Für Schüler, für Studenten, für alle: Die Jusos beschäftigen sich mit dem ÖPNV
Ein Hoch auf den ÖPNV (v.l.): Veith Lemmen (Juso-HSG), Mareike Strauß (Juso-HSG) und Robert von Olberg (Juso) laden nicht nur Busgäste zu ihrem Aktionstag ein. [Foto: Kern]
Fahrrad und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), „Münsters Traumpaar“ in Sachen Mobilität: Damit diese Liaison noch lange halten wird, fordern die Jusos und die Juso-Hochschulgruppe jetzt ein „Schul- und Freizeitticket“ für die jungen Münsteraner.
Ein so genannter „Tag des ÖPNV“ am Samstag, 11. Juli, soll zudem über die allgemeine Situation des öffentlichen Fahrdienstes informieren.
Ob für den Weg zur Schule, zum Praktikum oder zum Sportverein: Neben Studenten, Familien oder Pendlern sind vor allem auch Schüler auf ein gut ausgebautes Busnetz angewiesen – doch wem nützt die Haltestelle vor der eigenen Haustür, wenn er sich die Fahrt nicht leisten kann? „Wir wollen ein Angebot etablieren, dass für alle erschwinglich ist. Nach dem Vorbild des Semestertickets für die Studis sollte es auch ein Schul- und Freizeitticket für die Schüler geben“, erläutert Robert von Olberg, Vorsitzender der münsterschen Jungsozialisten. Die bereits bestehende Offerte, mit einem „Fun-Ticket“ günstiger von A noch B zu kommen, reiche da nicht aus: „Es muss zusätzlich zur üblichen Schulweg-Fahrkarte gekauft werden. Das kann nicht der richtige Weg sein“, meint Olberg.
„Finger weg von der Privatisierung“
Neben den Fahrgästen wollen die engagierten Jungpolitiker aber auch die Busführer selbst unterstützen: „Finger weg von der Privatisierung“, warnt Veith Lemmen, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe, und ergänzt: „Wir sind froh, dass hier in Münster bisher nichts passiert ist und die Stadtwerke nach wie vor in den Händen der Kommune liegen.“ Und dabei solle es auch bleiben: „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Liniennetz in seiner jetzigen Form erhalten bleibt, dass die Ticket-Preise stabil bleiben und dass die Angestellten vernünftige Arbeitszeiten sowie eine angemessene Entlohnung erhalten“, erklärt Lemmen sein Anliegen.
„Tag des ÖPNV“
Um auch die Öffentlichkeit über ihr Programm zu informieren, haben er und seine Kollegen den „Tag des ÖPNV“ organisiert: Vor dem Hauptbahnhof wollen sie insbesondere mit Passanten ins Gespräch kommen, um mittels verschiedener Aktionen auf die Bedeutung der öffentlichen Verkehrsmittel – sowohl in ökologischer, als auch in sozialer Hinsicht – aufmerksam zu machen.
„Ich nehm' Dich mit“
„Ich nehm' Dich mit“ heißt eine dieser Aktionen: Studenten können sich Buttons anstecken, die mit diesem Slogan andere Fahrgäste dazu einladen, über das Semesterticket kostenfrei mit dem Bus zu fahren. „Viele Studis wissen gar nicht, dass sie wochentags ab 19 Uhr sowie am Wochenende mit ihrer Fahrkarte eine zweite Person mitnehmen können“, meint Lemmen. Ziel der Aktion sei es aber nicht, „die Stadtwerke zu schröpfen“, im Gegenteil: „Auf diesem Wege wollen wir mehr Menschen für's Busfahren begeistern.“
Erst vor Kurzem haben es die Nachwuchspolitiker geschafft, das NRW-Ticket einzuführen: „Dieser Erfolg macht uns Mut, weitere Projekte dieser Art auszuhandeln.“
Der Aktionstag am Hauptbahnhof beginnt um 12 Uhr, eine abschließende Podiumsdiskussion soll um 18 Uhr enden.
Caroline Kern
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