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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Demo am Hafen: Hausbesetzer fordern ihr Recht auf ein soziokulturelles Zentrum ein

Demo am Hafenweg

Protest am Hafen: Polizisten und Demonstranten von Angesicht zu Angesicht. [Fotos: Sven Hänscheid]

[30.06.2009 | Münster | ECHO/CKR]

Nachdem am Morgen das besetzte Haus am Hafenweg geräumt und eingerissen worden ist, versammeln sich in diesen Minuten die Aktivisten auf dem Gelände vor dem Stadtwerke-Domizil, um gegen die Ereignisse des Tages zu demonstrieren. Etwa zehn Einsatzwagen der Polizei haben sich bereits rundum postiert.

Etwa 75 Sympathisanten, unter ihnen auch die Besetzer von der Grevener Straße 53, stehen auf dem Hafengelände und machen ihrer Wut und Entrüstung über die Demontage des am 12. Juni in Beschlag genommenen Bürokomplexes Luft. Schwarz gekleidet, mit Kapuzen und Sonnenbrillen ausgestattet, um nicht erkannt zu werden, wollen sie durch die Stadt ziehen.

Autonome Zentren

Ihnen gegenüberstehend: Zahlreiche Polizeikräfte, die den Weg in Richtung Innenstadt zunächst versperren. Ein Plakat an der Spitze der Initiative bringt das Anliegen der Aktivisten unmissverständlich zum Ausdruck: „Autonome Zentren erkämpfen – wir machen weiter“.

Die Forderung der Protestler: „Wir brauchen einen Ort, an dem wir Konzerte, Theater und Workshops anbieten, an dem wir uns selbstbestimmt treffen können“, erklärt Florian Stein (Name von der Redaktion geändert). Dieser Ort, er solle eine Fläche von 500 bis 700 Quadratmetern Fläche aufweisen. Bereits im Jahr 2000 wurde von der Stadt das Versprechen für eine solche Räumlichkeit gemacht – eingelöst wurde es allerdings bis heute nicht. Ein Versäumnis, das die Runde bitterlich beklagt.

Dem Vorschlag der Polizei, die Gruppe möge einen Versammlungsleiter auswählen, um mit den Einsatzkräften zu kooperieren, sind die Teilnehmer inzwischen nachgekommen: Unter Aufsicht der Beamten bewegt sich die Gruppe in diesen Minuten quer durch den Feierabendverkehr Richtung Stadt: Über die Hafenstraße, den Ludgeriplatz, die Moltkestraße, die Bismarkallee, hin zum Aasee, soll es dort in Höhe der Scharnhorststraße zu einer Abschlusskundgebung kommen. Unterwegs werden die Parolen lauthals skandiert: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Häuser klaut."

Caroline Kern 

Fotos in der Bilderstrecke: Sven Hänscheid

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Bilderstrecken:

Demo Hafenplatz

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