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Es ist entschieden: Coca-Cola-Produktion in Münster versiegt

Die Proteste haben nichts gefruchtet: Coca Cola schließt die Produktion am Kesslerweg. Der Vertrieb bleibt. [Foto: Frobusch]
Alle Proteste haben nichts genutzt, was sich Anfang des Jahres abzeichnete, wird nun Realität. Die Coca-Cola-Produktion in Münster wird zum 30. September eingestellt und nach Dorsten und Herten verlagert.
35 Mitarbeiter wechseln nach Herten, 25 nach Dorsten. Allein der Vertrieb mit etwa 100 Arbeitsplätzen wird am Kesslerweg bleiben.
Dies ist im Kern das Ergebnis monatelanger Verhandlungen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern.
Rahmensozialplan
Den Mitarbeitern, die an die neuen Standorte wechseln werden, soll gemäß einem Rahmensozialplan eine Unterstützung als Ausgleich für künftig längere Anfahrtswege zur Arbeit bekommen. Einige von ihnen haben zum Beispiel keinen Führerschein oder ein Auto. Können es sich auch nicht leisten. In dem Zusammenhang wird über eine Art Shuttle-Service zum neuen Arbeitsplatz für die kommenden sechs Jahre nachgedacht.
Gespräche mit Mitarbeitern
Qualifiziertere Arbeitskräfte wie Staplerfahrer, Laboranten, Schichtführer sollen dem Vernehmen nach eine zweijährige Lohn-Garantie bekommen, auch wenn sie künftig weniger qualifizierte Arbeiten verrichten werden. Dem in einer Einigungsstelle verabschiedete Interessenausgleich müssen noch Gesamtbetriebsrat und der münstersche Betriebsrat zustimmen. Die Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern über künftige Arbeitsmöglichkeiten werden nun aufgenommen.
Bruni Frobusch
Zum Thema siehe auch:
Coca-Cola-Standort Münster auf dem Prüfstand - Belegschaft bangt um Arbeitsplätze
Coca Cola dementiert Aus für Standort Münster - "Noch ist nichts entschieden"
Coca Cola schließt Produktion in Münster - Betriebsrat: "Ein abgekartetes Spiel"
Bei Coca Cola in Münster brennt der Busch: "Wir werden systematisch ausgeblutet"
- [04.05.2010 | CKR]
Als „angespannt, aber gefasst“ beschreibt Karstadt Münster-Chef Thomas du Buy die Stimmung seiner Belegschaft. Zusammen mit dem stellvertretenden Betriebsratschef Burkhard Langhorst und einer Ver.di-Vertreterin hat er am Dienstag, 4. Mai, die 150 Beschäftigten in einer Versammlung über den aktuellen Stand der Verhandlungen über die insolvente Warenhauskette informiert.
- [25.03.2010 | ECHO/FBI]
Die Halle Münsterland darf den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden nicht fristlos kündigen. Das hat am Donnerstag, 25. März, das Arbeitsgericht Münster beschlossen. Der fünfköpfige Betriebsrat hatte die Zustimmung zu der Entlassung verweigert. Das städtische Tochterunternehmen wollte diese durch das Arbeitsgericht ersetzen lassen und scheiterte mit dem Antrag.
[03.03.2010 | ECHO]Die Zukunft der GN Hearing GmbH in Münster war Thema eines Gesprächs zwischen Oberbürgermeister Markus Lewe und Geschäftsführerin Dr. Inge Bliestle. Der Verwaltungschef stattete dazu dem Hörsysteme-Spezialisten an der Kleimannbrücke einen Besuch ab.
[09.02.2010 | BFB]Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über Sozialpläne und Interessenausgleiche nach der Wyeth-Übernahme durch Pfizer wurden heute (Dienstag) in Münster die Ergebnisse vorgestellt. Die Regelungen sehen unter anderem Unterstützung beim Wohnortwechsel, großzügige Übergangsregelungen und eine Willkommensprämie vor.
[19.01.2010 | ECHO]Der Gütetermin heute vor dem Arbeitsgericht Münster endete ergebnislos. Die Geschäftsführung der Halle Münsterland will weiterhin ihrem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden fristlos kündigen.
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