Benutzeranmeldung
Demo am Hafen: Hausbesetzer fordern ihr Recht auf ein soziokulturelles Zentrum ein

Protest am Hafen: Polizisten und Demonstranten von Angesicht zu Angesicht. [Fotos: Sven Hänscheid]
Nachdem am Morgen das besetzte Haus am Hafenweg geräumt und eingerissen worden ist, versammeln sich in diesen Minuten die Aktivisten auf dem Gelände vor dem Stadtwerke-Domizil, um gegen die Ereignisse des Tages zu demonstrieren. Etwa zehn Einsatzwagen der Polizei haben sich bereits rundum postiert.
Etwa 75 Sympathisanten, unter ihnen auch die Besetzer von der Grevener Straße 53, stehen auf dem Hafengelände und machen ihrer Wut und Entrüstung über die Demontage des am 12. Juni in Beschlag genommenen Bürokomplexes Luft. Schwarz gekleidet, mit Kapuzen und Sonnenbrillen ausgestattet, um nicht erkannt zu werden, wollen sie durch die Stadt ziehen.
Autonome Zentren
Ihnen gegenüberstehend: Zahlreiche Polizeikräfte, die den Weg in Richtung Innenstadt zunächst versperren. Ein Plakat an der Spitze der Initiative bringt das Anliegen der Aktivisten unmissverständlich zum Ausdruck: „Autonome Zentren erkämpfen – wir machen weiter“.
Die Forderung der Protestler: „Wir brauchen einen Ort, an dem wir Konzerte, Theater und Workshops anbieten, an dem wir uns selbstbestimmt treffen können“, erklärt Florian Stein (Name von der Redaktion geändert). Dieser Ort, er solle eine Fläche von 500 bis 700 Quadratmetern Fläche aufweisen. Bereits im Jahr 2000 wurde von der Stadt das Versprechen für eine solche Räumlichkeit gemacht – eingelöst wurde es allerdings bis heute nicht. Ein Versäumnis, das die Runde bitterlich beklagt.
Dem Vorschlag der Polizei, die Gruppe möge einen Versammlungsleiter auswählen, um mit den Einsatzkräften zu kooperieren, sind die Teilnehmer inzwischen nachgekommen: Unter Aufsicht der Beamten bewegt sich die Gruppe in diesen Minuten quer durch den Feierabendverkehr Richtung Stadt: Über die Hafenstraße, den Ludgeriplatz, die Moltkestraße, die Bismarkallee, hin zum Aasee, soll es dort in Höhe der Scharnhorststraße zu einer Abschlusskundgebung kommen. Unterwegs werden die Parolen lauthals skandiert: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Häuser klaut."
Caroline Kern
Fotos in der Bilderstrecke: Sven Hänscheid
Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:
Einsatz am Hafenweg: Polizei beendet ganz unspektakulär illegale Besetzung
[16.05.2010 | CKR]Gewohnt viele Besucher, ein überzeugendes Bühnenprogramm und erstaunlich wenig Polizeieinsätze: Die Veranstalter des Eurocityfests ziehen am dritten und letzten Tag des beliebten Spektakels eine positive Bilanz – und resümieren: „Ein sehr schönes, sehr friedliches Fest.“
- [16.05.2010 | ECHO]
Mit einem Platzverweis durch die Polizei endete für drei der Körperverletzung verdächtigte Männer das Eurocityfest.
[16.05.2010 | ECHO]Mächtig zu tun hatte die Polizei am Freitag in der Innenstadt: Zwischen 22.45 und 23.50 Uhr kam es gleich zu drei brutalen Überfällen, so vermeldelt der Polizeibericht.
Zwei 36-Jährige saßen auf den Stufen der Servatiikirche und unterhielten sich bei einem Bier. Plötzlich bekam einer von ihnen einen Tritt gegen den Nacken und stürzt zu Boden.
[14.05.2010 | ECHO]Am späten Donnerstagnachmittag, 13. Mai, hörte ein Spaziergänger gegen 17.30 Uhr im Bereich des Gymnasiums Wolbeck an der Von-Holte-Straße ein verdächtiges Klirren: Als er der Sache nachgehen wollte, entdeckte er eingeworfene Fensterscheiben und Türverglasungen am Schulgebäude.
[14.05.2010 | ECHO]Eine 46-jährige Frau war am Freitagvormittag, 14. Mai, gegen 9 Uhr mit dem Fahrrad am Dortmund-Ems-Kanal im Bereich der Nieberdingstraße in Richtung Albersloher Weg unterwegs, als sie plötzlich und ohne Warnsignal von einem Mountainbiker rechts überholt wurde. Da an dieser Stelle zur Zeit gebaut wird, ist der Leinpfad sehr schmal.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



