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TOP-Aktuelles

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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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TOP-Thema

Mark Monhof
[07.07.2010 | LUH]

Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.

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"Wörter kennen keine Mauern": Münsters Häftlinge lernen lesen und schreiben

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Bücher lesen? Briefe schreiben? Undenkbar für Analphabeten, auch im Gefängnis. [Foto: Pixelio/Rainbow]

[02.07.2009 | Münster | ECHO]

Über 12.000 Erwachsene in Münster können nicht richtig lesen und schreiben. Auch im Gefängnis fallen die Insassen auf, die keine oder nur unzureichende Schriftkenntnisse haben. Das können sie ändern: Seit Oktober 2008 haben Betroffene in Münsters Justizvollzugsanstalt (JVA) die Möglichkeit, an einem entsprechenden Training teilzunehmen.  

Zwei Mal in der Woche heißt es seitdem für die sechs bis acht Teilnehmer, den Kopf frei machen vom Gefängnisalltag und sich intensiv mit Schriftsprache beschäftigen. Texte sollen für sie – die als funktionale Analphabeten gelten und die Schrift bestenfalls wie ein Drittklässler beherrschen – nicht länger ein Buch mit sieben Siegeln bleiben.

Gesprächsanfragen und Besucherscheine

Die Initiative gründet auf einem Brief eines ehemaligen Gefangenen der JVA: Adressiert an den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., berichtet er darin, dass er große Probleme habe, die üblichen schriftlichen Anträge auszufüllen. Besonders schwierig seien für ihn Gesprächsanfragen und Besucherscheine. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Anlage noch keine Möglichkeit, das Lesen und Schreiben zu lernen.

„Buchstaben überwinden Mauern“

Über den guten Kontakt des Vereins zur Anstaltsleiterin Maria Look sowie zu Mitarbeitern der Gefangenenbibliothek wurde im Herbst 2008 ein Informationsabend vor Ort angeboten: Unter dem Motto „Buchstaben überwinden Mauern“ schauten sich die Insassen einen Film über einen jungen Häftling mit Lese- und Schreibproblemen an. Im Anschluss diskutierten sie gemeinsam mit dem Personal der Einrichtung darüber, welche Rolle die Alphabetisierung im Gefängnis spiele.
Schnell wurde das Bedürfnis nach Unterricht laut: „Unsere Aufgabe im Strafvollzug ist es, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen“, erklärt Look. „Aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben draußen setzt Lese- und Schreibkenntnisse voraus.“ Dank der inhaltlichen Unterstützung durch den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. und dank der finanziellen Zuwendung durch die „Stiftung Bürger für Münster“ konnte der Kurs eingerichtet werden.

Realitätsferne Vorurteile

Bei der Suche nach einem geeigneten Kursleiter konnte Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes, Tim Tjettmers für ein ehrenamtliches Engagement gewinnen. Der 25-Jährige Pädagogik-Student hat sich auf das Thema Erwachsenenbildung spezialisiert. Nach mittlerweile 65 Unterrichtsstunden zieht Tjettmers das Fazit: „Ich bin immer wieder überrascht, wie positiv die Häftlinge den Kurs annehmen. Sie kommen regelmäßig mit großer Freude zum Kurs, machen gute Fortschritte und sind sehr wissbegierig. Zum Schluss werden oft ,Hausaufgaben‘ verlangt. Dabei zeigt sich auch immer wieder, wie realitätsfern das Vorurteil ist, dass dumm sein müsse, wer nicht lesen und schreiben kann.“

Betroffene verbergen ihre Schwierigkeiten

Dass mangelnde Intelligenz nicht die Wurzel des Problems ist, lässt sich nach Meinung von Alphabetisierungsexperten an verschiedenen Beispielen verdeutlichen. So berichtete ein Häftling, dass er als LKW-Fahrer lange Zeit komplette Fahrtstrecken bis nach Skandinavien auswendig gelernt hatte, weil er nicht richtig lesen konnte. Menschen mit Lese- und (Recht-) Schreibschwächen verbergen ihre Schwierigkeiten häufig. Auch außerhalb der Gefängnismauern nutzen lediglich zirka 20.000 Betroffene die Möglichkeit, in Kursen – zumeist an Volkshochschulen – diese Fähigkeiten zu trainieren.

Weitere Informationen gibt es unter www.chancen-erarbeiten.de sowie unter www.buergerstiftung-muenster.de.

  • Buch und Lesebrille
    [20.04.2010 | ECHO]

    Am 23. April ist der Welttag des Buches. Unter dem Motto „Die Buchbranche feiert das Lesen - feiern Sie mit!“ werden vielerorts verschiedene Aktionen angeboten. Für vier Millionen Erwachsene in Deutschland bleiben Texte jedoch ein Buch mit sieben Siegeln. Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. hält jetzt ein neues Angebot bereit.

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  • Polizeiwagen
    [01.04.2010 | ECHO]

    Nach dem Überfall in der Privatwohnung eines Juwelierpaares im Jahr 2006 wurde jetzt, vier Jahre später, am Mittwoch, 31. März 2010, der letzte noch flüchtige Täter deutschen Kriminalbeamten in London übergeben. Knapp drei Wochen zuvor, am 11. März, war er in Großbritannien festgenommen worden.

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  • Porträt: Atze Schröder
    [15.03.2010 | ECHO/HDT]

    Jedes Jahr verlassen in Deutschland ca. 70.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss. Laut Pisa-Studie sind rund 20 Prozent aller 15-Jährigen auf der niedrigsten Lese- und Schreibstufe - jeder fünfte Jugendliche gehört damit zu jener Personengruppe, die gezielter Hilfe bedarf. Ein Fall für den in Münster ansässigen Bundesverband Alphabetisierung.

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  • [16.02.2010 | ECHO]

    "Nicht erst seit dem Ausbruch von zwei Inhaftierten im Januar ist klar, dass die Münsteraner JVA dringend saniert werden muss", weiß Dr. Anna Boos. In den vergangenen Jahren hat die SPD-Landtagsabgeordnete im Rechtsausschuss oft und deutlich auf den großen Sanierungsbedarf hingewiesen.

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  • [12.02.2010 | ECHO/CKR]

    Die Debatte reißt nicht ab: Wie die Situation sowohl für die Insassen als auch für die Mitarbeiter in Münsters Justizvollzugsanstalt zu bewerten ist, darüber streiten Politiker und Experten bereits seit mehreren Wochen. Auslöser war der Ausbruch zweier Gefangener Mitte Januar. Rolf Silwedel Stellvertretender Leiter der JVA, versucht jetzt, das entstandene Bild gerade zu rücken.

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: