der Benefiz-Auftritt zu Gunsten der Krebsberatungsstelle.
Gemütlicher Umtrunk
Ausgeheckt hatten das Projekt die zwei Krimi-Helden - während eines gemütlichen Umtrunks mit Paßlick, der zugleich die Kontakte zur hiesigen Szene vermittelte. Er musste die Mitstreiter nicht lange überzeugen: Etliche Protagonisten sagten spontan ihre Teilnahme an der Wohltätigkeitsveranstaltung zu.
Ideenstifter, Einlader, Gastgeber - und obendrein als Gesangspärchen im Einsatz: Leonard Lansink und Ina Paule Klink. Foto: Frobusch
Und weil alle bestens miteinander können, bereits so manches Mal vor und hinter den Kulissen zusammengetroffen sind, kam rasch Stimmung wie beim Familienfest auf: Locker-leger ging’s zur Sache.
Da lieferten sich Country-Rocker Johnny Ketzel und Bestseller-Autorin Sandra Lüpkes ein grandioses Doppel, das A-cappella-Ensemble der 6-Zylinder stieg nach dem eigenen Kurz-Auftritt als Hintergrundchorus für die Crossover-Spezialistin Nikola Materne ein weiteres Mal auf die Rampe, die Gebrüder Bracht - das immer muntere Zwillingspärchen - erinnerten an das persönliche Lebensmotto: „Beide oder keinen“.
Musik als große Liebe
Außerdem reichten sich Songwriterin Stephanie K. und Jungspund Aaron Jöcker, der unlängst beim NRW-Nachwuchswettbewerb „Jugend jazzt“ den ersten Platz belegte, im flotten Wechsel das Mikrofon weiter.
Zwischendurch - mal als Solo-Interpreten, mal in trauter Zweisamkeit auf dem Podium präsent - trumpften die Gastgeber auf. Lansink (s. Foto rechts) hatte bereits am Vortag, während der Adam Riese Show, für seine Performance als Hobby-Sänger geübt, ließ nun mit dunkler, satter Stimme von sich hören.
Klink (s. Foto links) wiederum bewies, warum neben der Schauspielerei - „sie ist die Hauptsache“ – die Musik als große Liebe gilt: Den Part der souveränen Frontfrau erledigte die Gute mit links.
Pop-Karriere
Kein Wunder: Dank der fachlichen Vorbildung hatte sie im Teenageralter tatsächlich mit einer Karriere im Popbusiness geliebäugelt. Später zog "Paule" mit der Casting-Combo Bro`Sis durch die Lande, auch Bela B. von den "Ärzten" schien ihre Art zu mögen - und verpflichtete sie für die "Bingo"-Tour.
Von Paßlick unterstützt, hatte Moderator Riese manch witzigen Gag auf Lager. Doch gerade er - ein Mann des Wortes - hat mehr zu bieten als in fast jeder zweiten Ankündigung für die Damen-Welt von "der Fantastischen", "der Wunderbaren", "der Einzigartigen", "der Göttlichen" zu sprechen. Auf Dauer wirken derlei Zuschreibungen leicht übertrieben. Oder klingt da etwa Götz Alsmann durch, der solche Anpreisungen als individuelles Markenzeichen pflegt? Egal: Insgesamt wurde das Publikum in der ausverkauften Halle von dem Duo launig, obendrein fachkundig durch das Programm geführt.
Stattliches Sümmchen
Die schönste Nachricht zum Schluss: Sämtliche Mitwirkenden verzichteten auf Gagen, darüber hinaus musste weder Saalmiete bezahlt noch das Service-Personal entlohnt werden. Gestiftet wurde überdies von Hausherr Pitti Duyster der Reinerlös bei den Getränkeeinahmen, die Sparda-Bank wiederum übernahm die Sachkosten. So dürfte ein stattliches Sümmchen übrig bleiben. "Gegenwärtig", betonte Gudrun Bruns, Chefin Leiterin der Krebsberatungsstelle, am Morgen danach auf Anfrage, "muss noch eifrig gerechnet werden. Ich erwarte unterm Strich eine höhere vierstellige Summe, zumal schon der Kartenverkauf 4000 Euro erbrachte."
Country-Rocker Johnny Ketzel sowie die Bestseller-Autorin Sandra Lüpkes lieferten sich auf der Heaven-Bühne ein grandioses Duett. Foto: Frobusch
Bereits direkt nach dem Finale hatten sich die Diplom-Sozialpädagogin sowie der Fördervereins-Vorsitzende Prof. Olaf Arlinghaus noch auf der Bühne per Handschlag für das "gelungene Konzert" und die "tolle Atmosphäre" bedankt. Als besondere Aufmerksamkeit gab's den Blumenstrauß und einen edlen Tropfen.
Fazit: Ähnlich wie das Promi-Kellnern verlangt der erfolgreiche Ablauf nach einer Wiederholung. Doch Bruns wollte nicht vorgreifen: "Das müssen wir gemeinsam entscheiden", meinte sie, fügte aber feinsinnig hinzu: "Allen gefallen hat es ja ..."
Wolfgang Halberscheidt
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Launige Zweieinhalb Stunden-Show ...
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www.AdamRiese.net
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