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Vainstream-Festival - zweiter Tag: Volle Breitseite für die Ohren

"Wasser marsch": Für die Besucher des Vainstreams-Festivals auf dem Hawerkamp-Gelände gab's bei heißen Sounds die frische Abkühlung gratis. [Fotos: Sven Hänscheid]
Vainstream-Festival, zweiter Teil: Am Samstag ging es nach einer durchtanzten Nacht auf der Aftershow-Party im Triptychon und in der Sputnikhalle mit feinstem Deathmetal weiter. Dafür verantwortlich: „The Pladue´s Aftermath“, gefolgt von einer interessanten Mischung aus Nu Metal und Hardcore. Ein Repertoire, das die Jungs von „CrosscuT“ zu bieten hatten.
Mit großem Interesse wurde von vielen Punkrock-Sympathisanten die Band „The Casting Out“ erwartet. Sänger Nathan Gray und Gitarrist Joshua Latshaw gehörten vorher zu „Boy Sets Fire“, mit denen sie bis zur Trennung 2007 auf sich aufmerksam machten. Und auch hier wurden die Fans ob der knalligen Breitseiten nicht enttäuscht!
Power-Play
Mit „August Burns Red“, „Despised Icon“ und „Sonic Syndicate“ zeigten die Veranstalter ein gutes Gefühl für facettenreiches Line-Up. Diese drei Formationen waren zugleich der Wegbereiter für das darauffolgende Power-Play bekannterer Gruppen. „Devil Driver“, mit Frontman-Legende Daz Fafara, machten den Anfang - sie wurden von der tobenden Menge frenetisch gefeiert. Ähnliches galt für „Maroon“: Das Publikum vor der Bühne geriet förmlich aus dem Häuschen.
Irgendwann enterte „Terror“ das Podium. Obwohl erst 2000 gegründet, ist die Hardcore-Szene von dem Ensemble seitdem stark beeinflusst worden. Heftige Gitarren-Sounds gelten als Markenzeichen. Und Stimmung verbreiteten die Protagonisten obendrein, als sie die Rampe für Teile des Auditoriums freigaben. Nun waren die Fans wirklich nicht mehr zu stoppen.
Zwischenzeitlicher Stromausfall
Größtenteils geschlossen wechselten sie vor das andere Podium, frönten hier dem Auftritt von „Haven Shall Burn“. Selbst der zwischenzeitliche Stromausfall konnte die Frontleute nicht aus dem Konzept bringen. Sänger Marcus Bischoff wechselte zwar spaßeshalber auf die andere Bühne, aber als die Besucher Getränke aus dem Reservoir der Musiker erhalten hatten und auch die elektrische Versorgung wieder funktionierte, kam sofort gute Laune auf. Die per Mikro verbreitete Aufforderung, den Mischer-Turm zu „erobern“, ließen sich die Zuschauer nicht zweimal sagen.
Beim Headliner des letzten Abends veränderte sich die Menge schlagartig: Fortan waren Black-Metal-Stücke angesagt - und „Dimmu Borgir“ lockte zahlreiche Kutten- und Langhaar-Träger in allen Altersstufen an. Beeindruckend: die martialischen Kostüme sowie die beeindruckende Pyrotechnik. Müde, aber beseelt zog die Masse nach dem letzten Ton von dannen. Sie hatte ordentlich `was auf die Ohren gekriegt.
Michael Heumann
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