Benutzeranmeldung
Ein Jahr Kinderbildungsgesetz - Ver.di-Chef Bajohr: "Prüfung dringend notwendig"

Bernd Bajohr. [Foto: Halberscheidt]
Seit einem Jahr gilt das Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Die Bilanz, sagt ver.di Münster, bestätige die Argumente der Kritiker. „Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten“, so Geschäftsführer Bernd Bajohr, „haben sich deutlich verschlechtert.“
In einer Pressemitteilung erklärte der Gewerkschaftler, dass Einschnitte bei der Personalausstattung, größere Gruppen und mehr Bürokratie letztlich weniger Zeit für die Förderung der Kinder bedeuteten. Laut einer Umfrage des Sozialforschungsinstituts Köln sei jedes zweite Arbeitsverhältnis negativ von dem Gesetz betroffen, betont Bajohr. „Die Kollegen haben Angst vor der Zukunft.“
Schlechtere Betreuung der Kinder
Nur noch eine Minderheit der Beschäftigten, nämlich 43,3 Prozent, sehe seinen Arbeitsplatz als sicher an. Die Zahl der 400-Euro-Jobs habe sich verdoppelt, ein Drittel der Kita-Leitungen gebe an, dass sich der Krankenstand in den Einrichtungen erhöht habe. „All diese Faktoren führen zu einer schlechteren Betreuung der Kinder“, meint der ver.di-Sprecher und fordert: „Die NRW-Landesregierung, insbesondere Landesfamilienminister Armin Laschet, sollte diese Fakten endlich zur Kenntnis nehmen, statt das Gesetz als Erfolg zu feiern.“ Notwendig sei eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, für die Regelarbeit müsse mehr Geld bereitgestellt werden. Bereits beim Start des Gesetzes vor einem Jahr sei das KiBiz „extrem unterfinanziert“ gewesen, unterstreicht Bajohr.
Zusätzliche Personalstunden notwendig
„Alle benachbarten Bundesländer haben ein allein vom Land bezahltes beitragsfreies Kindergartenjahr, Rheinland-Pfalz investiert durchschnittlich einen Landeszuschuss von 2.900 Euro für jedes betreute Kind – in NRW sind es nicht mal 2.200 Euro“, vergleicht der Gewerkschaftsvertreter und ergänzt: „Notwendig sind zusätzliche Personalstunden gerade in der U3-Betreuung. Die den Kommunen versprochenen Betriebskostenzuschüsse des Bundes muss das Land endlich durchleiten.“
Beitragsfreies Kindergartenjahr
Die Kindpauschalen für das Kindergartenjahr 2009/2010 dürften nicht - wie im Kibiz geregelt - nur um 1,5 Prozent erhöht werden, sondern müssten der tatsächlichen Lohnentwicklung folgen. „Wir fordern ein Haushaltsbegleitgesetz, in dem die Pauschalen deutlich erhöht werden, für mehr und besser bezahltes Personal. In der nächsten Wahlperiode muss es ein beitragsfreies Kindergartenjahr geben. Das Gesetz gehört auf den Prüfstand, im Interesse der Kinder, der Beschäftigten und der Eltern“, sagt Bernd Bajohr.
Die wesentlichen Kritikpunkte und Forderungen können hier nachgelesen werden.
- [04.05.2010 | CKR]
Ob „Turbo-Abi“, Lehrermangel, die Zukunft der Hauptschule oder längeres gemeinsames Lernen: Über kein anderes Thema wird in diesen Tagen, kurz vor Landtagswahl am 9. Mai, so viel und so kontrovers diskutiert wie die Bildungspolitik. Ute Schäfer, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und stellvertretende Vorsitzende der NRW-SPD, hat dazu ihre ganz eigene Meinung.
- [28.03.2010 | ECHO]
Auf der jüngst einberufenen Mitgliederversammlung wurde der Vorstand der Deutschen Journalistinnen-und Journalisten-Union (dju) im Ver.di-Bezirk Münsterland einstimmig im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt für weitere vier Jahre der freie Journalist und Autor Dr. Frank Biermann (Münster), sein Stellvertreter ist der Sportredakteur Werner Zeretzke (Rheine).
[16.03.2010 | ECHO]Der Einzelhandel will sie durchsetzen, die Politik reagiert beim Thema "verkaufsoffene Sonntage" eher zurückhaltend. Und Ratsherr Gerd Kersting von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) lehnt die Vorlagen zur Ausweitung der Geschäftszeiten ganz ab.
[17.02.2010 | ECHO]In Münster läuft die Frist für die Anmeldungen in den Kindergärten: In den Kitas selbst werden bis zum 1. März die Anträge für Neuaufnahmen zum Kindergartenjahr 2010/2011 entgegen genommen. Nach diesem Stichtag entscheiden die Einrichtungen über die Aufnahmen.
[10.02.2010 | ECHO]Der Ausbruch zweier Häftlinge aus der Justizvollzugsanstalt Münster (JVA) am 19. Januar hat landesweit großes Aufsehen erregt. Zu der dadurch ausgelösten Debatte um mehr Sicherheit in der Gefängnisanlage bezieht jetzt Ahmet Yesilyaprak, Mitglied im münsterschen JVA-Beirat, Stellung.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



