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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Pferde-Mythos dient der Produkt-Marke

Automarke Mustang in Pferdearena

Ein Mustang der besonderen Art gibt es in der Arena des Hippomaxx zu sehen. [Foto: Maleska]

[27.11.2007 | Münster | KMA]

Das Hippomaxx hat Winterpause. Bei Schnee, Eis und Matsch transportieren die Besitzer ihre kostbaren Tiere nur ungern, um nicht ihr Wohl zu riskieren. Dennoch steht ein wundervoller Mustang in der Arena. Ungewöhnlich rot glänzendes Fell, lackschwarze Hufe und blitzende Augen. Im übertragenen Sinne. Denn dieses Tier ist ein Sportwagen.

Der Mythos und sein Werbe-Effekt

Evolution des Pferdes, Biologie des Pferdes, das Pferd als Begleiter des Menschen auf zahlreichen Ebenen – alles Themen, die neben den lebendigen Shows in der Hippomaxx-Arena das Publikum ins Pferdemuseum strömen lässt. In der neuesten Ausstellung allerdings geht es um das nicht Greifbare an diesem Tier, um Eotionales, Symbolisches, Mythisches – und seinen Nutzen für die Werbung.

Von Plastik-Palominos und Marlboro-Machos

„Markenzeichen Pferd – das Pferd in der Werbung“ heißt die Ausstellung, die von Freitag, 30. November bis zum 31. Juli im Westfälischen Pferdemuseum mit vielen Exponaten zu sehen ist. Oder besser: Die ein Wiedersehen mit zahlreichen Bildern verspricht, die Besucher in entsprechenden Altersstufen nur noch zu gut kennen: Das Palomino-Pferdchen der gleichnamigen C&A-Marke für Kinderbekleidung etwa. (Genau die, die zwar klasse aussahen, aber mit denen man nicht spielen konnte, weil die nicht frei standen und immer umfielen). Oder mit den harten Marlboro-Cowboys aus der Werbung. Ohne Pferde undenkbar. Auf einer Leinwand reihen sich die Werbespots mit den Hauptdarstellern „Pferde“ aneinander. Benetton – richtig, die hatten ja diese Serie Aufsehen erregender Werbebilder, um ihre „united colors“ in Szene zu setzen. Kopulierende Pferde (eins weiß mit Punkten, eins schwarz) ließen keinen Zweifel an der Vereinbarkeit von Farben.

Pferdestärken wecken Sehnsucht

Erstaunlich, wie viele unterschiedliche Branchen sich durch das Pferd symbolisiert sehen. Von Versicherungen bis Mode-Marken, von Benzin bis Alkohol – vor allem aber auch die Autoindustrie. Ob man Liebhaber dieser rassigen Pferdestärken ist oder nicht: Unwillkürlich atmet man tiefer durch, wenn sie so vor einem stehen, der Ferrari, der Porsche, der Mustang. Wer´s nicht glaubt, kann sich selbst überzeugen. Glänzend in Szene gesetzt bilden sie mit Sicherheit die Highlights der Ausstellung.


Was aber verbindet nun diese Marken, was weckt die Kauflust der Kunden? Auch ein Mythos lässt sich definieren. Unter drei Hauptaspekten wird die Vielfalt subsumiert: Schnelligkeit und Stärke, Schönheit und Attraktivität, Freiheit und Genuss.

Aber auch Tradition, so wie das Pferd als Symbol von (westfälischen) Versicherungen. von einem möglichen Kritikpunkt möchte sich Sybill Ebers (Leiterin des Pferdemuseums und Projektleiterin der Ausstellung) schon im Vorfeld distanzieren: Es ginge auf keinen Fall darum, für die Produkte zu werben, sondern allein um die Darstellung, welche Rolle dem Pferd in der Werbung zukommt.
Klaudia Maleska

 

Sind gespannt auf die Publikumsreaktionen: Ausstellungsdesigner Robert Ward, Hippomaxx-Leiterin Sybill Ebers und Arnold Gardemann, Präsident des Ferrari Clubs Deutschland e.V.(V.l.) Foto: Maleska

Austellungsorganisatoren

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Pferdemuseum

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