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Rock trifft Jazz: Doc Heyne und Altfrid M. Sicking vertonen Stummfilm "Nosferatu"

Freuen sich nach intensiver Arbeit auf die Nosferatu-Premiere: Altfrid M. Sicking und Ralf „Doc“ Heyne sowie Schlagzeuger Gereon Homann und Bassist Valentin Schüllenbach (v.r.). [Foto: PD]
Sanft streicht der Bogen über die metallenen Klangplatten des Vibraphons. Von der anderen Seite des Raums macht sich behutsam die E-Gitarre bemerkbar. Recht atmosphärisch - die Sequenz, als Altfrid M. Sicking, Mitglied der Götz Alsmann Band, und Ralf „Doc“ Heyne plus Begleiter die Stummfilmvertonung zu „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ vorbereiten.
Noch läuft die grünfarbene Schrift des Vorspanns über die Leinwand. Dann geht die Blende auf und die ersten Szenen des Films, den Friedrich Wilhelm Murnau 1922 gedreht hat, sind sichtbar. Als eine Kutsche aus dem Wald gerast kommt und im wahnsinnigen Tempo einen Feldweg entlang donnert, setzt Heyne zudammen mit der Gruppe zum großen Wurf an - der Song „Imma“ erklingt. Der Zuschauer spürt nun förmlich, wie der Wagen ins Schwanken gerät.
Ungewöhnliche Kombinationen
„Wir haben uns sorgfältig mit den einzelnen Szenen auseinandergesetzt, haben versucht, die richtige Stimmung zu erzeugen“, erklärt Doc Heyne. Denn diese außergewöhnliche Vertonung, die am 30. Juni um 20.30 Uhr im Theatertreff Premiere feiert, legt den Hauptakzent auf die Möglichkeiten der ungewöhnlichen Kombination unterschiedlicher Genres. Da wechseln sich Klassik- und Jazzarrangements mit Rockrhythmen ab.
Sicking widmet sich eher den stilleren Momenten. Als der Maklergehilfe Hutter nach einer Nacht im Haus des Vampirs Orlok die Aussicht des Schosses genießt, bauen sich seine Akkorde von „Hello Young Lovers“ auf. „Mich begeistern an unserer Nosferatu-Vertonung gerade die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit mit dem Doc ergeben“, meint der Instrumentalist.
Außerordentliches Ereignis
Den Spaß an ihrer Kooperation merkt man den Profis bei den Proben an. Intensiv werden die einzelnen Szenen besprochen, danach in Töne umgesetzt. „Ich bin positiv überrascht, wie gut wir von Anfang an harmonieren“, lobt Heyne das Zusammenspiel. Denn Sicking nimmt die Themen der Rock-Combo gefühl voll auf, entwickelt sie stilistisch weiter. Alle Beteiligten sind sich am ende sicher: Die Premiere wird ein außerordentliches Ereignis. Für Cineasten einerseits, Soundfreaks andererseits.
Karten für die Uraufführung sind an der Abendkasse erhältlich.
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